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Wandertouren Die Wildnis beginnt hinter dem Haus

Johann Esser 20.04.2016

Endlich Auslauf, endlich auf Augenhöhe mit Wald und Wiese. Unsere Top Ten der besten Wanderwege durch die Landschaft – vor allem mit Hund.

Bayerischer Wald

Im Gegensatz zu den meisten anderen Nationalparks sind Hunde im Bayerischen Wald auch unangeleint gern gesehene Gäste, vorausgesetzt sie bleiben auf den vorgeschriebenen Wegen. „Mit Ausnahme der Besucherzentren gibt es keine grundsätzliche Leinenpflicht im Nationalpark. Wir empfehlen Besuchern dennoch, die Hunde anzuleinen. Es gibt seltene Auerhähne, die scheu sind und sehr empfindlich auf Hunde im Unterholz reagieren“, weiß Manuel Köppl vom Nationalpark Bayerischer Wald. Platz für Auslauf findet sich auch anderswo: Der erste Nationalpark Deutschlands, gegründet 1970, umfasst ein Gebiet von gut 24 000 Hektar. Auf mehr als fünfhundert Kilometern durchkreuzen markierte Wanderwege die Wildnis, überqueren Bergbäche, passieren Wälder und führen hinauf zu luftigen Gipfeln. König des Bayerischen Walds ist der Große Arber, mit 1456 Metern der höchste Berg des bayerisch-böhmischen Grenzgebirges.

Hundeparadies Gut Feuerschwendt © pfotenfotografie.at

Für Wanderungen mit Hund eignen sich vor allem die Routen in den vorgelagerten Randbereichen der drei großen Hausberge Lusen, Falkenstein und Rachel oder die Nationalparkzentren und das Tierfreigelände. Achten Sie auf die ausgezeichneten Hunderundwege. Lust auf Urwald? Manuel Köppl empfiehlt Hundehaltern die Wandertour von der Racheldiensthütte (875 m) hinauf zum Rachelsee (1071 m) am Fuß des Großen Rachel. Er ist der stillste Bayerwaldsee und kann nur auf Fußwegen erreicht werden, was viel Ruhe und Zeit zum Innehalten verspricht. Seit der Einrichtung des Naturschutzgebiets durfte hier kein Baum mehr gefällt werden, wodurch ein urwaldartiger Bergfichtenwald entstand, der nur auf einem Urwaldlehrpfad durchquert werden darf. Wer höher hinaus will, führt sein Tier auf dem Wanderweg namens Auerhahn zur vielfach niedergebrannten und wieder aufgebauten Rachelkapelle. Sie liegt 1212 Meter über dem Meeresspiegel auf einem Felsvorsprung oberhalb des Rachelsees.

Ende des 19. Jahrhunderts, als ein königlich-bayerischer Forst­beamter bei dichtem Nebel am Rachel unterwegs war, scheute sein Pferd, so die Sage, und wollte nicht weitergehen, so sehr er es auch antrieb. Er stieg ab, untersuchte die Stelle und stellte fest, dass er vor dem Abgrund der Rachelseewand stand. Ein Schritt weiter und er wäre hinabgestürzt. Wer dort oben den Ausblick auf den Rachelsee genießt, wird sich freuen, den Aufstieg nicht ohne seinen treuen Begleiter gemacht zu haben. Wie einst der Forstmann.

SCHLAFEN

Gut Feuerschwendt, DZ ab 109 Euro, Hund 20 Euro,  Naturparadies mit viel Platz zum Auslaufen, viele Hundeextras, Hundetrainingsseminare, www.gut-feuerschwendt.de

SCHLEMMEN

Hotel zur Waldbahn, nahe dem Nationalpark Bayerischer­ Wald in Zwiesel, guter Ausgangspunkt, Wandermöglichkeiten bestehen vor der Haustür, Hunde sind nach Absprache erlaubt, regionale/bayrische Küche, www.zurwaldbahn.de

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