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Jack Russel (14) terrorisiert uns weil er immer Futter will

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  • Jack Russel (14) terrorisiert uns weil er immer Futter will

    Hallo,

    unser Jack-Russel-Terrier ist fast 15 Jahre alt und von Anfang an bei uns. Wir lieben ihn sehr, und das müssen wir auch , denn seit ungefähr 2 Jahren wird sein Verhalten immer nervtötender.
    Es fing damit an, dass er seine geliebte Kumpeline verlor. Sie war sehr krank und wollte zuletzt nicht mehr essen, wir haben alles versucht, mit Babygläschen, selbstgekochtes Essen, viele Male am Tag, aber wenn es nicht mehr geht...
    Das hat unser Jacky natürlich mitbekommen, und seit dem wird es immer schlimmer.
    Nach dem Verlust war er sehr depressiv, genau wie wir. Wir sind sehr sehr viel spazieren gegangen, weil laufen das einzige war, was uns allen half.

    Nachdem die schlimmste Trauerarbeit geleistet war, und es allen sehr langsam wieder etwas besser ging, fing unser Jacky an, immer öfter zu quengeln (jammern, fiepen, winseln) wenn es ums Futter ging. All die Jahre gab es drei Mal am Tag Futter. Hat immer prima geklappt. Erst "sitz", dann "nimm".

    In den letzten 2 Jahren wurde er aber immer "hungriger". Er jammerte, sobald seine erste Portion alle war. Wir blieben konsequent, schickten ihn raus. Anfangs half das.
    Dann dauerte das Jammern solange an, bis es Zeit für seine zweite Portion war. Wir achteten darauf, dass er mindestens 2 Minuten ruhig war, bevor wir ihm das Futter gaben. Das war nur mit Tricks möglich, zum Beispiel haben wir ihn was tun lassen, sitz, oder ein paar kleine Tricks die er kann. In der Zeit hat er nicht gejammert und erst dann gab es Futter. Dann ging das Gejammer wieder los bis zur dritten und letzten Portion. Erst wenn alles alle war, gab er Ruhe. Aber auch erst dann, wenn ich ihm 3 Mal seinen leeren Napf gezeigt hab und gesagt hab "Es ist alle!" Dann trottete er beleidigt weg.

    Irgendwann wollte er nicht mehr lange gassi gehen, sondern lieber schnell wieder rein und vor seinem Napf jammern. Er hat noch nie im Leben direkt nach dem Gassi gehen etwas zu futtern bekommen, aber er rennt jedesmal sofort zum Napf wenn wir reinkommen.

    Es wurde immer schlimmer. Jetzt ist es so, dass er permanent jammert, winselt, fiept, brummt und nach einiger Zeit richtig laut kläfft. Permanent. Er macht einfach keine Pause mehr. Nur beim Gassigehen ist er still. Das meine ich wörtlich. Er macht all diese Töne, bellt wie irre, den ganzen Tag.

    Nichts hilft. Schimpfen hilft nicht, auf seinen Platz schicken hilft nicht, ignorieren hilft nicht (ich habe mir mal Kopfhörer genommen und Musik gehört und er hat 3,5 Stunden lang Theater gemacht bis es Zeit für die nächste Portion war). Kopfarbeit geht auch nicht, weil Spielen für ihn nur interessant ist, wenn es was zu fressen gibt. Alles andere interessiert ihn nicht.

    Das halten wir einfach nicht mehr aus. Erst wenn sein Futter komplett leer ist, gibt er Ruhe.
    Er sucht dann zwar noch rum, leckt den Boden ab, sucht überall nach Krümeln, leckt den Backofen-Türspalt ab (die Tür ist verspiegelt, das sieht aus, mit all dem Sabber...) aber er ist dann still. Mittlerweile hab ich schon ein paar mal die Nerven verloren und ihm einfach alles auf einmal gegeben, morgens um 10h. Danach war den ganzen Tag Ruhe, aber das ist doch nicht gut für einen älteren Hunde-Herren, das ganze Futter auf einmal runterzuschlingen und dann 24 Stunden lang zu hungern.

    Ich freue mich ja sehr, dass er so einen tollen Appetit hat! Aber es muss doch möglich sein, mit Hund im Haus zu telefonieren, sich auf die Arbeit am PC zu konzentrieren oder einfach nur zu lesen??!!
    Hat jemand eine Idee, was wir tun/lassen können, damit er mit dem Terror aufhört?

    Ich bin sehr gespannt auf eure Ideen und Meinungen.


  • #2
    Wow! da hat einer aber Ausdauer.

    Erstmal Willkommen im Forum! Zum Problem selbst fällt mir erstmal nichts ein … das ist wirklich sehr speziell …
    Mein Hund schläft in meinem Bett, weil es in seinem Körbchen spukt.

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    • #3
      Hallo

      Ja, das ist ja wirklich mal was Besonderes

      Ist euer Oldie tierärztlich durchgecheckt? Also würdest du sagen er ist - soweit man es beurteilen kann - ein fitter fast 15Jähriger?

      Verhält er sich sonst - also außerhalb von seiner "ICH-WILL-ESSEN-Macke" - normal, oder wird er tüddelig oder wunderlich oder irgendetwas aus dieser Kategorie, was ja für sein Alter gar nicht ungewöhnlich wäre...?
      Ich frag das deshalb, weil mich diese Essens-Manie schon irgendwie an "Altersstarrsinn" erinnert.

      Und sonst, also wenn er eigentlich beschäftigt, "ausgelastet" ist, wenn er ruhen und schlafen kann (wenn er gerade meint, satt zu sein ) - dann bleibt da nicht soviel was ihr ändern könntet, oder!?

      Hat er denn seine komplette Tagesration morgens um 10 Uhr gut vertragen?
      Und danach war echt Ruhe?
      Alllllso, wenn das für ihn (und damit auch für euch) das Leben so viel schöner und entspannter macht, warum dann nicht morgens das große Früh-alleskomplett-Stück (vielleicht in einem Futterball, dass er schön lange zu tun hat und nicht so schlingen kann) und gut ist.
      Wenn es denn dann gut ist - - - und er nicht in kurzer Zeit nachmittags doch wieder vergessen hat, dass er schon gefressen hat....

      Was mich wieder zum Tierarzt-Rat bringt.
      Auch Hunde können dement werden. Da weiß man auch manchmal nicht, ob man gegessen hat, ob man dollen Hunger hat... ich würde ihn wirklich mal einem Tierarzt vorstellen, der sich mit Oldies und deren Verhaltens-Besonderheiten auskennt.
      Vieles ist ja auch behandelbar, - zumindest so, dass sich die Symptome verringern.

      Viel Erfolg von mir - und gute Nerven
      Wenn wir behaupten, der beste Freund unseres Hundes zu sein, müssen wir die Art von Freund sein, den wir selbst gern hätten.
      (Suzanne Clothier)

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      • #4
        Mein erster Gedanke war auch: Demenz.

        Demente Menschen vergessen auch oft, dass sie grad gegessen haben. Und wollen dann ihre Mahlzeit. Und beschweren sich, wenn sie nichts bekommen.

        Ich würde das auf jeden Fall tierärztlich abklären lassen. Möglicherweise steckt auch eine Krankheit dahinter, dass er kein Sättigungsgefühl mehr hat? Keine Ahnung.

        Die Idee mit dem Snackball ist auch gut. Da kann er sich beschäftigen und es fällt immer wieder mal ein Futterbröckchen raus.
        LG Verena mit Rosie und Ali an meiner Seite, Lea, Hero, Cora
        und Erwin immer in meinem Herzen

        Hundebändigerin und Katzensklavin

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        • #5
          Erst mal vielen Dank für eure Antworten. Also tierärztlich ist alles abgklärt, samt Blutuntersuchung etc. Er ist für sein Alter topfit. Demenz schließe ich aus, weil er sich genau erinnert, wo er seine Kaustange abgelegt hat, und er bettelt ja auch nicht mehr, sobald man ihm seinen leeren Napf gezeigt hat.
          Snackball klappt nicht, alles aus Gummi wird zerlegt... Wir hatten mal den schwarzen Kong gekauft, mit dem Vermerk "für starke Beißer". Die Verkäuferin sagte, den kriegt er nicht klein. Naja, was soll ich sagen, nach einer Viertelstunde hatte er den Mund voller schwarzer Krümel.
          Aber ich mache es jetzt einfach mal so, dass ich ihm alles Futter auf einmal gebe, bzw. den Großteil als Frühstück, dann intensive Ablenkung mit winzigen Leckerchen und Spielen, oder Kopfhörer für mich, und dann nach maximal einer Stunde den Rest Futter. So mache ich es jetzt seit ein paar Tagen und wir haben herrliche, wunderbare, völlig ungewohnte Ruhe.
          Ich hoffe, es schadet ihm nicht... Aber ihm geht es offenbar gut damit, und uns auch.

          Liebe Grüße,

          walkin

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          • #6
            Dann ist das ja die perfekte Lösung!

            Ist schon irre, was die so mit uns machen, oder? Da hat er sich irgendwann überlegt, er will jetzt Frühstück de laxe total und doppelt, und hat dafür gesorgt, dass ihr es versteht

            Wenn es ihm damit gut geht, ist doch prima!
            Mein Hund schläft in meinem Bett, weil es in seinem Körbchen spukt.

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            • #7
              1. Terrier
              2. Terrier
              3. Das Alter
              4. Auch Hunde werden senil.

              Kein Verhalten über dass man sich ernsthaft Sorgen machen müsste. Der Terrier ist halt Terrier und versucht stur das durchzusetzen was er will. Und ihr fallt drauf rein bzw. unterstützt das durch Aufmerksamkeit ("sitz,platz,weg,nein") Und 3,5 Stunden Beharrlichkeit ist für einen Terrier gaaaaaaaaaarnichts. Denk dran, diese Rasse wurde dafür gezüchtet um bei der Jagd z.B. im Fuchs- oder Dachsbau ggf. Tage auszuharren , bis die Arbeit erledigt ist.
              Der Hund ist 15 Jahre alt. Da wird er schon etwas senil sein und bestimmt Konditionierungen vergessen und sicher auch vergessen, dass er gerade schon etwas gegessen hat.
              Zwei Lösungsansätze:
              A) Ihr behaltet den alten Futterplan bei wie bisher und ignoriert sein Gequengel konsequent. ( Ich vermute aber, bei dem Spiel gewinnt der Terrier )
              B) Napf voll. Immer. Permanent. Bis oben hin. Und über den Rand hinaus. Das entspannt Hund und Mensch. Und wenn er erst mal in seinem alten Hirn abgespeichert hat, dass es jetzt immer und ständig Futter gibt, wird er auch nur am Anfang sofort alles auffressen und danach pendelt sich das wieder ein.

              Bon chance ! 13327414_1180600708636866_1487145950309098593_n.jpg
              Gruß aus Hamburg
              Ralf


              Deutscher Viceeuropaweltmeister
              im Synchronleinenverdüddeln

              (Dreiergespannklasse, zertifiziert,
              Härtegrad Prädikatsterrier,
              gezerrt, nicht geführt)

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              • #8
                Unser Spezialist hat gesprochen
                Mein Hund schläft in meinem Bett, weil es in seinem Körbchen spukt.

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