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Wissen Achtung, Pfützentrinker

Dr. Brigitte Glöwing 05.10.2017

Hunde löschen gern ihren Durst in der Pfütze, sobald sie mit Frauchen auf dem herbstlichen Spaziergang sind. Dass sie mit abgestandenem Regenwasser auch gefährliche Bakterien aufschlabbern, wissen sie natürlich nicht. Die Veterinäre empfehlen regelmäßige Schutzimpfung.

© Getty Images

Nieselregen, Sprühregen, Starkregen, der Herbst wird feucht. Raus mit den Gummistiefeln aus dem Schrank und mit dem Vierbeiner durch die Pfützen marschiert. Dem Hund scheint die durchnässte Umwelt wenig zu stören, im Gegenteil, die vielen Pfützen sind interessant, man kann sie überspringen oder mitten hindurchlaufen. Und die öffentlichen Wasserstellen laden ein, jederzeit seinen Durst zu löschen. Doch Vorsicht, vom Spätsommer bis in den Frühherbst hinein können sich bei noch milden Temperaturen in Pfützen gefährliche Bakterien tummeln: Leptospiren sind dünne, bewegliche, fadenförmige Bakterien, die aktiv in der Pfütze herumschwimmen. Schlabbert ein Hund durstig an der Wasserquelle am Straßenrand, kann er sich infizieren. Leptospiren können durch die Schleimhaut in den Körper eindringen. Sie können auch durch ein Bad in Gewässern, Biss oder Anfressen von infizierten Nagern übertragen werden.

Leptospirose befällt fast alle Säugetiere und ist auch gefährlich für Menschen. Besonders häufig sind Mäuse und Ratten Träger des Krankheitserregers, sie erkranken allerdings selten, verbreiten den Erreger jedoch mit ihrem Urin. Beim Menschen kann es zu schweren grippeähnlichen Symptomen kommen sowie zu Hirnhautentzündungen und chronischen Augenleiden. Die Leptospirose-Bakterien wandern im Körper zu Nieren, Leber und vielen anderen Organen. Das macht die Krankheit besonders tückisch, denn ihre Symptome können ganz unterschiedlich sein.

Bei Hunden kommt es häufig zu Fieber, Erbrechen, Durchfall, häufigem Harnabsetzen und Gelbfärbung der Haut und Schleimhaut. Wird die Leptospirose rechtzeitig erkannt, kann sie mit Antibiotika relativ gut behandelt werden. Einen gewissen Schutz bietet eine Impfung. Die meisten Hunde in Deutschland sind gegen Leptospirose geimpft, ein hundertprozentiger Schutz ist das allerdings nicht. Es gibt mehr als zweihundert Varianten des Erregers, eine Impfung schützt vor zwei oder drei Varianten, neuere Impfstoffe wirken gegen die vier wichtigsten Erregertypen. Allerdings ist auch diese moderne Impfung kein hundertprozentiger Schutz und hat etwas mehr Nebenwirkungen als die herkömmliche.

Experten empfehlen eine jährliche Impfung, besonders gefährdete Hunde wie Jagdhunde sollten sogar alle sechs Monate geimpft werden.

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