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GESUNDHEIT Hundstage: Was Mops&Co. jetzt brauchen

Dr. Brigitte Glöwing 01.06.2017

Alle freuen sich, wenn es der Wettergott gut mit uns meint. Nur Hunde mit geknautscher Nase nicht. Mops, Bulldogge, Boxer und Co. leiden. Was wir tun können

Ein Hund am Strand.
© Alvin Balemesa / unsplash.com

Sommerhitze, eine Gefahr für Mops, Bulli und Co.

Steigen die Temperaturen auf über 30 Grad, freut das die meisten Zweibeiner. Doch dem tierischen Familienmitglied können solche tropischen Temperaturen zu schaffen machen.

Besonders Hunde mit geknautschten Nasen wie Boxer, Mops, Pekinese oder Bulldogge leiden unter der Hitze, sie haben ihr wenig entgegenzusetzen. Hunde können bekanntlich nicht schwitzen, weil sie außer unter den Pfoten keine Schweißdrüsen besitzen. Stattdessen müssen sie die Wärme mit hängender Zunge aus ihrem Körper heraushecheln. Dabei wird möglichst schnell möglichst viel warme Luft aus dem Körper gepumpt.

Die Einatmung beim Hecheln geschieht zwingend durch die Nase. Hecheln ist bei extrem verengten Nasengängen jedoch nur sehr eingeschränkt möglich. Außerdem hat die normale Hundenase schon eine eingebaute Klimaanlage: Sie besitzt eine sehr große Oberfläche, die von Nasendrüsen befeuchtet wird. Schon beim Einatmen entsteht hier unter normalen anatomischen Verhältnissen Verdunstungskälte. Ein kühler Wind weht über das weit verzweigte Netz von Blutgefäßen in der Nasenschleimhaut und kühlt das Blut herunter. Extrem verkürzte Nasen haben kaum belüftete Nasenmuscheln, sodass der Wärmeaustausch nicht mehr funktionieren kann. Hat Bello keine Möglichkeit, in den Schatten ausweichen, oder verausgabt er sich in praller Sonne am Fahrrad, besteht bei kurzschnauzigen Hunden ganz schnell Hitzschlaggefahr.

Seine normale Körpertemperatur liegt zwischen 37,8 und 39,2 Grad, bei Hitzestau kann sie auf 42 Grad ansteigen. Ein überhitzter Hund beginnt zu speicheln, eventuell hat er Schaum vor dem Mund, er kann zittern, taumeln, benommen und orientierungslos wirken. Erbrechen, Durchfall und eine erhöhte Herzfrequenz sind ebenfalls Zeichen für einen Hitzschlag. Zeigt Ihr Hund solche Symptome, muss er schnellstens aus der Sonne in einen kühlen Raum oder in den Schatten, feuchte Tücher auf dem Rücken helfen, die Temperatur zu senken. Geben Sie ihm kühles Wasser, wenn er bei Bewusstsein ist, und legen Sie ihm ein Kühlpack aus dem Gefrierfach auf den Kopf. Bei anhaltenden Beschwerden bringen Sie ihn besser zum Tierarzt.

Auch bei auftretenden Atembeschwerden sollte der Hund schnell zum Tierarzt gebracht werden, denn bei manchen „Boxernasen“ ist das Gaumensegel zu lang für den kurzen Mundraum. Bei Anstrengung in großer Hitze kann es zum Anschwellen er Schleimhaut im Rachen kommen, und so kann die Atmung noch weiter behindert werden. Der Tierarzt spritzt abschwellende Medikamente, die im Notfall eine Besserung verschaffen. Langfristig sollte über eine chirurgische Kürzung des verlängerten Gaumensegels nachgedacht werden.

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