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Schmerz erkennen Schmerz, lass nach!

Dr. Brigitte Glöwing 29.06.2017

Zahnweh oder Ohrenschmerzen bei Hunden werden in Tierarztpraxen häufig nicht genügend ernst genommen, beklagen Experten. Dabei sind Schmerzen im Kopfbereich besonders quälend.

© ©Getty Images

Erkrankungen im Kopfbereich sind für Hunde genauso wie für Menschen äußerst schmerzhaft. Während wir uns etwa bei Zahnleiden mit Medikamenten erste Linderung von Schmerzen verschaffen, werden die an Hunde gar nicht oder erst spät verabreicht. Denn dem Besitzer fällt meist nicht der Schmerz selbst, sondern ein verändertes Fressverhalten auf: wenn Bello versucht, auf der gegenüberliegenden Seite zu kauen, wenn er speichelt oder harte Futterbestandteile ausspuckt oder ganz zu fressen aufhört.

Bei Ohrentzündungen setzt sich zunehmend die Auffassung durch, neben der lokalen Therapie mit Ohrensalben auch Schmerzmittel einzusetzen. Denn es dauert, bis eine Entzündung im Ohr abklingt und Schmerzen erträglicher werden. Oft ist der Hund wegen starker Schmerzen unleidlich und protestiert, sobald ihm die Salbe in das Ohr eingebracht werden soll. Verschreibt der Tierarzt frühzeitig Schmerzstiller, hilft das, die Situation für Hund und Halter zu entspannen. Typisches Verhalten bei Ohrenschmerzen: kopfschütteln, kratzen und reiben der Ohren, ist das Mittelohr betroffen, kommt eine Kopfschiefhaltung hinzu.

Augenerkrankungen verursachen die stärksten Schmerzempfindungen im Körper überhaupt. Das Auge ist ein äußerst verletzliches Sinnesorgan und besonders gut mit Nerven versorgt. Verletzungen der äußeren durchsichtigen Hornhaut des Auges, Geschwüre auf der Hornhaut oder auch Grüner Star sind mit starken Nervenreizungen verbunden. Ein Glaukom, wie der Grüne Star auch genannt wird, ist eine krankhafte Zunahme des Augeninnendrucks. Es führt nicht nur zu Blindheit, sondern verursacht unerträgliche Schmerzen, die bleiben, selbst wenn das Augenlicht längst verloren ist. In dem Fall sollte das schmerzende Auge besser entfernt werden. Einäugige Hunde kommen gut zurecht.

Lesen Sie mehr über die Behandlung von Schmerzen in der neuen Ausgabe von DOGS.

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