DOGS Logo Europas grösstes Hundemagazin

In Bewegung bleiben Welcher Sport passt zu mir und meinem Hund?

Jesko Wilke 14.04.2016

Ein Hobby muss her? Bei diesen 12 Sportarten sind Hund und Mensch als Team gefordert. Finden Sie jetzt heraus, welcher Sport am besten zu Ihnen und Ihrem Vierbeiner passt!

Schnelligkeit & Ausdauer

Für Teams, die lossprinten, Ausdauer zeigen und die Kräfte messen wollen. Hier steht der Spaß an der Bewegung und am Wettbewerb im Mittelpunkt.

Agility ist geeignet für wendige und gesunde Hunde aller Rassen und Größen.
Agility ist geeignet für wendige und gesunde Hunde aller Rassen und Größen. Mindestalter des Hundes: zwölf Monate. Der Hundeführer sollte Spaß an Bewegung haben und physisch fit sein. © Getty Images/Apple Tree House

Agility

Die Sportart wurde in Großbritannien erfunden und erstmalig 1978 gezeigt. Agility hat sich seither zu einer der beliebtesten Hundesportaktivitäten weltweit entwickelt. Der Hund wird durch einen Parcours von bis zu zwanzig unterschiedlichen Hindernissen geleitet.

Schwierigkeitsgrad:

Agility erfordert einen guten Grundgehorsam des Hundes. Außerdem werden den Teams großes Geschick und gute Nerven abverlangt. Disziplin erfordern die sogenannten Kontaktzonen, die der Hund berühren muss und im Eifer des Wettbewerbs nicht überspringen darf. Auch beim Slalomlaufen kann es dabei leicht zu Fehlern kommen.

Das braucht man:

Die meisten Hundevereine verfügen über die Grundausstattung eines Agilityparcours. Einfache Trainingssets für den heimischen Garten gibt es ab etwa 50 Euro im Handel.

Kosten:

Als Mitglied in einem Hundeverein zwischen 150 und 250 Euro pro Jahr.

Meisterschaften:

Die großen Hundeverbände wie VDH, DVG und FCI richten nationale und internationale Meisterschaften aus, Infos unter www.vdh.de.

Spielfreude und ein moderater Beutetrieb sind beste Voraussetzungen für Discdogging. Je größer der Hund, desto weniger Sprünge sollte man einbauen, um die Gelenke zu schonen.
Spielfreude und ein moderater Beutetrieb sind beste Voraussetzungen für Discdogging. Je größer der Hund, desto weniger Sprünge sollte man einbauen, um die Gelenke zu schonen. © imago/Sportsword

Discdogging

Beim Frisbeesport mit Hund wird zwischen den Disziplinen Freestyle und Distance unterschieden. Freestyle: Die Teams zeigen eine 1,5- bis 2-minütige Kür, bei der vor allem Kreativität gefragt ist. Distance oder MiniDistance: In der vorgegebenen Zeit müssen möglichst viele gefangene Würfe erzielt werden.

Schwierigkeitsgrad:

Mensch und Hund wird Kondition, Koordination und Schnelligkeit abverlangt. Zweibeiner sollten über eine sichere Wurftechnik verfügen. Figuren wie die sogenannten Vaults, bei denen der Hund vom Körper des Menschen abspringt, um die Frisbeescheibe zu fangen, erfordern vom Team Geschick und die Bereitschaft zu kontinuierlichem Training.

Das braucht man:

Spezielle Hundefrisbees, die weder brechen noch splittern. Als Übungsgelände sind Parks und Wiesen mit ebenem Untergrund geeignet.

Kosten:

Hundefrisbeescheiben gibt es ab etwa 5 Euro. Kurse werden ab 15 Euro pro Stunde angeboten.

Meisterschaften:

In Deutschland finden Turniere verschiedener Veranstalter statt, etwa die Turnierserie Disc-Dog-Challenge, Infos: www.discdogchallenge.de.

Flyball eignet sich für gesunde Hunde aller Größen.
Flyball eignet sich für gesunde Hunde aller Größen. Zweibeiner sollten Teamfähigkeit und Spaß am sportlichen Wettkampf mitbringen. © J.-L. Klein & M.-L. Hubert/juniors/wildlife

Flyball

Je vier Mensch-Hund-Teams bilden bei diesem Wettkampfsport eine Mannschaft. Immer zwei Mannschaften treten auf parallel verlaufenden Bahnen gegeneinander an. Die Teams lösen einander wie bei einem Staffellauf. Jeder Hund muss zunächst vier Hürden überspringen, den Auslöser an der Flyballbox betätigen und dann den so gelösten Ball fangen. Damit rennt er den Weg über die Hürden zurück zur Start- und Ziellinie, worauf das nächste Team startet.

Schwierigkeitsgrad:

Beim Flyball sind Apportierfreude und Schnelligkeit des Hundes gefragt. Zweibeinern kommt neben Konzentration und gutem Timing eher die Rolle eines Coaches zu.

Das braucht man:

Als Mannschaftssport lässt sich Flyball am besten mit Gleichgesinnten in einem Verein betreiben, der über das nötige Equipment für den Parcours verfügt.

Kosten:

Im Rahmen einer Vereinsmitgliedschaft sind zwischen 150 und 250 Euro pro Jahr zu veranschlagen.

Meisterschaften:

Der VDH richtet Deutsche Meisterschaften im Flyball aus, Infos unter www.vdh.de.

Bike-Jöring past zu bewegungsfreudigen, ausdauernden Menschen und Hunde.
Bike-Jöring past zu bewegungsfreudigen, ausdauernden Menschen und Hunde. Die Zweibeiner sollten sich auf dem Rad sicher fühlen. © imageBROKER/Stefan Wackerhagen

Bike-Jöring

Diese Variante aus dem Zughundesport ist gut für Einsteiger geeignet. Der Hund ist durch eine Zugleine mit integriertem Ruckdämpfer an einem Fahrrad befestigt. Der Radfahrer wird ebenfalls aktiv, er tritt in die Pedale, lässt sich also nicht bloß ziehen.

Schwierigkeitsgrad:

Dieser dynamische Sport stellt hohe körperliche und geistige Anforderungen an Mensch und Hund. Beim Fahrer ist zudem eine gute Reaktionsfähigkeit gefragt, um Kollisionen mit dem Hund zu vermeiden. Da man die Hunde durch Mittreten kann, ist Bike-Jöring auch für kleinere Rasse- und Mischlingshunde geeignet.

Das braucht man:

Jedes geländegängige Fahrrad kann zum Hundezuggerät umgerüstet werden. Wichtig dabei: Die Bremsen müssen sehr gut funktionieren, und der Fahrer sollte einen Helm tragen.

Kosten:

Für Abstandhalter, Zugleine mit Gummikupplung und Zuggeschirr etwa 100 bis 150 Euro.

Meisterschaften:

Es gibt Wettbewerbe lokaler Organisatoren, etwa beim Schlittenhunderennen in Bielefeld-Senne: www.schlittenhunderennen-senne.de.

Beitrag verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Zum Seitenanfang
Sie verwenden einen sehr alten Browser. Um diese Website in vollem Umfang nutzen zu können, installieren Sie bitte einen aktuellen Browser. X