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Sport mit Hund Fitness für unterwegs

20.12.2011

Fitness-Studio adé: Wer einen Hund hat, ist täglich an der frischen Luft und kann sein Training einfach nach draußen verlegen. DOGS stellt ein Fitness-Programm für unterwegs vor, mit dem Hund & Mensch in Form bleiben.

Die Hamburger Personaltrainerin Tanja Petrick entwickelte ein innovatives Trainingskonzept für Menschen und Hunde (www.fit-mit-hund.de), das perfekt für Einsteiger ist. Bis auch Ihr Vierbeiner verstanden hat, was er tun soll, braucht es sicher ein wenig Zeit. Bleiben Sie geduldig und loben Sie ihn ausgiebig!

Fitness für unterwegs
Hund und Mensch können sich im Alltag mit einfachen Übungen fit halten © Torsten Kollmer

Ausfallschritt

Einen großen Schritt nach vorn machen und tief in die Knie gehen, bis der vordere Oberschenkel parallel zum Boden steht und das hintere Knie fast den Boden berührt. Halten Sie die Spannung einige Sekunden, drücken Sie sich dann kraftvoll hoch und machen Sie mit dem anderen Bein einen Ausfallschritt. Der Hund läuft bei jedem Schritt im Slalom durch Ihre Beine.

Ausfallschritt: Fitness für unterwegs
Ausfallschritt © Torsten Kollmer

Anleitung: Zeigen Sie dem Hund die Slalombewegung mit der Hand an, Sie locken ihn damit durch die Beine.

Intensität: zwanzig Wiederholungen mit jedem Bein, drei Sätze.

Wirkung: strafft Po- und Beinmuskeln beim Menschen und lockert die Wirbelsäule beim Hund.

Liegestütz im Stand

Stellen Sie sich etwa einen Meter vor einen Baum und stützen Sie sich mit gestreckten Armen dagegen. Die Arme sind etwas weiter als schulterbreit auseinander, die Hände zeigen nach vorn. Jetzt langsam die Arme beugen, bis Ihre Nase fast die Baumrinde berührt, danach wieder strecken. Der Hund ist nach Ihnen dran: Er springt für seine Fitness mit den Vorderpfoten am Baum hoch und wieder herunter.

Liegstütz am Baum: Fitness für unterwegs
Liegestütz am Baum © Torsten Kollmer

Anleitung: Der Hund muss lernen, auf ein Signal von Ihnen den Baum in einer bestimmten Höhe zu berühren. Das geht mithilfe eines Stabs, an dem Sie ihn zunächst schnuppern lassen und mit dem Sie ihn dann zum Baum dirigieren. Sie loben und belohnen ihn, wenn er den mit dem Stab berührten Punkt am Baum trifft. Als Nächstes ein Wortsignal einführen wie „Ran an den Baum“.

Intensität: jeweils zehn Wiederholungen, danach Pause, danach folgen weitere drei Sätze an diesem oder dem nächsten Baum.

Wirkung: trainiert die Oberkörper- und Brustmuskeln beim Menschen und die Bein- und Schultermuskeln beim Hund.

Kniebeuge

Stellen Sie Ihre Beine hüftbreit auseinander, die Füße zeigen nach vorn. Der Hund springt hoch und legt seine Vorderpfoten auf Ihre Hände (kleine Hunde legen die Pfoten auf den Oberschenkeln des Menschen ab, der Mensch streckt seine Arme über den Hund nach vorn aus). Jetzt langsam die Beine beugen, bis die Oberschenkel waagerecht sind und mit den Unterschenkeln einen Neunziggradwinkel bilden.

Die Knie parallel halten und den Po nach hinten schieben, das Gewicht auf den Fersen lassen und die Füße nicht vom Boden abheben. Der Rücken bleibt gerade. Zehn Sekunden Spannung halten und die Bewegungen des Hundes ausgleichen. Dann Beine strecken und den Hund ein paar Schritte laufen lassen. Anschließend folgt die nächste Kniebeuge.

Kniebeuge: Fitness für unterwegs
Kniebeuge © Torsten Kollmer

Anleitung: Den Hund mit einem kalorienarmen Leckerli in den Händen zum Absprung motivieren und ihn loben und belohnen, wenn er die Pfoten auf Ihre Hände gelegt hat.

Intensität: zehn Wiederholungen, drei Sätze.

Wirkung: kräftigt Po- und Beinmuskeln bei Mensch und Hund.

Oberarmstreckung

Setzen Sie sich auf einenBaumstamm oder eine Bank und stützen Sie sich mit den Händen ab. Die Beine sind gestreckt. Jetzt mit dem Po vom Stamm rutschen und ihn langsam zum Boden führen. Dabei Ellenbogen und Schultern nach hinten beugen, das Brustbein anheben. Stehen die Oberarme fast waagerecht, drücken Sie sich nach oben. Der Hund springt mit den Vorderpfoten auf den Baumstamm und wieder runter.

Oberarmstreckung: Fitness für unterwegs
Oberarmstreckung © Torsten Kollmer

Anleitung: Der Hund muss erst lernen, auf den Baumstamm zu springen. Das geht beispielsweise mit einem Stab als Target, den er zunächst beschnuppern darf und mit dem Sie ihn dann zum Stamm dirigieren. Loben und belohnen Sie ihn mit einer Streicheleinheit, wenn er den Baum mit den Vorderpfoten berührt hat. Allmählich können Sie ein Wortsignal einführen wie „Baumstamm hoch“ und den Stab weglassen.

Intensität: jeweils zehn Wiederholungen, drei Sätze.

Wirkung: trainiert die Oberarmrückseite beim Menschen und die
Schultermuskeln beim Hund.

Dehnen

Beugen Sie sich nach vorn, stellen Sie die Ferse vor dem Körper auf und schieben Sie den Po nach hinten. Dabei bleibt der Rücken gerade, das Knie des Standbeins ist leicht gebeugt. Ihr Hund legt sich mit Vorderpfoten und Oberkörper lang gestreckt auf den Boden, die Hinterhand bleibt im Stand. Manche Hunde machen das gern von selbst, wenn Sie sich auf diese Weise dehnen.

Dehnen: Fitness für unterwegs
Dehnen © Torsten Kollmer

Anleitung: Jeder Hund streckt sich ab und zu, und das sollte gelobt und mit einem Kommando (Hör- oder Sichtzeichen) hinterlegt werden. Wird diese Einheit beherrscht, bleibt das gewohnte Kommando, und der Hundehalter fügt für sich die Dehneinheit (Fuß nach vorn) hinzu.

Intensität: 15 bis 20 Sekunden halten, dann das Bein wechseln.

Wirkung: lockert die Beinrückseite.

DOGS-Tipp

Schließen Sie das Training mit einer kleinen Massageeinheit ab. Mit den Fingerspitzen streichen Sie dem Tier in kleinen kreisenden Bewegungen sanft vom Nacken bis zur Rute und wieder zurück. Für das Ausstreichen zum Schluss beide Hände vom Nacken über den Rumpf bis über die Beine gleiten lassen.

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