DOGS Logo Europas grösstes Hundemagazin

Welpentraining Wie bekomme ich meinen Hund stubenrein?

Katharina von der Leyen 15.04.2014

Welpen stubenrein zu bekommen ist machbar. Dafür benötigt der Hundefreund ein gutes Zeitmanagement sowie etwas Konzentration. Hundeexpertin Katharina von der Leyen gibt passende Tipps zur Stubenreinheit – so lernt es auch Ihr Welpe.

Welpenerziehung: ängstliche Hunde

In solchen Fällen – oder wenn man einen sehr ängstlichen oder traumatisierten Hund zur Stubenreinheit erziehen möchte – lohnt es sich, die Welt des neuen jungen Hundes erst einmal möglichst klein zu halten, bis er belastbarer ist, und ihn an ein Hundeklo zu gewöhnen.

Aber Sie müssen trotzdem mit ihm nach draußen, drei- bis viermal am Tag, immer zu den gleichen Zeiten, um ihm eine Routine beizubringen. Anfangs sollte man mit einem Welpen sowieso nicht spazieren gehen, sondern mehr auf einer Wiese spazieren spielen. So können Sie ihn in aller Ruhe an neue Eindrücke gewöhnen, ihm Sachen zeigen, ihn herumsitzen lassen, so dass er langsam Muskulatur aufbauen und sich an den ganzen Stadtkrach gewöhnen kann. Wenn er draußen eine Pfütze oder ein Häufchen macht, loben Sie ihn natürlich dafür, dass er diese großartige Idee hatte.

Legen Sie an eine gut erreichbare Stelle der Wohnung je nach Größe des Hündchens ein oder zwei Welpen-Pads (gibt es im Tierbedarfshandel und sehen aus wie dünne, rechteckige Windeln mit Plastikunterlage). Falls Sie eine sehr große Wohnung haben, müssen Sie wahrscheinlich erst einmal einen zweiten Kloplatz einrichten, weil ganz junge Hunde sich nicht immer merken können, wo’s langgeht.

Stubenrein werden: ein Lösungswort etablieren

Wenn Sie vermuten, dass Ihr Welpe aufs Klo muss – nach dem Aufwachen, nach dem Füttern oder wenn er unruhig wird und plötzlich aus dem Zimmer verschwindet -, setzen Sie ihn auf eins der ausgelegten Pads und loben ihn ungeheuer, wenn er dann pieselt. Sobald er tut, was Sie von ihm erwarten, sagen Sie ein bestimmtes Lösungswort wie „Pieseln“ oder „Pipi“ oder was auch immer: Die meisten Hunde haben nach dem 15. Mal verstanden, was Sie mit diesem Wort von ihnen wollen, und das kann äußerst praktisch sein, falls Sie später einmal, beispielsweise auf Reisen, Ihren Hund davon überzeugen wollen, so ganz ohne einen Baum oder auch nur einen Grashalm weit und breit trotzdem aufs Klo zu gehen.

Wenn Sie Ihren kleinen Hund dabei „erwischen“, wie er sich gerade an unerwünschter Stelle in Lösungspositur bringt und ein Malheur passiert, achten Sie darauf, dass Sie nicht geduckt oder schreiend auf ihn zurennen, um ihn zu unterbrechen: Es könnte sein, dass er sich furchtbar erschreckt, weil Sie sehr bedrohlich aussehen. Das Resultat wäre, dass er sich in Zukunft große Mühe gibt, jeglichen Stuhlgang vor Ihnen zu verbergen – hinter dem Sofa zum Beispiel oder in der Garderobe. Wenn er mittendrin ist, nehmen Sie ihn in aller Ruhe hoch (wischen müssen Sie jetzt sowieso), sagen „Nein!“, setzen ihn anschließend auf seine Windel und loben ihn dort, auch wenn er nicht mehr pieselt.

Im Lauf der Zeit wandern die Windeln Richtung Haustür, aus der Sie ja drei- bis viermal am Tag mit ihm gehen, bis die Pads irgendwann verschwinden. Sie werden an seinem Verhalten merken, dass er aufs Klo muss, weil er die Windel sucht. Im besten Fall läuft er aufgeregt zwischen Ihnen und der Stelle, an der die Windel liegen müsste, hin und her. Voilà! Ab geht’s nach draußen. Mittlerweile hat er ja gelernt, mit dem Stress und all den Ablenkungen auf der Straße ganz entspannt umzugehen.

 

Zum Seitenanfang
Sie verwenden einen sehr alten Browser. Um diese Website in vollem Umfang nutzen zu können, installieren Sie bitte einen aktuellen Browser. X