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Wandertouren Die Wildnis beginnt hinter dem Haus

Johann Esser 20.04.2016

Endlich Auslauf, endlich auf Augenhöhe mit Wald und Wiese. Unsere Top Ten der besten Wanderwege durch die Landschaft – vor allem mit Hund.

Elbsandsteingebirge

Bizarre Felsformationen, verschlungene Pfade, verwunschene Höhlen: Fragt man viel gereiste Wanderer nach dem besten Outback Deutschlands, wird das Elbsandsteingebirge wärmstens ans Herz gelegt. Ein Genuss auch für den Hund: In kühlen, feuchten Schluchten stromern wir durch dunkle Fichtenwälder, an den Hängen und auf den Höhen wachsen Birken und Kiefern, auf basaltischem Gestein Buchen und Ahornbäume. Man findet seltene Kräuter und 26 Farnarten, schnuppert Spuren von Rot- und Rehwild, von Wildschweinen oder Gamswild, sieht mit Glück Uhus, Wanderfalken, Schwarzstörche oder Kolkraben. Es scheint, als feiere die Natur ihr Fest! Wer aufbricht, dieses Gesamtkunstwerk auf insgesamt 1200 Kilometer Wegenetz zu entdecken, startet am besten in Hohnstein. Direkt unterhalb der Burg aus dem Jahr 1353 findet sich eine grüne Markierung, die den schmalen Pfad Richtung Gautschgrotte anzeigt. Zehn bis zwanzig Meter hohe, überhängende Felswände rahmen die Grotte – spektakulär zu jeder Jahreszeit, auch im Winter, wenn aus dem herabtropfenden Wasser ein gewaltiger Eiszapfen entsteht.

Es scheint, als feiere die Natur ihr Fest!

Schon im 18. Jahrhundert kamen Romantiker und Künstler in die Sächsische Schweiz, wie der deutsche Teil des Elbsandsteingebirges südöstlich von Dresden beiderseits der Elbe heißt. Hier malten sie die bis zu 723 Meter in den Himmel ragenden Sandsteine in Öl oder Aquarell, in immer neuen zarten Farben, ganz wie das Licht der Sonne die Landschaft färbt. Der Hundehalter von heute sollte auch auf sein Tier achten: Im Polenztal, diesem Reich an üppiger Flora und Fauna, schreibt man Leinennutzung vor. „Nicht angeleinte Hunde wurden schon tagelang in unwegsamem Gelände gesucht oder sind in Tschechien wieder 
aufgetaucht“, weiß der Nationalparkrevierleiter Ralf Schaller. Eine Pause und gute Stärkung bei grandioser Aussicht gibt es in der „Brand-Baude“, hoch über dem Polenztal. Für den Rückweg über die Brandstraße folgt man der blauen Markierung oder verlängert seine Hunderunde auf die Napoleonschanze kurz vor Hohnstein. Weniger steil geht es um den Lilienstein: weite Elbwiesen, auf denen gut erzo­gene Hunde auch ohne Leine laufen und in der Elbe baden können.

Wer des Wanderns nicht müde wird, sollte den Uttewalder Grund und seine Umgebung erkunden. Vom kleinen Städtchen Wehlen, von dessen Marktplatz ein Weg direkt in einen offiziellen Wanderweg übergeht, läuft man durch den Wehlener und später den Uttewalder­ Grund bis hin zum geheimnisvollen Teufelsgrund. Die Strecke ist superleicht und auch mit kleinen Kindern oder als gemütlicher Nachmittagsspaziergang in wenigen Stunden passierbar. Der Hund schafft das allemal mit links! Es sei denn, er verausgabt sich bei der Spurensuche.

SCHLAFEN

Hotel „Weißer Hirsch“, DZ ab 79 Euro, kleine Hunde 5 Euro, große Hunde 10 Euro,
www.ran-an-die-bastei.de

Gasthaus Polenztal, hervorragende regionale Küche, DZ ab  40 Euro, Hunde 10 Euro, www.polenztal.de

SCHLEMMEN

Brand-Baude, Bergwirtschaft und Herberge hoch über dem Polenztal, spektakuläre Aussicht, www.brand-baude.de

WICHTIG ZU WISSEN

Ein Teil des Schwarzwilds ist mit der  Aujeszkyschen Krankheit infiziert, Hunde besser anleinen!

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