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GESUNDHEIT Gefährliche Raupe

Dr. Brigitte Glöwing 06.04.2017

Endlich Frühling! Doch Vorsicht, mit den milden Temperaturen schlüpfen die Raupen des Eichenprozessionsspinners – eine Gefahr für Mensch und Hund

Warum ist der Eichenprozessionsspinner gefährlich?
Der Eichenprozessionsspinner selbst ist ein harmloser Nachtfalter, doch sein Nachwuchs hat es in sich: Im dritten Larvenstadium bilden die Raupen kleine Härchen aus, die ein Nesselgift enthalten. Kommen Mensch oder Tier mit diesen Härchen in Berührung, kann das schlimme Folgen haben. Auf der Haut entstehen rote juckende Pusteln, auf den Schleimhäuten führen die Brennhaare zu starken Entzündungen und Schwellungen. Im schlimmsten Fall kann es zu einem lebensbedrohlichen allergischen Schock kommen.

Welche Gefahren bestehen für den Hund?
Hunde sind durch ihr Fell relativ gut geschützt, doch beim Schnüffeln oder Stöbern im Unterholz können sie in Berührung mit den giftigen Haaren des Eichenprozessionsspinners kommen. Bei Hunden sind meist Nasen-, Augen- oder Mundschleimhäute betroffen. Durch Belecken des Fells werden im Fell klebende Nesselhaare aufgenommen, die können dann die Zunge übel zurichten.

Wann und wo kommt der Eichenprozessionsspinner vor?
Mittlerweise kommt der Eichenprozessionsspinner überall in Deutschland vor, besonders häufig jedoch im Nordosten und im Südwesten. Auch Teile Nordrhein-Westfalens sind stark betroffen. Die Raupen schlüpfen im April oder Mai und sind bis in den Juni hinein aktiv. Ist ein Befall von Bäumen bekannt, machen die Behörden dies häufig durch ein Warnschild oder eine Manschette um den Baum kenntlich. Dann sollten Hunde einen großen Bogen um die befallenen Bäume machen. Nicht nur in Eichenwäldern droht Gefahr, sondern auch am Straßenrand oder im Park.

Wie erkennt man ihn?
Die Raupen sind schwarz mit gelben Streifen und auffälligen hellgrauen Härchen. Sie begeben sich in langen Prozessionen auf Nahrungssuche. Oft sieht man die typischen Nester an der Unterseite starker Äste oder am Stamm. Wenn sich die Larve ein letztes Mal verpuppt und der Nachtfalter schlüpft, bleiben die Gespinstnester an den Bäumen haften oder fallen auf den Boden. Dann bilden sie eine besondere Gefahr für Hunde. Die Nesselhaare bleiben bis zu ein Jahr lang funktionsfähig.

Was tun, wenn es den Hund erwischt hat?
Die Raupenhärchen müssen so schnell wie möglich aus dem Fell entfernt werden, egal wie: bürsten, mit Klebebandstreifen absammeln, absaugen oder abduschen. Aber bitte immer mit Handschuhen! Mundhöhle, Augen oder Hundenase ausspülen. Bei einem allergischen Schock sollte der Hund so schnell wie möglich zum Tierarzt transportiert werden.

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