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Früherer Lockvogel für Enten Kooikerhondje

Nichts ist für Enten verlockender als das sanfte Schwanzwedeln von Kooikerhondjes, den Enten-Lockhunden früherer Zeiten. Heute begegnen Hund und Ente einander jedoch kaum noch.

Kooikerhondje - Früherer Lockvogel für Enten
Kooikerhondje © Nicole Schick Tierfotografie
Größe
Rüden: Schulterhöhe bis 40 cm
Hündinnen: Schulterhöhe bis 38 cm
Gewicht 9 bis 11 kg
FCI-Klassifikation Gruppe 8: Apportierhunde - Stöberhunde - Wasserhunde, Sektion 2: Stöberhunde, Standard Nr. 314
Verwendung Familienhund, Begleithund und Jagdgebrauchshund
Alter 12 bis 14 Jahre

Kooikerhondjes sind eine der ältesten Hunderassen der Welt. Gemälde alter holländischer Meister, auf denen die Tiere abgebildet sind, stammen aus dem 17. Jahrhundert, Hollands Goldenem Zeitalter. Aufgabe der Kooiker war das Locken der Enten in den „kooi“, ein Fanglabyrinth, das Geflügelbauern an Flüssen aufstellten: Die Hunde wedelten mit der Rute. Der Legende nach besaß der Nationalheld Wilhelm I. von Oranien (1533-1584) ein Kooikerhondje, dessen Wachsamkeit ihn einmal vor einem Mordanschlag gerettet haben soll. Der Hund wurde auf dem Grabmal Wilhelms in der Neuen Kirche von Delft und an einem Denkmal in seinem hessischen Geburtsort Dillenburg verewigt. Bis in die frühen 1940er-Jahre galten Kooikerhondjes jedoch als ausgestorben. Alle heutigen Tiere gehen auf eine Handvoll Tiere zurück, die Anfang der 1940er Jahre in Holland gefunden wurden. Seit 1971 ist die Rasse vom Weltzüchterverband Fédération Cynologique Internationale, FCI, anerkannt.

Voraussetzungen für die Haltung

Kooikerhondjes sind sportlich und brauchen täglich Bewegung. Gleichzeitig haben sie ein ruhiges, ausgeglichenes Wesen, was sie im Haus oft nahezu unsichtbar macht. Ihre Erziehung verlangt Feingefühl und Konsequenz, denn sie sind zugleich dickköpfig und sensibel und vertragen keine Strenge.

Anfälligkeiten

Kooikers haben eine kleine Zuchtbasis, die auf gerade mal zwei Dutzend Tiere zurückgeht, und sind deshalb anfälliger für Erbkrankheiten. Die Elterntiere sollten vom Züchter auf das Von-Willebrand-Syndrom, eine Blutgerinnungsstörung, Augenkrankheiten, Kniescheibenerkrankungen, Epilepsie und Nekrotisierende Myelopathie, eine Degeneration des Knockenmarks, untersucht worden sein.

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