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GESUNDHEIT Erkennen, ob mein Hund Schmerzen hat

Dr. Brigitte Glöwing 24.10.2017

Hunde fühlen Schmerzen genauso wie wir Menschen. Nur Hunde reden nicht darüber. Wie erkennen wir dennoch die Anzeichen für Schmerzen?

GRENZEN VON SCHMERZMITTELN

Gerade bei chronischen Gelenkschmerzen stehen Tierhalter oft vor dem Problem, dass verschriebene Schmerzmittel nicht den gewünschten Effekt zeigen. Der Hund leidet trotz Medikamenten unter quälenden Schmerzen, bleibt beim Spaziergang stehen oder hat keinen Appetit mehr.

Nicht so schnell aufgeben ist hier die Devise. Oft dauert es ein bis zwei Wochen, bis eine Besserung eintritt. Die initiale Therapie muss daher mindestens vier bis zwölf Wochen erfolgen. Oft hilft auch der Wechsel zu einem anderen Präparat der gleichen Wirkstoffgruppe. Studien haben gezeigt, dass Hunde sehr individuell auf die verschiedenen entzündungshemmenden Schmerzmittel ansprechen. Was bei dem einen wirkt, funktioniert beim nächsten überhaupt nicht. Aber auch die Kombination verschiedener Wirkstoffgruppen hat sich schon als die passende therapeutische Maßnahme erwiesen. Klären Sie mit dem Tierarzt die möglichen Mittel.

Medikamente lindern Schmerzen, sie haben aber auch unerwünschte Nebenwirkungen, gerade bei einer Anwendung über einen längeren Zeitraum. Bei den Entzündungshemmern können, wie erwähnt, häufiger Magen-Darm- und Nierennebenwirkungen beobachtet werden. Durchfall und Erbrechen können auftreten, in seltenen Fällen Magengeschwüre. Wichtig ist: Nichtsteroidale Entzündungshemmer immer mit dem Futter verabreichen, obwohl die neu entwickelten schmackhaften Kautabletten ganz ohne Futter funktionieren.

Achtung: Um Überdosierungen zu vermeiden, ist es ratsam, die Packung mit den Kautabletten außerhalb der Reichweite des Hundes aufzubewahren! Wird ein Wirkstoff schlecht vertragen, ist auch das ein Grund, auf ein anderes NSAID zurückzugreifen. Leber und Nieren arbeiten bei älteren Tieren nicht mehr so effektiv. Deshalb können Medikamente nicht mehr so schnell abgebaut werden, und die Nebenwirkungen nehmen zu. Das ist jedoch kein Grund, älteren Hunden die Medikamente vorzuenthalten, gerade betagten Hunden tut es oft überall weh. Wichtig: Lassen Sie die Funktion von Leber und Nieren regelmäßig im Blutbild kontrollieren.

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