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Auszeit mit Hund Die Lieblingsreiseziele der DOGS-Experten

15.03.2012

Was hilft, wenn uns Fernweh und Abenteuerlust treiben? Nur dies: Reise buchen, Koffer packen, den Hund rufen und losfahren. Wir stellen Ihnen die Lieblingsreiseziele der DOGS-Experten vor.

Languedoc-Roussillon, Südfrankreich

Reisetipp von DOGS-Autorin Kate Kitchenham

Wer eine der letzten wilden Ecken Europas entdecken möchte, findet sein Glück in den südlichen Cevennen – eingetaucht in die Natur.

Durch schmale Schluchten schlängeln sich Flüsse, ideal zum Erkunden mit Hund, Kind und einem Kanu, das man hier überall mieten kann. Vom Flusslauf aus bietet sich ein herrliches Panorama mit steil ansteigenden Berghängen oder uralten Steinbrücken, von denen verrückte Kerle aus zehn Meter Höhe springen und an deren Ufern sich herrliche kleine Badestellen zum Schwimmen und Seelebaumeln finden lassen. Überall an den Flüssen liegen malerische Städte mit klingenden Namen wie Saint-Guilhem-le-Désert oder Saint Jean de Buèges. Umgeben sind die Flusstäler von Naturwundern, sehenswert ist zum Beispiel der berühmte Talkessel Cirque de Navacelles oder die über fünfzig Meter hohe Grotte des Demoiselles.

Wer auf typisch französische Lebensart Wert legt, sollte freitags durch die Stadt Ganges wandern. Dann ist Markttag und den Sinnen wird geboten, was wir von Südfrankreich erwarten, köstliche Käsespezialitäten, frische Austern, Kräuter in riesiger Auswahl, den berühmten Kastanienhonig und Weine der umliegenden Châteaus. Hunde sind überall gern gesehene Gäste.

Zu empfehlen: Camping Domaine d’Anglas

Direkt am Fluss L’Herault, mit herrlicher Badestelle, www.camping-anglas.com, Ferienwohnung Mas de Luzière, www.luziere.com.

Moneglia, Ligurien

Reisetipp von DOGS-Autorin Constanze Eder

Mit lebhaften Hafenstädtchen und einer dramatisch schönen Steilküste lockt die italienische Riviera seit mehr als hundert Jahren. Wer Glück hat, findet sogar einen Hundestrand.

„Ciao bello“, ruft der Kellner der Strandbar, als wir mittags auf eine Insalata di mare vorbeikommen. Sein Gruß gilt unserem Hund. Vierbeiner sind hier häufiger zu sehen, seit der Badeort Moneglia gleich nebenan einen Hundestrand eingerichtet hat. Fürsorglich stellt die Gemeinde Wasserschüsseln und kostenlose (!) Sonnenschirme für Hunde bereit. Das steinige Areal ist nicht groß, aber Hundestrände sind rar in Italien, und an der ligurischen Steilküste wird jede Nische genutzt. Wie malerisch das aussieht, zeigen die fünf Fischerdörfer der Cinqueterre, deren pastellfarbene Häuser eng gedrängt auf den Felswänden hocken.

Ambitionierte Gassigeher wandern auf dem Klippenweg von Dorf zu Dorf. Wer es mondän mag, macht einen Ausflug nach Portofino. Die Jachten im Hafen verraten, dass der Jetset nach wie vor gern herkommt. Kein Wunder, denn der Charme des alten Europas ist an der Küste überall präsent. Wir gehen in Moneglia nicht einfach Gassi, wir flanieren auf der Strandpromenade. Und während Bruno Duftmarken an Palmen analysiert, freuen wir uns auf den Abend. Denn Ligurien ist auch für seine ausgezeichnete Küche berühmt.

Zu empfehlen:

Hundestrand am östlichen Rand von Moneglia, hinter dem Strandbad Cinque, Strandbad-Restaurant-Bar Cinque, Lungomare Dante Alighieri 5, Moneglia, Italien.

West Highland Way, Schottland

Reisetipp von DOGS-Autor Philip Alsen

Heldensagen, Schlösser, Dudelsackmusik, jede Menge Whisky und eine aufregend romantische Landschaft, das ist Schottland. Wer einen Hund hat, geht dort wandern.

Schotten sind vielleicht geizig. Sicher ist: Sie wandern gern. Das hat gute Gründe. Erstens ist die Landschaft filmreif: Harry Potter rund um Schloss Hogwarts wurde am Loch Shiel gedreht, zwanzig Kilometer von Fort William entfernt. Zweitens, die Highlander sind entspannte Menschen. Wer sich an den „Scottish Outdoor Access Code“, eine Art Benimmbuch für Wanderer, hält, kann seinen Hund frei laufen lassen, solange der kein Wild hetzt oder in eine Schafherde einfällt. Drittens gibt es Bed-and-Breakfast-Herbergen fast wie Sand am Meer. Ab etwa zwanzig Pfund lebt man wie ein kleiner König, auch Wildzelten ist erlaubt.

Sechs lockere Wandertage verbrachten wir hier, inklusive einem Tag Aufenthalt in Drumnadrochit, einem winzigen Ort an der Westküste des Loch Ness, dem Zentrum des weltweiten Nessie-Tourismus. Einer der größten Wanderwege ist der Great Glen Way. Er beginnt in Fort William, knapp hundert Kilometer nördlich von Glasgow, und endet nach etwa 120 Kilometern in Inverness, von der Atlantik- bis zur Nordseeküste, immer entlang des Caledonian Canals, einer Wasserstraße durch mehrere Seen. Traumhaft!

Zu empfehlen:

Wanderführer „Schottland: West Highland Way“ von Hartmut Engel, Conrad Stein Verlag 2008, 12,90 Euro. Für die Einreise mit Hund gilt das „Pet Travel Scheme“: Infos im Internet unter www.gov.uk/take-pet-abroad

 

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