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GESUNDHEIT Erkennen, ob mein Hund Schmerzen hat

Dr. Brigitte Glöwing 24.10.2017

Hunde fühlen Schmerzen genauso wie wir Menschen. Nur Hunde reden nicht darüber. Wie erkennen wir dennoch die Anzeichen für Schmerzen?

RICHTIGE SCHMERZMITTEL

Nicht nur aus ethischen, sondern auch aus medizinischen Erwägungen sollten Hunde Schmerzmittel erhalten. Schmerzen nach Verletzungen oder Operationen können zu einer schlechteren Wundheilung führen. Tiere, die Schmerzen haben, lecken ständig an der Wunde, knabbern nach der Operation an der Narbe, entfernen den Verband oder ziehen gleich alle Fäden.

Schmerz führt zu einer verlängerten Genesung und durch eine schmerzbedingte Schonhaltung zu Muskelverkürzungen. Doch vor dem Griff in den eigenen Medikamentenschrank muss eindringlich gewarnt werden. Schmerzmittel, die für den Menschen zugelassen sind, können für Hunde verheerende Nebenwirkungen haben. Nach einer Operation wird der Tierarzt Medikamente für den frisch operierten Vierbeiner mitgeben. Es ist wichtig, sich genau an die Dosierungsangaben und die vorgegebenen Zeitintervalle zu halten. Vor allem müssen Schmerzmittel lange genug gegeben werden. Meist sollen sie mit dem Futter verabreicht werden, weil sogenannten NSAIDs, das sind nichtsteroidale Entzündungshemmer wie der bekannte Wirkstoff Carprofen, den Magen-Darm-Trakt belasten können.

Nach Operationen wie Kastrationen müssen die Tabletten meist nur ein paar Tage gegeben werden. Sobald das Gewebe heilt, lassen Schmerzen nach. Bei einer Arthrose ist dagegen keine Heilung möglich, oft ist eine lebenslange Therapie nötig, zumindest in Intervallen, in denen akute Schübe Schmerzen verursachen.

Die Schmerztherapie bei chronischen Gelenkschmerzen sollte so früh wie möglich beginnen. Auch hier werden häufig NSAIDs eingesetzt, die schmerzlindernd und entzündungshemmend wirken. Bei akuten Bauchschmerzen, bei Durchfall oder Erbrechen sollten diese Wirkstoffe allerdings nicht angewendet werden, da das Medikament zusätzlich den Magen belasten würde. Der Tierarzt verabreicht in solchen Fällen oft den Wirkstoff Metamziol.

Besonders starke Schmerzen entstehen bei Erkrankungen oder Verletzungen im Kopfbereich und auch bei Krebserkrankungen. Ohrenentzündungen oder Augenkrankheiten verursachen unerträgliche Schmerzen. Auch pochende Zahnschmerzen zermürben den stärksten Hund genauso wie uns Menschen. Wenn die viel zitierten Entzündungshemmer hier nicht ausreichen, können sie mit stärkeren Mitteln, sogenannten Opioiden kombiniert werden.

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