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Runter vom Sofa Beschäftigung bei schlechtem Wetter

Kirsten Wolf 14.04.2016

Ungemütliches Schmuddelwetter lädt nicht unbedingt zu ausgedehnten Spaziergängen ein. Verlegen Sie kleine Trainingseinheiten und das Spielprogramm daher doch einfach ins Haus. Wie wäre es zum Beispiel, wenn Sie Ihrem Hund beibringen, sein Spielzeug selbst aufzuräumen? Oder Sie frischen erlernte Kommandos auf, bieten Ihrem Liebling eine wohltuende Massage an oder fordern ihn mit Stuben-Agility.

Massage für den Hund

Ihr Hund mag Zärtlichkeit? Dann bieten Sie ihm doch eine gekonnte Massage an! Ängstliche Hunde haben nicht selten eine verspannte Nacken- und Rückenmuskulatur, weil sie einfach nicht lockerlassen können. Auch Vierbeiner, die Probleme mit dem Bewegungsapparat haben, können eine wohldosierte und gekonnte Massage gut gebrauchen. In solchen schon therapeutischen Fällen sollten Sie sich die richtigen Griffe am besten von einer Tier-Physiotherapeutin zeigen lassen. Für normale Schmuser drei Hundemassagegriffe zum Ausprobieren:

Kuscheln ist schön - Massage ist gesund: Mit den richtigen Griffen entspannen Sie nervöse Vierbeiner.
Kuscheln ist schön - Massage ist gesund: Mit den richtigen Griffen entspannen Sie nervöse Vierbeiner. © Illustration: Uli Knörzer

Ausstreichen:

Ihr Hund liegt auf der Seite, seine Läufe zeigen in Ihre Richtung! Streichen Sie großflächig mit beiden Händen sanft über den ganzen Körper, vom Nacken bis zu den Gliedmaßen. Im Bereich der Schulter und am Oberschenkel lassen Sie die Hände etwas länger verweilen (dort liegen große Muskelflächen). Wichtig: Die Hände immer nur auf der Muskulatur bewegen, nie auf Knochenvorsprüngen wie Beckenknochen oder Schultergelenk. Wärme fördert die Muskelentspannung: Versuchen Sie das Ganze mit einem leicht erwärmten Kirschkernkissen (den Hund vorher daran schnuppern lassen). 



S-Rollung:

Nehmen Sie die obere dicke Hautschicht im Nackenbereich des Hundes mit beiden Händen zwischen Daumen und Finger. Bewegen Sie die Hände vorsichtig in S-Form gegeneinander in Richtung Rute, rollen Sie rechts und links der Wirbelsäule entlang (keinesfalls direkt darauf). Auf diese Weise lassen sich Verklebungen in den oberen Hautschichten lösen. 



Zirkelung:

Massieren Sie mit dem Handballen die Muskulatur am Oberschenkel und am Oberarm des Hundes, das wirkt entkrampfend. Dabei sensibel nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig Druck ausüben.

Kleines Massage-Einmaleins:

1.    Nicht in die Seitenlage zwingen, sondern eine gute Gelegenheit abwarten oder mit einem Leckerli in diese Position „verführen“.
2.    Vorsichtig starten, bei Anzeichen von Unwohlsein Druck mildern oder aufhören.
3.    Für den Seitenwechsel den Hund nie über die Wirbelsäule drehen. Richtig: aufstehen lassen und zur anderen Seite ablegen.
4.    Steigern Sie das Pensum langsam. Anfangs sind ein, zwei Minuten genug, je nachdem, wie überrascht Ihr Hund auf diese neue Art der Zuwendung reagiert.

Gut vorbereitet: Tierarzt-Spiele nehmen die Angst vor Behandlungen.
Gut vorbereitet: Tierarzt-Spiele nehmen die Angst vor Behandlungen. © Illustration: Uli Knörzer

Erste Hilfe trainieren

Selbstverständlich hoffen wir alle, dass unserem besten Freund nie etwas passiert. Wenn es doch zum kleineren oder größeren Unfall kommt, sollten wir vorbereitet sein, um beispielsweise einen verunfallten Hund auf einer Decke oder Jacke sicher transportieren und vielleicht ins Auto heben zu können. Wie verbindet man eine verletzte Pfote? Wie entfernt man einen Fremdkörper aus Auge oder Rachen? Wie schient man einen Bruch? Schlechtes Wetter ist bestes Wetter, um Erste-Hilfe-Handgriffe zu üben.

So geht’s:

Prüfen Sie, ob sich Ihr Hund überall entspannt anfassen lässt, das ist für den Notfall wichtig. Heben Sie die Pfoten an, schauen Sie ihm ins Maul, in die Ohren, untersuchen Sie seine Augen. Üben Sie auch die Seitenlage mit Ihrem Hund. Wenn Sie alles ruhig ausführen, seine Geduld mit Lob und Leckerlis versüßen und nie zu lange aufs Stillhalten beharren, dann stärken Sie durch die gegenseitige Nähe und Berührung auch die Bindung. Untersuchungen zu Hause nehmen dem Hund auch die Angst vor der Kontrolle durch den Tierarzt.

Kreativ: Bild gestalten mit Hundepfoten

Wenn Ihr Hund ans Spielen mit Kindern gewöhnt ist (und Sie die Zeit haben dabeizubleiben), verwandeln Sie den Spielkeller oder das Kinderzimmer in ein Kreativatelier und rollen darin große Bahnen aus festem Papier aus. Alternativ können Sie auch eine mit weißer Farbe grundierte Sperrholzplatte auf den Boden legen. 

Stellen Sie eine Schale Wasser bereit und benetzen Sie die Pfoten Ihres Hundes vorsichtig mit Wasser. Lassen Sie Ihren Hund nun vorsichtig über Papier oder Platte laufen.

Die feuchten Spuren, die Ihr Schützling darauf hinterlässt, können Sie nun mit Acrylfarbe nachmalen. Sollte es schwierig sein, seine feuchten Abdrücke zu erkennen, können Sie die Pfoten auch mit Hautcreme oder wenig (!) wasserlöslicher Fingermalfarbe bestreichen. Anschließend dürfen die Kinder mit ihren bunt bemalten Füßen das Dog-Design verzieren. Ein kreativer Spaß für alles, was Beine hat.

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