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Ab wann kann ein Welpe was (lernen)?

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  • Ab wann kann ein Welpe was (lernen)?

    Ab wann kann man mit einem Welpen was üben?

    Was kann man von einem Junghund erwarten, was wäre zu viel verlangt?

    Vielleicht kann ja jemand Welpenerfahrenes (jacqui?! ) eine Art "Stundenplan" erstellen und wir diskutieren drüber..

    Fände ich interessant!

  • #2
    Oh ja gute Idee! (dann kann ich ja ein bisschen angeben Nero war echt ein richtiger Streber)

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    • #3
      Hallo,
      Welpenerfahrung wäre zuviel gesagt. Werde trotzdem antworten.
      Als ich Mina (mein erster Hund) damals bekommen habe, begann ich mit ihrer Erziehung am zweiten Tag. Sie war 9 Wochen alt.
      Das Konzept war aus einem Buch und hat für sie damals sehr gut funktioniert, weil die Erziehung quasi nebenher stattfand (Instrumentell). Sie hat sehr schnell verknüpft, war allerdings auch kein sehr exploratives Welpe.
      MfG Michaela und der Revoluzzerkobold

      "Imagination, rather than mere intelligence, is the truly human quality."
      Terry Pratchett

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      • #4
        sarah, dann erzähl du doch mal!

        timi, auf welches Buch hast du dich gestützt?
        Wie sah euer Training aus?

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        • #5
          Na, ein Welpe lernt sobald er aus dem Mutterleib raus ist.

          Und besonders viel in der Prägephase. Da wird dann das Fischernetz im Hirn gespannt. Also die ganzen Verknüpfungen und Leitungen angelegt. Je mehr desto besser.

          Natürlich lernt der Hund auch danach weiter, trotzdem ist diese Phase der Entwicklung sehr wichtig.

          Sobald der Welpe einzieht, sollte man mit dem Training anfangen. Wichtig ist, dass man immer nur in ganz kurzen Einheiten trainiert. Eher so spielerisch nebenher. Besonders einfach ist es, wenn man mal darauf achtet, was der Hund von sich aus anbietet. Naya hat z.B. immer gerne was getragen und wir haben dann sofort mit "nimm" verknüpft.
          Der eigene Hund macht keinen Lärm, er bellt nur.

          Tucholsky

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          • #6
            Also ich schreib mal auf wie das bei uns war. Dann könnt ihr schön über meine Erziehungsfehler diskutieren

            1 Woche

            Das Wort "Nein" als abbruchsignal. Mit einem leisen Knurren als Unterstützungssignal verstand Nero schnell.
            Stubenreinheit, halt immer wieder Rausgehen und Leckerlie wenn er sein Geschäft gemacht hat. Pipi in der Wohnung wortlos entfernen. Hat sehr lange gedauert bei ihm 2 Monate(im Januar um 3 Uhr Nachts raus, tolle Zeit...)

            Seinen Namen positiv mit Futter verbinden wenn er daraufhin folgt oder kommt.

            Futter gabs die ersten 1,5 Monate nur aus der Hand, auch Nassfutter was ein bisschen ekelig war, aber was macht man nicht alles. (Bindung stärken)

            2Woche

            Im Wald Gassi gehen mit Schleppleine damit kein zug auf der Leine war und er gleich lernt das zug unangenehm ist.

            Lernen das Menschen Leckerlis wegnehmen dürfen, knurrte er gab es ein Nein und zu Boden drücken (an das Verhalten der Mutter angelehnt)
            Den Knochen nach eingehender "Untersuchung" zurückgeben, damit er weis das wir keine Futterkonkurenten sind. Nur das wir das "Alpharecht" auf Kauknochen und Spielzeug haben.

            Und Sitz

            ca.3Woche

            Platz
            Auf Zuruf kommen mit leckerlie verstärkung

            Nero hat angefangen zu Apportieren (hab ich natürlich unterstüzt war Stolz wie Bolle!)

            Das langt erstmal.

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            • #7
              Zitat von Doggystyle Beitrag anzeigen
              timi, auf welches Buch hast du dich gestützt?
              Wie sah euer Training aus?
              War mir nicht sicher ob ich es reinschreiben darf.
              Es heisst"Hundeerziehung 2000" und ist von Dr. Roger Mugford.
              Sein Programm beginnt in der siebten Woche aber wie gesagt ich habe erst mit neun Wochen, zuhause angefangen. Vorher war sie im Tierheim und ich durfte sie einmaldie Woche besuchen, da habe ich lieber gespielt.
              Also im Grunde war es ganz leicht, jedesmal wenn sie sich hinsetzte, hinlegte oder zu mir kam sagte ich das entsprechende Kommando und sie verknüpfte. Sitz dauerte 1 Tag, Platz allerdings verlässlich ca. 1 Woche. Sogar Fuß lernte sie innerhalb des ersten Monats.
              Das schöne an diesem Konzept war,dass es ohne körperliche Einwirkungen bzw. Manipulation ging. Ist 15 Jahre her "damals" haben die Hundeschulen hier noch mit runterdrücken und Beine wegziehen gearbeitet.
              Zuletzt geändert von timi2305; 09.04.2012, 20:44. Grund: Loben vergessen! Hab ich mit Stimme und Spiel:)
              MfG Michaela und der Revoluzzerkobold

              "Imagination, rather than mere intelligence, is the truly human quality."
              Terry Pratchett

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              • #8
                Oh ja und meinem Freund hab ich nebenbei beigebracht wie er 4 Oktaven höher "Supi, supi, supi!" und "Hast du Fein Gemacht, fein, fein, fein!" sagt

                Männer müssen sich da ja ein bisschen durchringen...

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                • #9
                  Die ersten paar Tage durfte Naya sozusagen ankommen, da gab es nicht so viel Trubel und Garten war angesagt.

                  Ich habe unten bei ihr geschlafen, allerdings länger als eine Woche. Halt so lange, wie sie es gebraucht hat.

                  Sitz, Platz, Komm - habe ich alles sofort angefangen.

                  Ich habe bei jedem Essen machen und das waren ja vier Mahlzeiten am Tag gepfiffen und wenn sie Essen durfte auch, damit sie den Pfiff schön verknüpft.

                  Danach haben wir auch kleine Spaziergänge unternommen und ich habe sie grundsätzlich überall hin mit genommen, damit sie alles kennen lernt.
                  Spazieren gehen immer ohne Leine, es sei denn es musste sein, wenn wir mal an die Straße gegangen sind, damit sie sich an die Autos gewöhnt. Sie ist immer in meinen Hacken gelaufen und ich habe das Schnalzen als Aufmerksamkeitssignal eingeführt.

                  Außerdem habe ich mich ganz oft hingehockt, ohne sie zu rufen und wenn sie dann kam, dann gab es große Freude, Spiel, Spaß, Leckerchen - immer was anderes und immer toll. So funktioniert unser Abruf auch heute noch gut.

                  Nimm und nein kamen auch ganz schnell.

                  Sachen wegnehmen, besseres geben, aus lernen, das kam alles ganz schnell dazu. Immer mal wieder so nebenher.

                  Aus der Hand füttern habe ich nie gemacht. Geknurrt oder runter gedrückt auch nicht. Ich arbeite nur mit "nein" - wenn es ganz hart kommt, dann mit "nein" und Körpersprache: also auf sie zugehen, leicht über sie beugen, groß machen.....
                  Das reicht bei ihr völlig.

                  Ich habe immer fast ausschließlich positiv gearbeitet.

                  Und bestimmte Sachen habe ich einfach von Anfang an ganz konsequent gemacht. Wenn sie an der Leine ging, dann durfte nicht gezogen werden. Ich bin sofort stehengeblieben, von Anfang an ging es ziehend keinen Schritt vorwärts.

                  Und trotzdem gibt es ein paar Sachen, die würde ich jetzt anders machen. Z.B. würde ich mehr mit Auflösesignalen arbeiten und nicht mehr mit "warte".
                  Der eigene Hund macht keinen Lärm, er bellt nur.

                  Tucholsky

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                  • #10
                    Gerne bin ich für Fragen offen, nur wirst du von mir keine "gescheite" Antwort bekommen.
                    Was nicht böse gemeint ist.
                    Du bist eine kluge junge Frau mit Herz, Verstand und Bauchgefühl die weiss was pauschal machbar ist.
                    Die Frage ist nur was wenn der Hund nicht so mitspiel man es gerne möchtest.
                    Ich hätte zum Beispeil mit Ronja mehr in Bezug auf Menschen und Therapiehund hin gearbeitet.
                    Dann war es aber doch oberstes Gebot ihr das Händeblutigschnappen ab zu gewöhnen.


                    Ich habe vor kurzen durch ein Gespräch zum wiederholten male mitbekommen wie sich Hundebesitzer schon fast schlecht reden - vor selbst auf erlegten Leistungsdruck und Erwartungdruck gegenüber dem Hunde: Daher mein Appel an zukünftige Hundebesitzer: Nicht verrückt machen.
                    Ich hoffe du weisst was ich meine.
                    Generelle Hilfestellungen immer gerne, dann wären mir konkrete Fragen lieber.
                    Unterwegs mit den borderline Dogs
                    UO ist harte Arbeit und keine Erziehung

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                    • #11
                      Ach doch noch was von meiner Seite:
                      Eigentlich muss ein Hund nur lernen, dass du ein wirklicher Sozialpartner bist und dass er bei dir in der Nähe bleibt wenn es gewünscht wird.
                      Mehr braucht es nicht.
                      Viele sind immer verwundert, dass meine Hunde nicht tausend tricks können.
                      Unterwegs mit den borderline Dogs
                      UO ist harte Arbeit und keine Erziehung

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                      • #12
                        Ich glaube die Erziehung muss abgestimmt sein auf den Charakter des Hundes.
                        Nero ist ein echter Draufgänger gewesen, ein richtiger Rebell. Er hat sehr stark versucht sich durchzusetzten. Das ich ihn Körperlich gemaßregelt habe hat ihm auf jeden Fall nicht geschadet. Er ist halt nicht sehr sensibel (vielleicht wegen dem Terrier in seinem Blut). Ich bin mir fast sicher wenn er sehr verhätschelt worden wäre und ohne Regeln aufgewachsen wäre, würde er heute so ein Hund sein der niemanden auf "sein" Sofa und "sein" Bett lassen.

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                        • #13
                          Ich weiß noch, dass sie etwas ängstlich war und ich mir oft anhören musste, dass sie dadurch muss. Ich habe es trotzdem falsch gemacht und sie hoch genommen, wenn ich das Gefühl hatte sie kann nicht mehr. Mir war wichtig verlässlich zu sein, klingt übertrieben aber sie hat sich ihr ganzes Leben auf mich verlassen und war ein super Begleithund. Beziehungsarbeit und Vertrauen sollte nicht vergessen werden.
                          Zuletzt geändert von timi2305; 09.04.2012, 21:15. Grund: Buchstabe vergessen
                          MfG Michaela und der Revoluzzerkobold

                          "Imagination, rather than mere intelligence, is the truly human quality."
                          Terry Pratchett

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                          • #14
                            Finde ich gut! Auf jeden Fall sehr wichtig!
                            Nero(9Kg) war zwar nie der Typ der Schutz suchte (eher die anderen Hunde)
                            Aber warum nicht schutz und sicherheit bieten als Sozialpartner!

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                            • #15
                              Du kannst ganz viele Erziehungsfehler gut wieder wegkriegen, aber was mit keinem Geld der Welt zu bezahlen ist, dass ist eine gute Bindung des Hundes an seine Menschen und damit eine gute Sozialisation.

                              Ich bin nicht umsonst bei Varghonas Satz so "ausgeflippt" ...jetzt kann ich ihn endlich mal wieder von seinem Parkplatz holen

                              Für mich war das, nämlich Lani zu zeigen, dass sie bei mir sicher ist, dass ich "die Dinge" für sie und für uns regele, dass sie sich auf mich verlassen kann, das A und O; das wollte ich ihr von Anfang an vermitteln.

                              T´ürlich hab´ ich auch "sitz" gesagt und/oder meinen Zeigefinger in die Luft gehalten, wenn Lani sich von sich aus hingesetzt hat... aber alle diese Dinge, so was wie sitz, platz, steh, bleib..., die lernt ein Welpe doch meist sowieso sehr, sehr schnell - und noch viel schneller, wenn er sich sicher fühlt und verstanden, da wo er "gelandet" ist...

                              Aber in erster Linie hab´ ich versucht, mich auf Lani einzulassen und zu gucken, was dieses kleine Kooiker-Individuum braucht, um sich gut in ihrem Leben als meine Begleiterin zurechtzufinden.

                              Ich hab´ Lani ganz langsam - sie gab´ mit ihren Reaktionen das Tempo vor - von Anfang an daran geführt, unsere jetzigen Alltagssituationen kennenzulernen:
                              Bahn, U-Bahn, Bus und Auto fahren, Geräusche aller Art kennenzulernen, viele Menschen zu erleben...
                              Es heißt von dieser Rasse oft, die seien "sensibel"... Geräusch-empfindlich und schreckhaft... - nö! Lani ist das nicht, entweder schlägt sie aus der Art, oder bei ihr ist in ihrer Präge- und Sozialisierungs-Phase einfach ziemlich viel gut gelaufen.

                              Und ich hab´ versucht immer drauf zu achten, dass sie mit Freude und entspannt bei dem ist, was wir machen und was um sie rum passiert.
                              Und ich glaube damit hab´ ich´s hingekriegt eine gutes "Lern-Fundament" zu schaffen, denn auch wenn - natürlich - die Welpenzeit unglaublich wichtig ist, das Lernen-wollen und -können geht ja weiter...
                              Wenn wir behaupten, der beste Freund unseres Hundes zu sein, müssen wir die Art von Freund sein, den wir selbst gern hätten.
                              (Suzanne Clothier)

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