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Für mehr Harmonie Sinnvolle und sinnlose Regeln im Hundealltag

Astrid Nestler 06.07.2016

Experten fragen immer häufiger: Brauchen Hunde Regeln? Welche? Oder regulieren wir sowieso zu viel? Ein Überblick über sinnvolle und sinnlose Regeln.

Sinnvolle Regeln für den Hund

An der Haustür muss der Hund warten Erst wenn Sie geschaut haben, ob alles in Ordnung ist, darf der Hund hinaus und ihnen folgen. Dasselbe gilt für das Verlassen des Autos. In beiden Fällen hat dies nichts mit Ranghoheit zu tun, sondern dient der Sicherheit des Hundes.

Essbares gehört grundsätzlich dem Menschen Brötchen auf dem Tisch, Kekse neben dem Sofa oder Fleisch in der Küche, alles Essbare in der Wohnung ist für den Hund tabu. Nur was in seiner Schüssel landet oder er aus der Hand des Menschen erhält, darf er fressen.

Besuch bekommt nur der Mensch Wenn es an der Haustür klingelt, macht der Hund Sitz oder geht auf seinen Platz. Erst wenn er dazu aufgefordert wird, darf er herankommen und die Gäste begrüßen. Wenn er dabei sitzt, kann er übrigens ­niemanden anspringen.

© plainpicture/TOBSN

Sinnvolle Regeln für die Menschen

Füttern Sie unregelmäßig So verhindern Sie, dass er pünktlich um 18 Uhr seine Abendmahlzeit fordert und Sie in Stress geraten, weil Sie erst später Zeit haben. In Lernphasen ist es gut, den Hund für Leistungen mit Futter zu belohnen, statt ihm große Mahlzeiten einfach so zu geben.

Gönnen Sie dem Hund auf seinem Platz Ruhe Kinder erkennen häufig nicht, wann der Hund Ruhe braucht, und versuchen, mit ihm zu spielen oder zu schmusen. Wenn es dem Hund zu viel wird, kann es sein, dass er sich durch Knurren oder Beißen wehrt. In Familien muss daher die Regel gelten: Der Schlafplatz des Hundes ist tabu!

Ein Hund darf mal Nein sagen Meistens geschieht dies durch feine Signale: Er leckt sich das Maul, senkt den Kopf und dreht sich weg, wenn Sie ihn streicheln. Respektieren Sie das, auch übermäßige Zuwendung kann zum Stress werden.

Regeln, die sie vergessen können

Der Chef isst immer zuerst Unter Wölfen und verwilderten Haushunden wird unabhängig vom Rang gefressen. Und das schnellstmöglich, damit die Konkurrenz aus dem Nachbarrevier keine Chance hat. Rangniedrige dürfen ihr Futter ungestraft gegen Ranghöhere verteidigen.

Der Hund muss aufstehen, wenn er im Weg ist Im Gegenteil: Vorfahrt hat im Hunderudel immer der, der als Erster da ist. Ist der Lieblingsplatz besetzt, verlangt nicht einmal das Alphatier „Weg da!“. Wenn der Platz es erlaubt, legt der Chef sich dazu oder sucht einen anderen Ruheort.

Der Hund muss beim Nachhausekommen ignoriert werden Erstens schafft das kaum jemand,­ denn auch der Mensch mag den Freudentanz seines Hundes. Zweitens: Wen das Hochspringen nervt, geht besser in die Hocke oder schickt den Hund nach einer kurzen Begrüßung auf seinen Platz.

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