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GESUNDHEIT Erkennen, ob mein Hund Schmerzen hat

Dr. Brigitte Glöwing 24.10.2017

Hunde fühlen Schmerzen genauso wie wir Menschen. Nur Hunde reden nicht darüber. Wie erkennen wir dennoch die Anzeichen für Schmerzen?

SYMPTOME

Schmerzen zu überspielen, ist eine Fähigkeit, die Wölfen in der Natur das Überleben sichert, denn ein kranker Wolf wird aus dem Rudel herausgemobbt und ist dann ganz schnell ein toter Wolf. Besonders bei chronischen Schmerzen neigen Hunde dazu, diese zu verstecken. Da ist es selbst für sehr empathiefähige Tiereltern schwierig zu beurteilen, ob der eigene Hund leidet oder nicht.

Die typischen dumpfen Gelenkschmerzen bei Hüftgelenks- oder Ellenbogengelenksdysplasie schleichen sich sehr langsam ein, die entstehende Lahmheit oder Steifigkeit im Gang wird von vielen Hundehaltern als normale Alterserscheinung interpretiert. Fatal wäre, jetzt zu denken: Mein Hund ist halt alt, da kann man nichts machen. Alt ist er vielleicht, aber er hat ständig Schmerzen, nimmt man ihm die, bewegt er sich auch wieder mehr. Solche chronischen Schmerzen, wie sie bei Gelenkerkrankungen entstehen, sind manchmal nur an Verhaltensveränderungen zu erkennen. Ein klassisches Indiz ist: Er läuft nicht mehr zur Tür, wenn es klingelt, er hebt nicht einmal mehr den Kopf.

Leidende Hunde verweigern das Futter, sie bewegen sich weniger und wirken eingefallen. Sie entwickeln ein typisches Schmerzgesicht. Sie belecken schmerzende Stellen oder reißen sich büschelweise Haare aus. Bestehen Zweifel, ob eine Verhaltensänderung mit chronischen Schmerzen zusammenhängt, kann eine diagnostische Therapie durchgeführt werden: Die vermeintlichen Schmerzen werden durch Medikamente ausgeschaltet und man schaut, ob sich das Verhalten normalisiert.

Wir wissen, dass Schmerz subjektiv ist und nicht nur vom auslösenden Reiz abhängt, man denke nur an das unterschiedliche Schmerzempfinden von Männern und Frauen. Auch bei Hunden gibt es Sensibelchen und harte Typen, dabei spielen neben der individuellen Hundepersönlichkeit auch Rasse, Alter, Geschlecht und Vorerkrankungen eine Rolle. Und ja, auch die Beziehung zum Besitzer.

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