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Alternative Therapien Tierheiler, was ist das 
eigentlich?

Andrea Mertes 28.07.2016

Wenn der Hund krank ist, vermisst wird oder stirbt, suchen Tierbesitzer Hilfe. Manchmal finden sie bei Ärzten oder Trainern nicht das, was sie suchen: Verständnis und Zuwendung. Warum nicht einen Versuch jenseits der Naturwissenschaften wagen? Doch worauf dürfen sie hoffen? Worauf können sie sich verlassen? Ein Überblick

Die Arbeit der Heiler

Seriöse Geistheiler, Tierheilpraktiker und Tierkommunikatoren verstehen sich als Dienstleister in Ergänzung zur Schulmedizin und anderen therapeutischen Angeboten. Ihr Weltbild geht davon aus, dass jedes Lebewesen auch ein Energiewesen ist, beeinflusst von kosmischem Bewusstsein. Geistiges Heilen zielt darauf ab, alle Ebenen des Daseins miteinander in Einklang zu bringen. Tierkommunikatoren bieten Übersetzungen zwischen Mensch und Tier an. Heiler und Tierheilpraktiker arbeiten mit Selbstheilungskräften, es sind spirituelle Heilbehandlungen. Medizinische Diagnosen darf keine der genannten Berufsgruppen stellen: Das ist in Deutschland allein Ärzten und Heilpraktikern erlaubt.

© Stocksy

Ihre Methoden

Die Bandbreite spiritueller Heilweisen ist groß und reicht vom Besprechen (zum Beispiel von Hautausschlägen) bis zum Therapeutic Touch, einer Variante des Handauflegens. Verwirrend sind Begriffe wie Feinstofflichkeit oder Quantenheilung: Sie suggerieren eine Nähe zur Naturwissenschaft. Wann immer Ihnen unverständliche Begriffe begegnen: Fragen Sie nach, lassen Sie sich alles genau erklären. Ein seriöser Anbieter wird Ihren Fragen nicht ausweichen.

Das sagt das Gesetz

Es gibt keine staatliche Regelung für Berufe wie Tierheilpraktiker, Tierkommunikator oder Tierheiler. Voraussetzung für die Zulassung des Gewerbes ist laut Urteil des Bundesverfassungsgerichts nur, dass der Anbieter keine Diagnosen stellt und keine Heilung verspricht.

Achtung vor Scharlatanen

Wo gesetzliche Regelungen fehlen, ist dem Betrug Tür und Tor geöffnet. Lassen Sie sich den Ablauf der Behandlung genau erklären: Seriöse Anbieter treffen mit Ihnen unmissverständliche Absprachen über Behandlungsverlauf und Honorar, setzen Hilfesuchende niemals unter Druck und werben nicht mit irreführenden Titeln. Fragen Sie außerdem nach der Ausbildung – ein paar Wochenendseminare sind in jedem Fall zu wenig!

Was Heiler kosten

Die Honorare für Heilsitzungen oder telepathische Gespräche variieren. Zwischen 50 und 100 Euro sind bei Erstterminen meistens fällig. Mitunter werden Honorarsätze aber auch individuell vereinbart, etwa bei Tierschutzfällen oder Menschen mit geringem Einkommen. Seien Sie dagegen misstrauisch, wenn für nicht nachprüfbare Leistungen Extrabeträge berechnet werden.

Das sagt die Wissenschaft

Die Schulmedizin hat bisher noch keine der sogenannten feinstofflichen Heilweisen anerkannt. Ungeachtet dessen haben aber diverse Anwendungen längst Einzug gehalten in die konventionelle Therapie, zum Beispiel Reiki-Anwendungen oder Therapeutic Touch.

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