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Gesundheit Die kleine Schwester der Zecke: die Herbstgrasmilbe

04.09.2017

Jetzt ist Hochsaison für eine Milbe, deren parasitisch lebende Larve Hunden wie Menschen auf den Pelz rückt. Sie bohrt sich in die Haut und verursacht starken Juckreiz und Hautentzündungen.

Nach einem ausgiebigen Streifzug durch Wiesen und abgemähte Felder beginnt der Ärger. Spätestens einen Tag nach dem sommerlichen Ausflug fängt Bello an, sich zu belecken und zu kratzen, er liegt keine Minute mehr ruhig auf seiner Decke. Durchforstet man sein Fell, kommt die Ursache häufig schon zum Vorschein: Neotrombicula autumnalis – die Herbstgrasmilbe. Eine einzelne Milbenlarve ist winzig klein, etwa einen Viertel Millimeter groß, gerade noch so mit bloßem Auge zu erkennen. Die Viecher rotten sich jedoch zu Gruppen zusammen und sind so deutlich als Ansammlung von leuchtend orangeroten Punkten auf der Haut zu erkennen. Meist an Stellen, die Kontakt zum Gras hatten und an denen die Haut dünn genug ist, sodass die Milbe unbemerkt mit ihren Stechwerkzeugen eindringen kann. Bevorzugte Stellen: die Haut zwischen den Zehen, an Beinen, Unterbauch oder Brust. Auch Kopf und Ohren werden befallen, weil die beim Schnüffeln gut zu erreichen sind.

Nicht nur Hunde, sondern auch Menschen gehören zum Beuteschema dieser Spinnentiere. Zweibeiner erwischt es meist an den Knöcheln, Kniekehlen, aber auch in der Lendengegend oder an den Achseln. Die Milbenlarven werden jedoch niemals direkt vom Hund auf den Menschen übertragen, auch Menschen werden in hohem Gras befallen. Die orangeroten Schmarotzer bleiben meist nur ein paar Tage, höchstens eine Woche. Sie ernähren sich von Zellsäften und Lymphe. Der Stich löst eine Entzündungsreaktion aus und verursacht starken Juckreiz, der auch noch bleibt, wenn die Larve den Tatort längst verlassen hat.

Wird ein Milbenlarvennest entdeckt, kann man die Stelle zunächst mit 70- prozentigen Alkohol abtupfen, das desinfiziert die Haut und tötet die meisten Milben ab. Anschließend ein juckreizstillendes Gel auftragen („Fenistil“ oder „Soventol“). Auch Hausmittel wie Zwiebel oder Zitronensaft lindern den Juckreiz. Wer auf Nummer sicher gehen will, verwendet ein Floh- und Zeckenspray (z.B. „Frontline“ Spray), das macht den Milben ganz sicher den Garaus, genauso wie bestimmte Spot-on Präparate, die auch gegen andere Milbenarten wirksam sind („Avocate“ oder „Stronghold“). Alle drei bis vier Wochen aufgetragen, können sie einen erneuten Befall verhindern. Leidet der Vierbeiner weiterhin unter quälendem Juckreiz, sollte dieser symptomatisch behandelt werden.

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