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Hund bellt bei jedem Geräusch

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  • Hund bellt bei jedem Geräusch

    Hallo,

    wir haben im Februar den 6Jährigen Chihuahua-Rüden (seit Januar kastriert) von der Verstorbenen Oma adoptiert. Allerdings bellt er bei jedem Geräusch im Treppenhaus, mal ganz davon abgesehen dass er nicht zu beruhigen ist wenn es klingelt.
    Bei uns zuhause ist das natürlich nervig, viel schlimmer ist es aber, dass er das noch extremer bei den "Tageseltern" macht, bei denen er ist wenn wir arbeiten sind. Dort ist er unter zwei weiteren Chihuahuas, die aber nicht bellen.

    Die Dame bei der Hundeschule hatte uns empfohlen ihn mit einer wasserspritze ordentlich nass zu machen, zeitgleich mit einem bestimmenden "Nein". Das haben wir jetzt 5Wochen probiert, hilft aber nicht wirklich viel. Vor allem bei den Tageselterb wird es eher schlimmer in letzter Zeit. Die können aufgrund des Holzbodens auch nicht überall Wasser spritzen.

    es ist definitiv ein Angst-Bellen, da er auch immer direkt angekuschelt kommt wenn er bellt oder knurrt.

    Was können wir noch versuchen? Vor allem auch bei den Tageseltern?

    Vielen Dank schonmal im Voraus für die Hilfe!

  • #2
    Das mit der Wasserspritze finde ich eher unmöglich.

    Wisst ihr, wie es in seinem ursprünglichen Zuhause war? Hat er da auch so reagiert?

    (Und herzlich willkommen im Forum! )
    Mein Hund schläft in meinem Bett, weil es in seinem Körbchen spukt.

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    • #3
      Danke für die Antowrt!

      Er hat 2Jahre bei der Oma gelebt, da war er noch viel ängstlicher als jetzt bei uns. Wir haben 3 besuche gebraucht bis er überhaupt mal aus seiner Ecke raus kam. Da hat er aber auch die ganze Zeit gebellt wenn wir zu Besuch waren (ab dem Zeitpunkt der Klingel). Wie es bei Geräuschen war kann ich garnicht sagen.

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      • #4
        okay, dann war er vorher schon unsicher, und nun ist seine Welt auf den Kopf gestellt, das hat seine Unsicherheit sicher nicht verringert.

        Ich glaube, ihm dann mit der Wasserspritze zusätzlich noch einen drauf zu geben, ist keine gute Idee.

        Hat er einen richtigen Rückzugsplatz, bei euch und bei den Tageseltern?

        Vielleicht hilft es, wenn ihr das mit ihm übt. Ich bin da kein Spezialist, ich habe einen furchtlosen Hund, aber ein paar hier haben Ahnung mit solchen Situationen.

        Ich könnte mir denken, wenn jemand mit ihm an seinem Rückzugsort bleibt, wenn es klingelt (wobei ihr das Klingeln dann natürlich "auf Bestellung" machen müsst) und dafür sorgt, dass er mit etwas anderem beschäftigt ist … knabbern zum Beispiel. Oder den Bauch gerubbelt kriegen. Was auch immer ihm gefällt …

        Wir haben unserer Dackelin das allzu viele Bellen unter anderem dadurch abgewöhnt, dass wir dann ganz leise wurden, auch nur leise "nein" gesagt haben. Sie bellt zwar immer noch, aber sehr viel weniger.

        Ich glaube der Ansatz muss etwas weiter unten sein als direkt beim Bellen, das ist ja nur ein Symptom für seine Unsicherheit.
        Mein Hund schläft in meinem Bett, weil es in seinem Körbchen spukt.

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        • #5
          Hallo,

          ja, Rückzugsorte hat er, sowohl bei uns als auch bei den Tageseltern. Den nutzt er auch, jedenfalls kann ich das von dem bei uns behaupten. Wenn er ein schlechtes Gewissen hat oder Ärger bekommen hat geht er in seine Höhle. Ich denke das wäre auch der Ort um mit ihm zu üben.
          wir werden es mal ausprobieren. Danke!

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          • #6
            Hallo Elena

            Wenn du mit deiner Einschätzung richtig liegst, der kleine Kerl also aus Unsicherheit, Überforderung und Angst spektakelt, dann würde ich ihn auch keinesfalls noch zusätzlich strafen.
            Der braucht dann jetzt nämlich ganz viel Sicherheit und er muss verstehen lernen, dass er da bei euch oder auch bei seinen Tageseltern gar nicht dafür zuständig ist, irgendwas zu melden oder zu regeln. Dass er sich entspannen darf, sollte das Ziel sein.

            Ich würde auch damit anfangen, ihm einem sicheren Rückzugsort nahezubringen. Die Kleinen fühlen sich manchmal in einer Höhle - also einer Box - oder zumindest einem Körbchen mit höherem Rand am geborgensten.
            Wenn er da reingeht, belohnt ihn und schickt ihn immer wieder rein, wenn er "aufdreht"...
            Viel Konsequenz ist da gefragt. Sehr viel.
            Auch bei den Tageseltern.
            Ihr helft ihm am besten, wenn ihr ihn alle zusammen immer wieder ruhig und souverän auf seinen Platz schickt und belohnt, wenn er da ohne zu bellen bleibt.
            Am Anfang muss man manchmal die Millisekunde abpassen, wo er Luft holt und eben nicht bellt, und dann genau in dem Moment belohnen.
            Timing ist da ganz wichtig, damit der Kleene überhaupt begreifen kann, dass sein Bellen ihm gar nicht nutzt.
            Manche Hunde bellen sich ja richtig in Rage und machen dann die Erfahrung, von ihren Leuten mit dem Nein-aus-lass-das-Geschimpfe sogar noch Aufmerksamkeit zu bekommen und fühlen sich dann erst recht animiert, weiter zu bellen.
            Reagiert dann auf ihn, lobt ihn, wenn er etwas richtig macht - und nicht, wenn er - aus eurer Sicht - was falsch macht.

            Insgesamt braucht dieser kleine Kerl wohl auch eine sorgsame, wohl dosierte Sozialisierung, denn der hat bei der Oma, wo er lebte, wohl noch nicht all zu viel von der Welt kennengelernt...

            Das ist ne Menge, was ihr euerm Hund da beibringen müsst, wenn ihr beidseitig miteinander entspannt und zufrieden leben wollt...
            Es gibt doch bestimmt bei euch noch andere Hundetrainer!?!
            Ich würde mich an euerer Stelle da ruhig noch mal bei euch in der Gegend umsehen, ob ihr nicht jemanden findet, der euch wirklich helfen kann.
            So'n Forum ersetzt keinen Hausbesuch und keine tatsächliche Anamnese - denn wir orakeln hier ja nur rum
            Ich finde jeder Hund ist es wert, so gut wie möglich bei seinem Lernen - was von ihm im neuen Zuhause erwartet wird - unterstützt zu werden.
            Und die Mühe, sich da wirklich gute Unterstützung zu holen, zahlt sich ja auch aus - für den Hund, der sich dann verstanden fühlt und entspannen kann und für euch allemal, weil ihr dann keinen nervigen Kläffer, sondern einen glücklichen "vorzeigbaren" Vierbeiner bei euch habt
            Wenn wir behaupten, der beste Freund unseres Hundes zu sein, müssen wir die Art von Freund sein, den wir selbst gern hätten.
            (Suzanne Clothier)

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