DOGS Logo Europas grösstes Hundemagazin

Hundesport Agility: Fitness für Hund und Mensch

27.05.2010

Aus England stammt ein Sport, der inzwischen Fans auf der ganzen Welt hat: Agility. Erfunden eigentlich als Pausenfüller hat Agility heute Turnierstatus erreicht und begeistert Hund und Herrchen durch seine Vielseitigkeit.

Agility ist der wohl vielseitigste Hundesport. Das offizielle Motto lautet: „Agility is Fun“. Und tatsächlich war Agility ursprünglich als Pauseneinlage gedacht: Anfang der Achtzigerjahre nämlich bat der British Kennel Club als Veranstalter der Crufts, der alljährlich in Birmingham stattfindenden, ältesten und heute berühmtesten Hundeausstellung der Welt, drei ihrer Mitglieder, eine kleine, unterhaltsame Showeinlage zu entwickeln. Die Ausstellungsbesucher sollten auf diese Weise zwischen den Wettbewerben unterhalten werden. Alle Mitglieder hatten Hunde, einer war passionierter Reiter, und so stellten sie ein kleines, unterhaltsames Pausenprogramm auf die Beine. Das Publikum war begeistert, die Pauseneinlage wurde fortan jährlich wiederholt, und ein neuer Sport war geboren: Agility.

Fitness für Hund und Mensch: Agility
Der Hundesport Agility hat mittlerweile Fans auf der ganzen Welt © picture alliance/ dpa

Beim heutigen Agility durchläuft der Hund einen Hindernis-Parcours von bis zu 20 Hindernissen: Wippen, Slaloms und Tunnel müssen möglichst fehlerfrei und in einer vorgegebenen Zeit durchlaufen werden. Der Hundeführer lenkt seinen Hund dabei lediglich über Stimme und Körpersprache. Entscheidend ist, dass die Hindernisse in vorgegebener Reihenfolge und fehlerfrei bewältigt werden. Dazu müssen Hund und Herrchen ein harmonisches Team bilden, das einander versteht und vertraut.

Ist Agility für jeden etwas?

Ja! Egal, zu welcher Rasse Ihr Hund gehört, gemeinsam Agility zu trainieren macht Spaß. Kleine Einschränkung: Es wird gerannt, gebremst und gesprungen, das belastet die Gelenke. Zu junge Hunde sollten mit dem Agility warten, auf ältere Hunde muss man sich einstellen.

Nützt mir Agility auch im Alltag?

Wer als Mensch-Hund-Team durch einen Agility Parcours will, muss zusammenarbeiten, körperlich und geistig. Das Miteinander wird bei diesem Sport gestärkt, Hund und Mensch lernen, aufeinander zu achten. Davon profitieren beide, auch im Alltag.

Agility in der Hundeschule oder im Hundesportverein?

Agility wird von vielen angeboten. Hundeschulen sind gut, wenn man unkompliziert schnuppern möchte, durch die Stundenpreise aber wird es in der Regel teuer. Bei mehreren Hunden in einer Gruppe sind die Wartezeiten lang. Vereine sind in jedem Fall günstiger, dort aber erwarten die Trainer, dass Sie regelmäßig kommen. Spätestens wenn Sie an Agility Turnieren starten möchten, müssen Sie in einem Verein sein. Wichtig: Um turniertauglich zu sein, muss der Hund eine Begleithundeprüfung (BH oder BH-A) bestanden haben.

In welchen Klassen wird gestartet?

Beim Agility wird zwischen „Small“, „Midi“ und „Large“ unterschieden, außerdem gibt es immer mehr Spezialläufe für ältere Hunde, in denen niedrigere Hindernisse übersprungen werden müssen. Anfänger starten in der Klasse „A0“, über gute Leistungen in den Wettbewerben arbeitet man sich in die Klassen „A1“ und „A2“ vor, Agility-Könner starten in der Klasse „A3“.

Beitrag verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Zum Seitenanfang
Sie verwenden einen sehr alten Browser. Um diese Website in vollem Umfang nutzen zu können, installieren Sie bitte einen aktuellen Browser. X