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Übungen für Mensch und Tier Das 7-Wochen-Profitraining: Endlich ein Team!

Astrid Nestler 12.09.2011

Zusammenarbeit ist der Schlüssel zum Erfolg, weiß Profiausbilder Armin Schweda. Für DOGS entwickelte er Übungen zum Nachmachen. Sie trainieren die Konzentration des Hundes – und die Geduld des Halters.

Manchmal bringen sie uns zur Verzweiflung. Sie gucken einfach weg, machen ihr eigenes Ding. Jede Fliege ist spannender als das, was Frauchen gerade möchte. Je nach Temperament buhlen manche Halter dann mit Würstchen um Bellos Aufmerksamkeit, andere lassen Schimpfwörter durch die Hundeohren wehen – die dann gerade auf Durchzug gestellt zu sein scheinen. Beides ist mühsam und wenig effizient. Was aber tun, damit er zuhört und mitmacht?

DOGS fragte einen, der weiß, wie es geht: Armin Schweda bildet deutschlandweit Personenspürhunde – sogenannte Mantrailer – für den Polizei- und Rettungsdienst aus. Irrt ein seniler Mensch verwirrt durch die Stadt oder wird ein flüchtiger Verbrecher nach der Tat gesucht, kommen diese Hunde zum Einsatz.

„Die Nase dazu bringt jeder Hund genetisch mit“, erklärt der Ausbilder aus Hof in Oberfranken. „Entscheidend für den Erfolg ist die Fähigkeit der Hunde, sich zu konzentrieren. Diese Arbeit findet im Alltag statt, wo es jede Menge Ablenkung gibt.“ Für DOGS stellte Armin Schweda sieben Übungseinheiten zusammen, mit denen selbst Familienhunde in kurzer Zeit lernen, aufmerksam zu sein und mit ihren Menschen zusammenzuarbeiten.

Konzentrationstraining: Das 7 Wochen Profitraining: Endlich ein Team!
Wichtig für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Mensch und Hund: die Konzentrationsfähigkeit des Vierbeiners © Robertino Nikolic

Um besser zu verstehen, ob und welche ursächlichen Probleme in der eigenen Beziehung zum Hund Bellos Mitarbeit erschweren, nennt Schweda zwei Möglichkeiten, woran es liegen kann:

Teamproblem 1: Es gibt Hunde, die durchaus gesprächsbereit sind und sich bemühen, es ihrem Menschen recht zu machen, aber nicht verstehen, was eigentlich von ihnen erwartet wird. Diese Hunde geben irgendwann auf, sie resignieren.

Teamproblem 2: Bei anderen Hunden, die die Dinge zwar verstehen, sich aber nicht sonderlich darum scheren, hat der Mensch es bisher versäumt, den nötigen Respekt von ihnen einzufordern. Ähnlich wie Schulkinder, die lieber herumtoben, statt still zu sitzen und zuzuhören, gehen sie konsequent eigenen Interessen nach. Die Übungen von Trainer Armin Schweda können helfen, klarer zu agieren, damit sich der Hund künftig seltener entzieht.

Konzentrationsübung auf dem Tisch
© Robertino Nikolic

Woche 1: Bleib einfach stehen

Ziel: Der Mensch setzt eine Grenze, die der Hund akzeptiert

So geht’s: Die Halteübung beginnt man am besten auf einem stabilen Tisch oder einer Mauer oder einem schweren Baumstamm im Wald. Ungeübte Hunde brauchen eine gewisse Zeit, um sich an den Höhenunterschied zu gewöhnen. Diese Begrenzung hilft dem Vierbeiner aber zu verstehen, worum es geht, nämlich auf dieser Fläche ruhig zu stehen.

Im Training wird der Hund mit einer Hand vor der Brust und mit der anderen unter dem Bauch gehalten. Nimmt der Vierbeiner die räumliche Begrenzung gelassen hin, löst man die Hände vom Hund und lässt ihn in eigener Balance etwa fünf Sekunden lang ohne Körperkontakt stehen. Die Übung endet, indem man ihn herunterhebt oder herunterspringen lässt.

Steigern Sie die Dauer der Übung, bis der Hund eine Minute ruhig stehen bleibt. Weitere Steigerungen entstehen, indem man im Alltag unter Ablenkung wiederholt.

Pannen?
Falls sich der Hund gegen die Übung sträubt und beispielsweise strampelt, sich anlehnt oder weglaufen möchte, bringt man ihn aus der Balance. Dies geschieht durch ein kurzes Anheben und Wiederhinstellen. Je nach Verhalten des Hundes kann dies sanft oder bestimmt geschehen, damit die Einstellung des Menschen spürbar ist. Der Hund lernt: Tue ich das Gewünschte, werde ich in Ruhe gelassen. Tue ich das Falsche, werde ich aus der Balance gebracht.

Das lernt der Mensch
Diese Übung schult neben Ruhe und Geduld vor allem die Wahrnehmungsfähigkeit, denn der Mensch lernt zu beobachten: Was ist richtig, was ist falsch, wann lasse ich locker, wann halte ich fest – und das unter Umständen binnen Sekundenbruchteilen.

Das lernt der Hund
Der Hund lernt, eine äußerliche Bewegungseinschränkung zu akzeptieren, anstatt mit unerwünschten Strategien wie Fliehen, Ignorieren oder Drohen zu reagieren.

Dazu dient die Übung
Der Hund muss nichts anderes tun, als ruhig zu stehen und zu atmen. Diese Übung schränkt den Hund zwar ein, erschreckt ihn aber nicht. Im Alltag kann sie jederzeit zur Korrektur verwendet werden und ist eine sinnvolle Vorübung zur Leinenführung. Anstatt ständig am Halsband zu ziehen, wie es bei dem von vielen häufig unreflektiert eingesetzten Leinenruck geschieht, lernt der Hundehalter eine neue Taktik, die er bewusst einsetzen kann. Und sie verlangt vom Menschen, sich intensiver auf den Hund einzulassen: Man muss sich zu ihm hinunterbeugen und sich mehr Gedanken machen.

Endlich ein Team: 7 Wochen Profitraining
© Robertino Nikolic

Woche 2: Schau mich an

Ziel: Der Hund konzentriert sich allein auf seinen Teampartner Mensch

So geht’s: Man bringt den Hund zuerst ins Sitz und tritt einen kleinen Schritt zurück. Der Vierbeiner soll ruhig auf seinem Platz warten und Blickkontakt aufnehmen. Dafür wird er mit ruhiger Stimme gelobt. Hält er den Augenkontakt, bewegt sich der Mensch langsam auf einem imaginären Halbkreis um ihn herum und lobt leise. Vergrößern Sie die Distanz und arbeiten Sie zusätzlich mit verschiedenen Ebenen. Das heißt, während der Übung gehen Sie in die Hocke, legen sich auf den Boden, klettern auf eine Leiter oder steigen ein paar Stufen eine Treppe hinauf und gehen dann wieder hinunter. Wichtig ist, den Blickkontakt während der gesamten Übung aufrechtzuerhalten.

Steigern können Sie das Training, indem Sie Ablenkung durch herumliegendes Futter, weitere Personen und Hunde einbauen.

Pannen?
Schaut Bello weg, besteht die Möglichkeit abzuwarten, ob er wieder Blickkontakt aufnimmt, oder sich einen neuen Standort zu suchen und dadurch seine Aufmerksamkeit wiederzugewinnen. Sollte der Hund während der Übung aufstehen, wird er ruhig wieder in die richtige Position gebracht. Falls diese Übung nicht gleich gelingt, beenden Sie das Training am ersten Tag mit Schritt 1. Ansonsten beenden Sie die Arbeit, indem Sie das Sitz wie gewohnt auflösen.

Wichtig zu wissen: In dieser Übung wird vom Hund verlangt, eine einfache Gesprächsregel einzuhalten, nämlich ruhig zu sitzen und seinen Menschen anzuschauen. Den Hund dafür mit Futter zu belohnen, wäre vergleichbar mit einem Lehrer, der seinen Schülern ständig Schokolade in Aussicht stellt, bloß damit man ihm zuhört. Verzichten Sie darauf – bei dieser Aufgabe soll die Aufmerksamkeit des Hundes nur durch eine andere Strategie eingefangen werden, nämlich durch Ihre Bewegung.

Das lernt der Mensch
Er erkennt: Wann ist es besser zu warten, wann ist besser sich zu bewegen und gleichzeitig so angepasst zu loben, dass der Hund nicht aufsteht und die Übung beendet.

Das lernt der Hund
Der Hund lernt, die Einschränkung seiner Bewegungsfreiheit zu akzeptieren und dabei auszuhalten, dass der Mensch sich bewegt.

Dazu dient die Übung
Im Alltag ist diese Trainingseinheit eine ideale Einstimmung auf weitere Übungsschritte, wenn beispielsweise Nasenarbeit, Apportiertraining oder Gehorsam auf dem Stundenplan stehen.

Endlich ein Team: 7 Wochen Profitraining
© Robertino Nikolic

Woche 3: Vertrau mir

 

Ziel: Ruhe bewahren, auch wenn es ungewohnt wird

So geht’s: Richtig, es macht keinen Sinn, die Füße eines Hundes in leere Joghurtbecher zu stellen. Und gerade deshalb ist dies eine gute Übung. Wichtig ist dabei nämlich das Wie, nicht das Was. Auch hier macht „erhöhtes Arbeiten“ wie in Schritt 1 (etwa auf einem Tisch) es dem Hund leichter, im vorgegebenen Bereich zu bleiben. Ordnen Sie die Becher so an, dass neben jedem Bein einer steht.

Zu Beginn der Übung legen Sie für sich fest, mit welchem Bein Sie beginnen wollen, und lassen sich davon auch dann nicht abbringen, wenn Bello ein anderes Angebot macht und von sich aus einen anderen Fuß hebt. Ganz schnell würde er nämlich auf diese Art die Führung übernehmen, was diese Übung schnell zum Scheitern brächte.

Wichtig zu wissen: Ziehen Sie nicht am Fuß des Hundes, sondern greifen Sie sein Bein oberhalb des Ellbogengelenks und schieben es sanft nach vorn. Dadurch streckt sich sein Fuß automatisch nach vorn. Stellen Sie zuerst nur einen Fuß in den Becher, warten kurz und nehmen den Fuß wieder heraus. Danach machen Sie dasselbe mit zwei Füßen, dann mit drei, zuletzt mit allen vieren.

Sprechen Sie nur, um ihn zu loben! Wichtig ist außerdem, dass der Hund am Schluss nicht selbst aus den Bechern steigt, sondern Sie (!) die Arbeit beenden, indem Sie seine Füße nacheinander wieder aus den Behältnissen heben und auf den Tisch stellen.

Zur Steigerung verlagern Sie die Übung auf den Boden. Sind die Becher stabil genug, können sie umgedreht werden, damit der Hund darauf balanciert (eventuell durch Ziegelsteine ersetzen). Für Fortgeschrittene: Den Hund langsam in Bewegung bringen, sodass er selbst mit den Vorderbeinen in oder auf die Becher steigt. Die Hinterläufe selbst zu setzen ist für den Hund schwierig, dazu benötigt er weiterhin Ihre Hilfe.

Pannen?
Möchte er sich während der Übung setzen, fassen Sie sanft mit einer Hand unter seinen Bauch, um ihn daran zu hindern.

Das lernt der Mensch
Hier wird Ihnen vor allem die innere Einstellung abverlangt, die Übung Schritt für Schritt geduldig zum Erfolg zu bringen.

Das lernt der Hund
Dinge aushalten und Vertrauen aufbauen. Der Hund erfährt: Es passiert mir nichts, selbst wenn es mal ungewohnt wird.

Dazu dient die Übung
Wer schon einmal auf einer Wanderung umkehren musste, weil sein Hund sich weigerte, über eine Brücke oder Gitterroste zu gehen, weiß diese Übung zu schätzen.

Konzentrationstraining mit Kisten
© Robertino Nikolic

Woche 4: Dreh dich mal um

 

Ziel: Der Mensch lernt zu erkennen: Kann oder will mein Hund nicht?

So geht’s: Damit Ihr Hund Ihnen vertraut, sollten Sie ihn bei keiner Übung unnötigen Risiken aussetzen! Wie viel Platz er braucht, um sich einmal um die eigene Achse zu drehen, sollten Sie besonders für diese Übung einschätzen können. Um es zu testen, nehmen Sie eine stabile Kiste, wie sie Bäcker und Metzger zum Ausliefern ihrer Ware verwenden, fordern den Hund auf, daraufzusteigen und sich einmal um die eigene Achse zu drehen. Ähnlich wie beim Arbeiten auf dem Tisch erleichtert der abgegrenzte Raum die Übung. Hat der Vierbeiner bereits gelernt, der Bewegung Ihrer Hand zu folgen, fällt ihm das nicht schwer.

Wer die Anforderung steigern möchte, beginnt mit dem Turmbau. Zwei Kistentürme werden dafür nebeneinander jeweils um eine Kiste erhöht. Ihr Hund startet auf der ersten Kiste. Dann stapeln Sie daneben zwei Kisten übereinander. Jetzt lassen Sie den Hund auf die höhere Etage steigen, dort muss er warten, bis Sie zwei weitere Kisten auf den kleineren Turm gestapelt haben. Wieder dreht sich Ihr Hund um die eigene Achse, damit er auf die dritte Etage klettern kann. Ist er angekommen, geht es den Weg in gleicher Art und Weise zurück. Dazu nehmen Sie immer zwei Kisten gleichzeitig von dem höheren Teil des Turms ab, auf dem der Hund nicht steht, und lassen ihn eine Etage tiefer steigen.

Alternativ kann diese Übung auch auf Treppenstufen trainiert werden, die Ihrem Hund eine 360-Grad-Drehung auf engem Raum ermöglichen.

Pannen?
Widerstehen Sie der Versuchung, während der Übung Futter in die Hand zu nehmen, um den Hund in die richtige Position zu locken. Besser ist, sich ihm kommunikativ durch Körpersprache und ein begleitendes Ja oder Nein verständlich zu machen. Er soll Ihrer Hand, nicht dem Futtergeruch folgen.

Das lernt der Mensch
Die Bewegungsabläufe des Hundes zu beobachten und zu erkennen, wie viel Fläche und wie viel Sicherheit er braucht, um seinen Körper zu drehen. Ohne diese Fähigkeit kann der Mensch auch bei weiteren Trainingseinheiten nicht entscheiden: Kann mein Hund nicht oder will er nicht?

Das lernt der Hund
Ich folge der Hand, die mich führt.

Dazu dient die Übung
Im Alltag jedes Hundes gibt es Situationen, in denen er sich auf engem Raum drehen muss. Aufenthalte im Fußraum eines Autos, auf der Fahrt in der S-Bahn, im Boot oder in einer Berggondel verursachen dank der Übung weniger Stress – und gelingen.

Konzentrationsübungen mit Reifen
© Robertino Nikolic

Woche 5: Bring mir das Ding!

 

Ziel: Beharrlich, mutig und geschickt zum Ziel kommen

So geht’s: Diese Übung wurde ursprünglich zur Ausbildung von Trümmersuchhunden verwendet, damit das Tier lernt, beharrlich in einem beengten Raum an seiner Aufgabe zu bleiben. Der Vierbeiner soll in den Reifenturm tauchen, um ein Spielzeug oder Futterdummy herauszuholen. Lassen Sie ihn zuschauen, wie Sie sein Lieblingsspielzeug in der Reifenmitte versenken. Dann fordern Sie ihn auf, den Gegenstand zu holen. Wichtig ist, dass Sie etwas verwenden, das der Hund wirklich haben möchte, es darf hier auch ein leckeres Schweineohr sein. Sie beginnen die Übung zuerst mit einem Reifen. Klappt dieser Schritt, nehmen Sie den zweiten und je nach Größe des Hundes später einen dritten Reifen hinzu.

Pannen?
Holen Sie nicht den Gegenstand für ihn heraus, falls es Ihr Hund nicht schafft. Besser wäre es, die Übung so zu vereinfachen, dass er selbst Erfolg hat, und dafür zum Beispiel den obersten Reifen zur Seite zu schieben.

Das lernt der Mensch
Mal nicht sofort einzugreifen, wenn der Hund in Konflikt gerät. Dadurch kann er erkennen, welche Ideen sein Hund entwickelt, wie stark er sie verfolgt und wie schnell er sich entmutigen lässt.

Das lernt der Hund
Ängste zu überwinden und in etwas Dunkles, Tiefes kopfüber einzutauchen, Fokus zu halten und sich nicht bei jeder Kleinigkeit von seiner Aufgabe ablenken zu lassen.

Dazu dient die Übung
Stärkt Körperbewusstsein, Geschicklichkeit und Selbstvertrauen des Hundes.

Konzentrationsübung mit Decke
© Robertino Nikolic

Woche 6: Bewege dich ruhig und langsam

 

Ziel: Planvoll handeln und dabei Geduld und Ruhe bewahren

So geht’s: Diese Übung ist etwas für Fortgeschrittene mit Liebe zum Detail und schult vor allem die Führungsqualitäten des Menschen. Ähnlich wie bei der Übung mit Joghurtbechern (Woche 3) ist nicht die Aufgabe an sich wichtig, sondern die Art und Weise, wie sie gelöst wird. Es geht darum, eine Decke, auf der Ihr Hund steht, unter ihm zu wenden, ohne dass der Vierbeiner die Unterlage verlässt. Voraussetzung dafür ist, dass der Hund schon gelernt hat, auf einem Platz ruhig stehen zu bleiben, also die Übungsschritte 1 bis 3 gut klappen.

Zur weiteren Steigerung nehmen Sie eine kleinere Decke – je kleiner die Decke, desto schwerer wird die Übung – oder machen die Übung auch mal woanders als zu Hause.

Pannen?
Manche Hundeleute stellen ihr Tier gleich auf die Decke und fangen an auszuprobieren, wie es gehen könnte. Der Vierbeiner denkt dabei, „Hilfe, Herrchen oder Frauchen hat keinen Plan“, und beginnt zu zappeln. Stellen Sie den Hund besser erst auf die Decke, wenn Sie genau wissen, wie Sie vorgehen möchten. Denn: Teamchefs haben immer ein Konzept und meistens auch noch eine Alternative in petto!

Das lernt der Mensch
Zügig, aber genau arbeiten und Teilschritte sinnvoll planen. Sind die Schritte zu klein, dauert es lang, aber die Übung klappt. Sind die Schritte zu groß, geht es schief.

Das lernt der Hund
Eine Bleib-Übung ruhig auszuhalten, während der Hund passiv bewegt wird. Bestenfalls lernt er sogar, auf kleine Informationen zu achten und, statt sich nur passiv bewegen zu lassen, aktiv mitzuarbeiten.

Dazu dient die Übung
Im Alltag ist diese Übung eine Hilfe, wenn der Hund auf engem Raum zum Beispiel in einem Geschäft oder in der S-Bahn abgelegt wird. Soll er seine Position etwas verändern, wird meistens am Halsband gezogen, anstatt den Hund passiv oder sogar kommunikativ auf kleinem Raum zu bewegen.

Woche 7: Geh rückwärts

 

Ziel: Respekt!

So geht’s: Beginnen Sie die Übung, indem Sie den Hund so hinstellen, dass der Schwanz zur Gasse zeigt. Dann bewegen Sie sich frontal, mit leicht vorgebeugtem Oberkörper selbstsicher auf ihn zu und treiben ihn rückwärts. Verfeinern Sie nach einigen Wiederholungen Ihre Körpersprache so, dass Sie den Hund nur noch leicht bedrängen müssen, bzw. Ihr Körperausdruck und Ihre Ausstrahlung genügen, um den Hund weichen zu lassen. Im finalen Schritt sollte Ihr Hund auf kleinste Signale hin weichen.

Tipp: Damit er rückwärts gehen muss und nicht seitlich ausweichen kann, brauchen Sie Begrenzungen, eine enge Gasse, durch die sie ihn führen können. Es bedeutet nämlich einen Unterschied, ob der Hund nur ausweicht oder von Ihnen zurückgeht.

Pannen?
Sollte der Hund es schaffen, seitlich auszuweichen, erhöhen Sie die Begrenzung oder arbeiten so, dass auf einer Seite ein Zaun, Wand oder eine Mauer ist, sodass nur noch die andere Seite begrenzt werden muss.

Das lernt der Mensch
Sich allein mit Körpersprache durchsetzen können. Insbesondere Menschen, die Schwierigkeiten haben, Respekt einzufordern, müssen sich aktiv überwinden, den Hund zurückzutreiben.

Das lernt der Hund
In dieser Übung fordern Sie Respekt, indem Sie den Raum, den der Hund einnimmt, für sich beanspruchen. Der Hund lernt somit: Kommt die Leitfigur Mensch fordernd auf mich zu, weiche ich zurück.

Dazu dient die Übung
Im Alltag akzeptiert der Hund Grenzen besser, weil er gelernt hat, sich zurückzunehmen und respektvoll zu sein. Jagt der Hund zum Beispiel einer Katze hinterher und der Mensch läuft ihm nach, um ihn zu stoppen, rennen untrainierte Hunde in den allermeisten Fällen weiter. Sie haben nicht gelernt, dass die einzige Verhaltensweise, die von ihrem Frauchen oder Herrchen erwartet wird, in diesem Fall ein Zurückweichen oder Ducken wäre und diese durchaus auch zu akzeptieren ist.

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