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Übungen für Mensch und Tier Das 7-Wochen-Profitraining: Endlich ein Team!

Astrid Nestler 12.09.2011

Zusammenarbeit ist der Schlüssel zum Erfolg, weiß Profiausbilder Armin Schweda. Für DOGS entwickelte er Übungen zum Nachmachen. Sie trainieren die Konzentration des Hundes – und die Geduld des Halters.

Endlich ein Team: 7 Wochen Profitraining
© Robertino Nikolic

Woche 3: Vertrau mir

 

Ziel: Ruhe bewahren, auch wenn es ungewohnt wird

So geht’s: Richtig, es macht keinen Sinn, die Füße eines Hundes in leere Joghurtbecher zu stellen. Und gerade deshalb ist dies eine gute Übung. Wichtig ist dabei nämlich das Wie, nicht das Was. Auch hier macht „erhöhtes Arbeiten“ wie in Schritt 1 (etwa auf einem Tisch) es dem Hund leichter, im vorgegebenen Bereich zu bleiben. Ordnen Sie die Becher so an, dass neben jedem Bein einer steht.

Zu Beginn der Übung legen Sie für sich fest, mit welchem Bein Sie beginnen wollen, und lassen sich davon auch dann nicht abbringen, wenn Bello ein anderes Angebot macht und von sich aus einen anderen Fuß hebt. Ganz schnell würde er nämlich auf diese Art die Führung übernehmen, was diese Übung schnell zum Scheitern brächte.

Wichtig zu wissen: Ziehen Sie nicht am Fuß des Hundes, sondern greifen Sie sein Bein oberhalb des Ellbogengelenks und schieben es sanft nach vorn. Dadurch streckt sich sein Fuß automatisch nach vorn. Stellen Sie zuerst nur einen Fuß in den Becher, warten kurz und nehmen den Fuß wieder heraus. Danach machen Sie dasselbe mit zwei Füßen, dann mit drei, zuletzt mit allen vieren.

Sprechen Sie nur, um ihn zu loben! Wichtig ist außerdem, dass der Hund am Schluss nicht selbst aus den Bechern steigt, sondern Sie (!) die Arbeit beenden, indem Sie seine Füße nacheinander wieder aus den Behältnissen heben und auf den Tisch stellen.

Zur Steigerung verlagern Sie die Übung auf den Boden. Sind die Becher stabil genug, können sie umgedreht werden, damit der Hund darauf balanciert (eventuell durch Ziegelsteine ersetzen). Für Fortgeschrittene: Den Hund langsam in Bewegung bringen, sodass er selbst mit den Vorderbeinen in oder auf die Becher steigt. Die Hinterläufe selbst zu setzen ist für den Hund schwierig, dazu benötigt er weiterhin Ihre Hilfe.

Pannen?
Möchte er sich während der Übung setzen, fassen Sie sanft mit einer Hand unter seinen Bauch, um ihn daran zu hindern.

Das lernt der Mensch
Hier wird Ihnen vor allem die innere Einstellung abverlangt, die Übung Schritt für Schritt geduldig zum Erfolg zu bringen.

Das lernt der Hund
Dinge aushalten und Vertrauen aufbauen. Der Hund erfährt: Es passiert mir nichts, selbst wenn es mal ungewohnt wird.

Dazu dient die Übung
Wer schon einmal auf einer Wanderung umkehren musste, weil sein Hund sich weigerte, über eine Brücke oder Gitterroste zu gehen, weiß diese Übung zu schätzen.

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