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GESUNDHEIT Erkennen, ob mein Hund Schmerzen hat

Dr. Brigitte Glöwing 24.10.2017

Hunde fühlen Schmerzen genauso wie wir Menschen. Nur Hunde reden nicht darüber. Wie erkennen wir dennoch die Anzeichen für Schmerzen?

ALTERNATIVMEDIZIN

Klassische Schmerzmedikamente allein reichen oft nicht aus, den Hund vollkommen schmerzfrei zu bekommen. Bei der häufigsten Ursache für starke Schmerzen, den chronischen Gelenkleiden, ist es wichtig, Beweglichkeit und Muskelkraft zu erhalten, damit die Gelenke entlastet werden. Angemessene moderate Bewegung sorgt dafür, dass genügend Gelenkschmiere gebildet wird. Beim Schwimmen wird Muskulatur aufgebaut, ohne die Gelenke zu belasten. Mit einer Physiotherapie können einzelne Muskelgruppen gezielt trainiert werden, sie ist besonders geeignet, um chronischen Schmerzpatienten Linderung zu verschaffen.

Viele Tierphysiotherapeuten bieten neben der Bewegungstherapie auch physikalische Methoden zur Schmerzbekämpfung an wie die Lasertherapie, Stoßwellentherapie, Magnetresonanz oder eine elektrische Nervenstimulation. Diese Verfahren stammen aus der Humanmedizin, funktionieren aber auch bei Hunden hervorragend.

Die Wirksamkeit von Akupunktur gegen Schmerzen ist bei Menschen mit chronischen Knieschmerzen wissenschaftlich belegt. Die Krankenkassen übernehmen hier sogar die Kosten für die Nadelschmerztherapie. Neben der Körperakupunktur wird bei Hunden auch die Ohr-akupunktur praktiziert. Für empfindliche vierbeinige Patienten empfiehlt sich die Laserakupunktur. Generell reagieren Hunde gelassen auf die Nadelstiche. Bei der Gesellschaft für Ganzheitliche Tiermedizin findet man eine Liste von Therapeuten (www.ggtm.de). Auch Homöopathie und Phytotherapie (Pflanzenmedizin) können Schmerzpatienten helfen, welche Wirkstoffe zum Einsatz kommen, ist immer vom jeweiligen Fall abhängig.

Wenn Schmerzen unerträglich werden und auch starke Schmerzmittel nicht angeschlagen, kann eine Bestrahlung versucht werden. Diese Art der Therapie stammt ebenfalls aus der Humanmedizin und wird in spezialisierten Praxen und Kliniken mittlerweile auch für Tiere angeboten. Dabei wird das betroffene Gelenk in mehreren Sitzungen von außen mit Röntgenstrahlen behandelt. Erste Studien sind außerordentlich vielversprechend: 70 Prozent der behandelten Hunde zeigten eine Besserung der Symptome, 41 Prozent wurden sogar beschwerdefrei.

Relativ neue Verfahren sind die Stammzellentherapie und die Injektion von speziell aufbereitetem Blut (plättchenreiches Plasma) in das schmerzende Gelenk, womit die Regenerationsfähigkeit des Gelenks verbessert wird.

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