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Golden Retriever Arbeitslinie - Erfahrungen?

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  • Golden Retriever Arbeitslinie - Erfahrungen?

    Hallo Zusammen,
    wollte mal nachhören, ob hier jemand ist der Erfahrungen mit Golden Retrievern aus der Arbeitslinie hat? Ich habe nämlich einen Rüden (13 Monate) und der bringt mich gerade an meine Grenzen. Ich wusste von Anfang an, dass dieser Hund ausgelastet werden muss. Daher hab ich mit Dummyarbeit begonnen, was er auch grundsätzlich gut macht. Allerdings ist irgendwie nie ein entspannter Spaziergang möglich. Der Hund prescht ohne Leine in alle möglichen Richtungen mit der Nase ständig am Boden. Bis zum Alter von ungefähr 11 Monaten konnte ich ihn auch sehr gut zurückrufen. Also mit dem Komm-Pfiff. Mittlerweile reagiert er auf gar nichts mehr. Wenn er andere Hunde sieht, startet er durch und rennt dahin. Das können schon mal paar hundert Meter weiter weg sein. Ich hab seit dem Welpenalter wirklich viel geübt und er kann auch viel, aber ich hab trotzdem das Gefühl, dass wir keine Bindung haben. Es ist manchmal einfach sehr anstrengend. Hat jemand vielleicht Tipps zu dieser speziellen Hunderasse?
    Freue mich auf Eure Rückmeldungen

  • #2
    Schön das du dir von Anfang an Gedanken über die Auslastung gemacht hast, hast du dir auch Gedanken darüber gemacht wie du den Hund runterfahren kannst?
    Ich habe keine Retriever aber andere Jagdhunde aus Arbeitslinien, meine Hunde mussten lernen das draussen nicht nur Action ist, draussen heisst auch still in der Natur sitzen und nix tun. Die echten Profis sitzen uU stundenlang unter dem Hochsitz, ihnen diese Ruhe beizubringen ist ebenso wichtig wie ein gut sitzender Abruf und Beschäftigung.
    Meine Mädels dürfen alles sehen, sie dürfen aber nicht einfach loshetzen, sie haben gelernt sich zurückzuorientieren, sie kommen bei Sichtung zu mir, das hat aber lange gedauert.
    Mit dem rumpligsten Urrumpel, der Tüpfelhyäne und Kepri ganz tief im Herzen
    ------------------------------------------------------------------------------------

    Führung sollte aus dem Verständnis der Bedürfnisse derjenigen entstehen, die davon betroffen sind.

    Marian Anderson


    http://kepri.jimdo.com/

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    • #3
      Ja hier, bei mir half ein halbes Jahr Schleppleinenarbeit und ihm das Anzeigen bei zu bringen. Es fing im Welpenalter mit Blättern an, steigerte sich über Enten bis hin zu Rehen.
      Typisch Jagdhund eben.
      Typisches Alter in dem sie dieses Verhalten verstärkt zeigen, lebten Hunde in einem Rudel würden sie in diesem Alter so langsam selber Beute machen.
      Kepris Punkte bitte mit beachten, gerade Retrieverle neigen gerne zu übertriebenen Aktionismus.
      Unterwegs mit den borderline Dogs
      UO ist harte Arbeit und keine Erziehung

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      • #4
        Vielen Dank für Eure Antworten. Vielen Dank kepri für Deinen Hinweis. Das mit der Ruhe habe ich auch gehört. In Retrieverkreisen heisst das ja "Steadyness", ich weiß nicht, ob Du das meinst und ob das in den allgemeinen Jagdhundekreisen auch so genannt wird. Also man hat mir gesagt, dass ich die "Bleib-Übung" versuchen sollte auszudehnen. Hast Du vielleicht einen Tipp wie ich das praktisch üben kann mit der Ruhe? Zu Hause ist er sehr ruhig, wobei er hier in letzter Zeit auch öfter mal anfängt mit "Janken".
        Danke auch für Deinen Tipp jacqui. Ich weiß zwar schon ungefähr was Du mit Schleppleinenarbeit meinst, aber mich würde interessiern, wie Du es praktisch umgesetzt hast.
        Ich bin zwar auch bei einer Retrievergruppe, aber selbst die können mir leider nicht richtig weiterhelfen. Hier wird mir nur gezeigt wie die Dummyarbeit funktioniert, aber nicht wie man so alltägliche Promblemchen löst. Von mir aus muss er die Dummyarbeit auch nicht zwingend machen, aber irgendwas braucht er ja als Denksport, oder wie seht ihr das? Hinzu kommt, dass er sich ziemlich hoch fährt, wenn er die anderen Hunde arbeiten sieht.
        Besten Dank für Eure Tipps. Könnt mir gerne auch persönlich schreiben, wenn Euch das hier zu lang wird.

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        • #5
          Zitat von Elfe47 Beitrag anzeigen
          Vielen Dank für Eure Antworten. Vielen Dank kepri für Deinen Hinweis. Das mit der Ruhe habe ich auch gehört. In Retrieverkreisen heisst das ja "Steadyness", ich weiß nicht, ob Du das meinst und ob das in den allgemeinen Jagdhundekreisen auch so genannt wird. Also man hat mir gesagt, dass ich die "Bleib-Übung" versuchen sollte auszudehnen. Hast Du vielleicht einen Tipp wie ich das praktisch üben kann mit der Ruhe? Zu Hause ist er sehr ruhig, wobei er hier in letzter Zeit auch öfter mal anfängt mit "Janken".
          Bei mir lebt eine sehr reaktive Podenca, anfangs waren die Runden echt kräftezehrend, der Hund war nur auf den Hinterläufen kreischend unterwegs...
          mit extrem viel Ruhe und dem Klicker (und natürlich Schleppleine) habe ich den Hund erstmal ansprechbar gemacht.
          Wir haben Stunden irgendwo in weiter Flur verbracht, einfach nur sitzend (also nur ich, Kepri bockte natürlich und strickte munter Verhaltensketten), jede Orientierung zu mir wurde beklickt, jede Sequenz der Ruhe. Machmal musste Kepri auch einen Griff ertragen der ihr Freiraum nahm, das half bei ihr auch recht gut, sie schnaufte dann hörbar durch und wurde ruhiger.
          Wir haben auch mit der konditionierten Entspannung und Brückensignalen (beides Begriffe die du hier in die Suche eingeben kannst) gearbeitet.
          Ich vermied grosse Hundetreffen, alles was den Hund wieder puschte, das geht natürlich nicht immer. War Kepri zu hoch im Erregungslevel habe ich einen Ruhetag eingelegt, an diesen Tagen (gibt es bis heute) passiert rein gar nix.
          Ein Reh oder Wild generell lies Kepri schon bis zu einer Woche austicken, zusätzlich habe wir an der Futterschraube gedreht, sehr schnell merkten wir das Mais diesen Hund total bekloppt macht, die Augen sind dann nur schwarze Löcher und Tobsuchtsanfälle vorprogrammiert.
          Es hat lange gedauert bis wir halbwegs normal unterwegs waren, ich bekam nichts geschenkt, ich habe aber auch extrem viel gelernt, solche Hunde sind keine Aufgabe, sie sind einfach die besten Lehrmeister!
          Kepri ist bis heute ein sehr wacher agiler Hund, auch mit all ihren Altersgebrechen entgeht ihr kein Reh oder gar die Wildsau im Unterholz, wir haben eine Form der gemeinsamen Jagd gefunden die wir ZUSAMMEN ausleben.
          Ich liege oft lange auf dem Bauch im Feld, Kepri ist offline, sie liegt dann ohne Signal hinter mir und hält Kontakt ohne das ich etwas sagen müsste, ein langer aber sehr lohnender Weg!
          Mit dem rumpligsten Urrumpel, der Tüpfelhyäne und Kepri ganz tief im Herzen
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          Marian Anderson


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          • #6
            Respekt, da hast Du ja ein ganzes Stück Arbeit geleistet. Dank Dir erstmal für Deine Beschreibungen. Ich werde mich dann mal intensiver mit dem Clickertraining befassen, das hatte ich bisher irgendwie gar nicht auf dem Schirm. ich kann mir schon vorstellen, was mein Wauzi mit mir macht wenn ich mich ins Gras setze. Entweder fängt er an zu Buddeln oder schnüffelt wild am Boden rum. Man merkt, dass er auf draußen rumliegen absolut keinen Bock hat. Mit den Hundetreffen sprichst Du ein wirklich heikles Thema an. Viele Hundebesitzer lassen ihren Hund auch auf meinen zupreschen, wenn sich dieser an der Leine befindet. Das ist natürlich alles kontraproduktiv fürs lernen. Was meinst Du denn wie viel Hundekontakt ich "kontrolliert" (also erst sitzen, dann ableinen) erlauben sollte? Ein bisschen Freilauf mit Kollegen müsste ja auch sein, oder?

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            • #7
              Zitat von Elfe47 Beitrag anzeigen
              Respekt, da hast Du ja ein ganzes Stück Arbeit geleistet. Dank Dir erstmal für Deine Beschreibungen. Ich werde mich dann mal intensiver mit dem Clickertraining befassen, das hatte ich bisher irgendwie gar nicht auf dem Schirm.
              wenn du dich für den Klicker entscheidest achte genau darauf ob dein Hund sich dabei eventuell hochspult oder ob der konzentriert bei der Sache ist!

              ich kann mir schon vorstellen, was mein Wauzi mit mir macht wenn ich mich ins Gras setze. Entweder fängt er an zu Buddeln oder schnüffelt wild am Boden rum. Man merkt, dass er auf draußen rumliegen absolut keinen Bock hat.
              der Hund sollte natürlich keine 10m Radius haben um sich etwas Beschäftigung zu suchen, Kepri hatte eine 2m Leine, kotzlangweilig die Hebelwirkung darf man auch nicht unterschätzen wenn Hund dann doch mal los will...
              wir hatten anfangs eine ganz bestimmte Stelle wo wir angefangen haben, erst als es dort klappte ging ich einen Schritt weiter, immer schön langsam.

              Mit den Hundetreffen sprichst Du ein wirklich heikles Thema an. Viele Hundebesitzer lassen ihren Hund auch auf meinen zupreschen, wenn sich dieser an der Leine befindet. Das ist natürlich alles kontraproduktiv fürs lernen. Was meinst Du denn wie viel Hundekontakt ich "kontrolliert" (also erst sitzen, dann ableinen) erlauben sollte? Ein bisschen Freilauf mit Kollegen müsste ja auch sein, oder?
              Jaja, das alte Lied. Wieviel Freiraum du deinem Hund zugestehen kannst kann ich nicht abschätzen, das musst du lernen, du musst lernen deinen Hund zu lesen, du musst darauf achten wann der Punkt kommt an dem er zu hoch fährt und wenn du diesen Punkt verpasst hast darfst du ihn auch nicht mehr abrufen, das klappt eh nicht und du verbrennst nur das Signal.

              Bist du nur in der Dummygruppe oder besucht ihr auch eine Hundeschule?
              Mit dem rumpligsten Urrumpel, der Tüpfelhyäne und Kepri ganz tief im Herzen
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              • #8
                Huhu, Guten Morgen. Ich werde das mit dem Clicker mal beobachten. So wie ich das jetzt gelesen habe muss ich das Signal ja erst aufbauen mit dem Clicker. Bin gespannt wie er das findet.

                Mein Hund schafft es übrigens auch mit 2m-Leine zu buddeln und Unfug zu machen. Ich müsste ihn dann wahrscheinlich schon beklicken, wenn er es dann mal lässt. Er lässt es zwar wenn ich "NEIN" sage für einen Moment, aber nach ein paar Sekunden geht es dann wieder los.

                Den Punkt mit dem zurückrufen hab ich jetzt sicher einige Male verpasst. Seitdem er mit 3 jungen Labradorhündinnen gelaufen ist, ist er total verrückt wenn er Hunde sieht. Da hab ich vllt auch nen Fehler gemacht. Ich würde ja sehr gerne mit anderen mal das kontrollierte Ableinen und laufen lassen üben, leider haben die meisten keine Lust darauf und andere Vorstellungen von Freilauf/bzw. Weglauf :-)

                Um die Frage nach der Hundeschule zu beantworten:
                Ich war in einer Welpengruppe, die nach Fichtlmeier arbeitete und anschließend hab ich mit dem Junghundekurs dort begonnen. Habe dort aufgehört, weil die Arbeitsweise des Trainers keine Dummyarbeit zuließ. (kurz: Er meinte wir sind hier nicht bei den Retrievern). Danach hab ich dann bei den Retrievern ein Junghundekurs versucht. Selbst die haben meinen Hund belächelt und meinten, dass er eine Herausforderung sei. Tipps hab ich leider kaum bekommen, auch auf nachfragen nicht. Grundsätzlich ist mir aber auch aufgefallen, dass dort kein junger Hund leinenführig war. Das hab ich zumindest langsam im Griff. Und man musste bei 8 Hunden immer sehr lange warten, um dann mal an der Reihe zu sein. Also kamen wir in 1,5 Stunden vielleicht 4mal dran. In der Zwischenzeit war die Warterei nervig, weil Wauzi keinen Nerv hatte. Ich hab dann am Ende entschieden, dass es so nichts bringt.

                Jetzt suche ich immer noch nach einer Hundeschule, die helfen kann. Ich vermute aber, dass Gruppentraining nichts bringt. Mal abgesehen davon, dass er eigentlich alle Kommandos beherrscht. Trotzdem bräuchte ich natürlich auch Hunde um mich rum, die als Übungsfläche dienen.

                Ist nicht ganz so einfach. Bist Du eigentlich jagdlich unterwegs? Hat Dir eine Hundeschule geholfen, oder hast Du es ganz allein durchgezogen?

                Danke noch mal für Deine Hilfe Kepri :-)

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                • #9
                  Zitat von Elfe47 Beitrag anzeigen
                  Huhu, Guten Morgen. Ich werde das mit dem Clicker mal beobachten. So wie ich das jetzt gelesen habe muss ich das Signal ja erst aufbauen mit dem Clicker. Bin gespannt wie er das findet.
                  Ja, den Klicker baut man wie alles zunächst ohne Ablenkung auf.

                  Mein Hund schafft es übrigens auch mit 2m-Leine zu buddeln und Unfug zu machen. Ich müsste ihn dann wahrscheinlich schon beklicken, wenn er es dann mal lässt. Er lässt es zwar wenn ich "NEIN" sage für einen Moment, aber nach ein paar Sekunden geht es dann wieder los.
                  Auch hier: ja, klicker immer nur erwünschtes Verhalten! Timing ist dabei sehr wichtig.
                  Such dir für die Ruhephase einen Ort ohne Ablenkungen, damit dein Hund sich keine Beschäftigung suchen kann eignet sich zB ein leerer Parkplatz, dort stört es auch niemanden wenn dein Hund mal vor Wut bellt.

                  Den Punkt mit dem zurückrufen hab ich jetzt sicher einige Male verpasst. Seitdem er mit 3 jungen Labradorhündinnen gelaufen ist, ist er total verrückt wenn er Hunde sieht. Da hab ich vllt auch nen Fehler gemacht. Ich würde ja sehr gerne mit anderen mal das kontrollierte Ableinen und laufen lassen üben, leider haben die meisten keine Lust darauf und andere Vorstellungen von Freilauf/bzw. Weglauf :-)
                  wenn du ein Signal verbrannt hast, etablier ein neues Signal, versuch nicht das alte verschlissene Signal weiter zu verwenden, du machst es dir nur unnötig schwer.
                  Ich handhabe viele Sachen nach dem Prinzip: "Privilegien werden erarbeitet, tust du etwas für mich bekommst du mehr Freiraum"
                  wird dieser Rahmen zu sehr stapaziert liegt der Fehler meist bei mir, ich war dann einfach nicht genau genug, verfällt Kepri in den Arbeitsmodus muss ich aber auch darauf achten diesen rechtzeitig zu beenden, sie dreht sonst den Spiess um und strickt Verhaltensketten um mich zu manipulieren.

                  Um die Frage nach der Hundeschule zu beantworten:
                  Ich war in einer Welpengruppe, die nach Fichtlmeier arbeitete und anschließend hab ich mit dem Junghundekurs dort begonnen. Habe dort aufgehört, weil die Arbeitsweise des Trainers keine Dummyarbeit zuließ. (kurz: Er meinte wir sind hier nicht bei den Retrievern). Danach hab ich dann bei den Retrievern ein Junghundekurs versucht. Selbst die haben meinen Hund belächelt und meinten, dass er eine Herausforderung sei. Tipps hab ich leider kaum bekommen, auch auf nachfragen nicht. Grundsätzlich ist mir aber auch aufgefallen, dass dort kein junger Hund leinenführig war. Das hab ich zumindest langsam im Griff. Und man musste bei 8 Hunden immer sehr lange warten, um dann mal an der Reihe zu sein. Also kamen wir in 1,5 Stunden vielleicht 4mal dran. In der Zwischenzeit war die Warterei nervig, weil Wauzi keinen Nerv hatte. Ich hab dann am Ende entschieden, dass es so nichts bringt.
                  Ja, solche Hundeplätze wären für mich auch ein Graus, andererseits hätte dein Hund dort eines lernen können:
                  abwarten, Ruhe bis er an der Reihe ist, es dreht sich halt nicht alles um ihn.
                  Stell dir bitte vor du möchtest mit Freundinnen im Sommer an einem Badesee chillen und quatschen, dein Hund kommt mit, der Hund sollte auch mal nebenherlaufen können, sonst schränkst du dich einfach unglaublich ein.

                  Jetzt suche ich immer noch nach einer Hundeschule, die helfen kann. Ich vermute aber, dass Gruppentraining nichts bringt. Mal abgesehen davon, dass er eigentlich alle Kommandos beherrscht. Trotzdem bräuchte ich natürlich auch Hunde um mich rum, die als Übungsfläche dienen.
                  Spricht irgendetwas gegen einen mobilen Hundetrainer? Der arbeitet dort wo Probleme entstehen, er hat einen Kundenkreis und kann andere Hunde gezielt zum Training einsetzten.

                  Wir waren nie auf einem Hundeplatz, ich wusste aber was mich mit Kepri erwartet, ich hatte ab Tag1 einen Hundetrainer der uns 6 Stunden das Rüstzeug an die Hand gab weiterhin mit Kepri zu arbeiten. Kepri und auch Troja sind Vollprofis, für Podencos gibt es in NRW keine Möglichkeit für eine Brauchbarkeitsprüfung, Hetzhunde dürfen in D nicht zur Jagd eingesetzt werden, wir haben aber unseren eigenen Umgang gefunden, wir lesen Spuren von geflüchtetem Wild nach, das heisst nach Sichtung bekommt das Wild einen grossen Vorsprung und wir suchen die Spur nach, wir kriechen durch Unterholz und bewegen uns fernab der Wege, wir machen Nasenarbeit (das mag der Allrounder Podenco meist gern).
                  Zu meinen Konditionen und mit mir zusammen findet man im Wald auch mal einen Rehfuss und darf ihn behalten.
                  Mit dem rumpligsten Urrumpel, der Tüpfelhyäne und Kepri ganz tief im Herzen
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                  Marian Anderson


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                  • #10
                    Huhu Kepri,

                    Stell dir bitte vor du möchtest mit Freundinnen im Sommer an einem Badesee chillen und quatschen, dein Hund kommt mit, der Hund sollte auch mal nebenherlaufen können, sonst schränkst du dich einfach unglaublich ein.

                    Das mist sogar genau so schon vorgekommen. es war einfach ein Graus. Der Hund war nur am Buddeln oder rumspringen. Es war nicht möglich da Ruhe rein zubekommen.

                    Langsam bin ich ratlos. Habe die Welpenschule besucht, eine Junghundegruppe, hab täglich geübt, aber anscheinend ist alles irgendwie falsch gelaufen. Ich hab einen Hund, der eigentlich viele Sachen beherrscht, zumindest bei der Dummyarbeit, aber ansonsten im Alltag Stress bedeutet. Das wollte ich genau so nicht. Ich wollte die Dummyarbeit eigentlich nur machen um den Hund auszulasten.

                    Ich muss jetzt mal überlegen, was ich weiter machen kann. Mit der Schleppleine spazieren gehen um den Radius einzuschränken ist zwar gut und schön, aber er ist so wild, wenn wir auf der Freilaufwiese sind, dass er entweder in die Schleppleine beißt und dann damit durchstartet und mich umreißt oder einwickelt.

                    Ich hab mich jetzt in so einem Retrieverforum angemeldet, vielleicht gibt es da ja noch Tipps.

                    Wie alt sind Deine Wuffis jetzt eigentlich?

                    Viele Grüße

                    Kommentar


                    • #11
                      Aber sag mal, warum eigentlich ein Retriever aus einer Arbeitslinie?
                      Möchtest Du ihn später z.B. jagdlich ausbilden oder war er eigentlich als normaler Familienhund gedacht?

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                      • #12
                        na ja, nun ist er ja schon da …
                        Mein Hund schläft in meinem Bett, weil es in seinem Körbchen spukt.

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                        • #13
                          Zitat von Mackie Beitrag anzeigen
                          na ja, nun ist er ja schon da …
                          Stimmt....

                          Aber ich glaube nicht, dass man solch einen Hund mit Dummyarbeit auslasten kann, nachdem was man so liest über die Arbeitslinie.
                          Da finde ich es eigentlich auch schon "normal" das Dein Hund ständig die Nase unten hat...
                          Also wäre vielleicht wirklich Agility, jagdliche Ausbildung o. Fährtenarbeit bei ihm angebracht...Du hast da ein absolutes Arbeitstier, das körperlich u. geistig ausgelastet werden muss....sonst geht er Dir wirklich über "Tische und Bänke".
                          Zusätzlich steht er auch noch mit seinen 13 mon. "voll im Saft "......
                          Was machen denn die Züchter mit ihren Hunden, wenn er aus einer Arbeitszucht stammt? Dort wirst Du doch wahrscheinlich noch die besten Tipps bekommen oder?

                          Kommentar


                          • #14
                            Zitat von Mackie Beitrag anzeigen
                            na ja, nun ist er ja schon da …
                            Das Totschlagargument
                            Mit dem rumpligsten Urrumpel, der Tüpfelhyäne und Kepri ganz tief im Herzen
                            ------------------------------------------------------------------------------------

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                            Marian Anderson


                            http://kepri.jimdo.com/

                            Kommentar


                            • #15
                              Zitat von Landseer Beitrag anzeigen
                              Stimmt....

                              Aber ich glaube nicht, dass man solch einen Hund mit Dummyarbeit auslasten kann, nachdem was man so liest über die Arbeitslinie.
                              Da finde ich es eigentlich auch schon "normal" das Dein Hund ständig die Nase unten hat...
                              Also wäre vielleicht wirklich Agility, jagdliche Ausbildung o. Fährtenarbeit bei ihm angebracht...Du hast da ein absolutes Arbeitstier, das körperlich u. geistig ausgelastet werden muss....sonst geht er Dir wirklich über "Tische und Bänke".
                              Zusätzlich steht er auch noch mit seinen 13 mon. "voll im Saft "......
                              Was machen denn die Züchter mit ihren Hunden, wenn er aus einer Arbeitszucht stammt? Dort wirst Du doch wahrscheinlich noch die besten Tipps bekommen oder?
                              Also, grundsätzlich sollte es ein Hund sein, der auch sportlich ist. Dass er jetzt allerings so sportlich ist konnte ich nicht ahnen. Bei meinem Hund handelt es sich um eine amerikanische/kanadische Arbeitslinie und ich habe erst im nachhinein erfahren, dass die noch "triebiger" sind als die anderen Arbeitslinien.

                              Um zu dem Thema Dummyarbeit zu kommen, so ist es schon so, dass der Hund damit ausgelastet werden kann. Denn die Dummyarbeizt ist der Jagd nachempfunden. Man arbeitet hier nur mit einem Dummy statt mit einem echten Tier. Wenn hier also die ganzen Sachen der Retrieverarbeit inkl. Schleppenarbeit und Nachsuchen/ Verlorensuche eingesetzt wird, kann der Hund damit schon augelastet werden. Allerdings bin ich gerade der Meinung, dass mein Hund erstmal Ruhe lernen sollte, was übrigens alle Retriever manchmal erst lernen müssen.

                              Zu Agility kann ich leider nichts sagen. Finde ich auch spannend, wäre vielleicht auch ein interessante Möglichkeit. Werd mich da mal umschauen, ...

                              Bei den Züchtern ist es so, dass die solche Themen eher entspannt angehen. Deren Hunde haben ja tagtäglich den Umgang untereinander und sind von dem her schon ausgelastet. Die haben ja meistens mehrere Hunde und picken sich abwechslend einen raus mit dem dann mal was erarbeitet wird.

                              Wenn mich jetzt jemand fragen würde, der sich eine Arbeitslinie anschaffen will, würde ich das sicher auch nur empfehlen, wenn der Wille da ist mit dem Hund irgendwelche sportlichen Aufgaben anzugehen.

                              Aber es gibt auch innerhalb der Rassen und Linien deutliche Charakterunterschiede. Ich kenne auch Hunde aus Arbeitslinien, die sind sehr entspannt. Und der Magayar Viszla z.B. ist ja auch ein Jagdbegleiter, da hab ich bisher viele umgängliche Hunde kennengelernt, aber auch schon das Gegenteil erfahren.

                              Sicher kann man die ganze Tragweite der Hundeanschaffung bis zur Hunderziehung erst im Ganzen erfassen, wenn man schon sehr tief drin ist und seine eigenen Eindrücke mit Hund sammelt. So kann z.B. auch ein Landseer zum unbändigen Alltagsquerulanten werden, wenn er in den falschen Händen ist.

                              Aber abschließend muss ich zustimmen, dass ein Retriever aus der Arbeitslinie, egal ob Labrador oder Golden, kein idealer "Familienhund" ist.

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