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Gesundheit Abstand halten

Gesa Gottschalk 29.06.2016

Durchfall, Erbrechen, Lähmung können darauf hindeuten, dass Ihr Hund sich vergiftet hat – DOGS erklärt, welche Pflanzen besonders schädlich sind.

© Mauritius

Akelei

Die beliebte Gartenblume führt zu Durchfall und Ohnmacht. Symptome treten aber erst auf, wenn der Hund sehr große Mengen der Pflanze isst.

Azalee und Rhododendron

Beide Pflanzen gehören zu den Heidekrautgewächsen und enthalten ein Nervengift, das unter anderem zu Atembeschwerden und zum Tod führen kann. Zur Vergiftung reichen kleine Mengen.

Buchsbaum

Er steht oft in Parks. Seine Blätter sind giftig, auch im getrockneten Zustand. Kleine Mengen können den Hund vergiften, tödlich sind fünf Gramm pro Kilogramm Körpergewicht.

Efeu

Die Beeren, Blätter und Stängel der Rankpflanze sind in hoher Dosis tödlich. Bei kleineren Mengen können sich Magen und Darm entzünden.

Fingerhut

Die Zierpflanze wirkt auf das Herz und ist hochgiftig. Schon geringe Mengen führen zur Vergiftung.

Glyzinie

Die Samen und Früchte sind giftig. Ihr Verzehr führt zu Magen-Darm-Entzündung und Kreislaufstörungen.

Goldregen

Der Busch kann auf Hunde anziehend wirken: Samen und Wurzeln schmecken süßlich. Doch auch Äste sind giftig – das Stöckchenspiel kann innerhalb einer Stunde zu Krampfanfällen und Tod führen. Die meisten Hunde erbrechen aber sofort.

Hortensie

Die beliebte Zierpflanze verursacht bei Hunden eine Magen-Darm-Entzündung. Trotzdem wird sie als unproblematisch giftig eingestuft: Todesfälle bei Tieren sind nicht bekannt.

Kirschlorbeer, Lorbeerkirsche

Alle Teile des Strauchs sind stark giftig, besonders Samen und Blätter. Symptome sind unter anderem Taumeln und Krämpfe. Im Extremfall tritt der Tod nach wenigen Sekunden ohne vorherige Symptome ein.

Mistel

Nicht nur das Herumkauen auf Teilen der Pflanze kann Hunden schaden. Die Mistel wird in der Tiermedizin eingesetzt. Auch eine falsche Dosierung der Medikamente kann deshalb zu Vergiftungssymptomen wie Speichelfluss und Erbrechen führen. Todesfälle sind selten.

Oleander

Alle Teile der Kübelpflanze sind giftig. Die Inhaltsstoffe wirken auf das Herz und können zum Stillstand führen. Schon geringe Mengen reichen dazu aus. Meist führen sie jedoch sofort zu Erbrechen, deshalb sterben selten Tiere daran.

Prunkwinde

Die Samen der Rankpflanze sind haben eine halluzinogene Wirkung. Allerdings führen erst sehr hohe Mengen zur Vergiftung, weshalb die Prunkwinde als unproblematisch gilt.

Thuje

Der Zierbaum wird oft als Hecke gepflanzt. Beim Verzehr von Ästen oder Blättern kommt es zu Magen-Darm-Entzündung und Krämpfen, das Gift kann Leber und Nieren schädigen.

Was tun?

Durchfall, Erbrechen, Lähmung, Bewusstlosigkeit, Mattheit, Krämpfe und Blutungen können darauf hindeuten, dass Ihr Hund sich vergiftet hat.

Bringen Sie ihn schnellstmöglich zum nächsten Tierarzt, er kann dem Hund am besten helfen. Rufen Sie unbedingt vorher an. Wenn Sie wissen, was der Hund gefressen hat, nehmen Sie Proben davon mit – auch von Erbrochenem.

Krampft der Hund, halten Sie ihn nicht fest. Räumen Sie gefährliche Gegenstände aus seiner Nähe, damit er sich nicht verletzt. Hat er Atemprobleme, lassen Sie ihn in der Haltung, die er selbst einnimmt.

Waschen Sie Schleimhäute und Augen mit lauwarmem Leitungswasser. Ziehen Sie Handschuhe an, bevor Sie den Hund anfassen.

Bieten Sie dem Hund Wasser an, aber versuchen Sie nicht, es ihm einzuflößen.

Geben Sie dem Tier auf keinen Fall Milch, Öl oder Eiweiß. Diese Stoffe helfen vielen Giften, noch besser in den Organismus einzudringen.

Versuchen Sie nicht, Erbrechen beim Hund auszulösen.

Der Giftnotruf ist deutschlandweit unter der Vorwahl der nächsten Großstadt und –19240 zu erreichen.

Die Universität Zürich hat unter www.giftpflanzen.ch eine Datenbank mit den häufigen Giftpflanzen zusammengestellt.

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