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WISSENSCHAFT AUSSTELLUNG Ausstellung „Tierisch beste Freunde“ in Dresden

Anne Baum 03.11.2017

In der Ausstellung „Tierisch beste Freunde“ verfolgt das Deutsche Hygiene-Museum in Dresden die kulturhistorischen Spuren unserer Haustiere. Der Hund ist als eines der beliebtesten Haustiere in Deutschland allgegenwärtig.

Ausstellung Thema Haustiere
© Oliver Killig

Am Anfang steht selbstverständlich der Hund. Mit ihm beginnt die Geschichte der Haustiere, damals, vor etwa fünfzehntausend Jahren. Richtig in Fahrt kam die Sache aber mit der Industrialisierung. Und dort, Mitte des 19. Jahrhunderts, setzt die Ausstellung „Tierisch beste Freunde“ auch ein. Die Menschen zogen in Massen in die Städte, und damit wuchs das Bedürfnis, ein Haustier zu halten, nicht nur als Nutztier, sondern als Gefährten. Ein riesiges Perserteppichornament kennzeichnet den Boden des ersten Ausstellungsraums als Symbol für das Heim. Darauf ist ein Haustierfelsen gebaut, eine große Vitrine, in der Tierpräparate die Veränderung der Haustiere durch Züchtungen veranschaulichen: Der Mensch hat das Haustier nach seinen Wünschen geformt, nicht immer artgerecht.

Die Beziehung des Menschen zu seinem Tier mit all seinen Wirrungen und Widersprüchen steht im Fokus der zweiten Abteilung. Menschen lieben Hunde für ihre Treue, und trotzdem sind die Tierheime überfüllt, Tiere werden als Teil der Natur ins Wohnzimmer geholt und dennoch nicht selten vermenschlicht. Neben Lassie trifft der Besucher auf Schriftsteller Erich Kästner mit seiner Katze, der Abschied vom geliebten Tier wird ebenso thematisiert wie die Mensch-Tier-Kommunikation. In einem Memoryspiel können die Besucher erproben, ob Hunde ihren Besitzern tatsächlich ähnlich sehen.

Ein besonderes Highlight wartet am Ende der Ausstellung: Durch eine Virtual-Reality-Brille wird der Besucher in die Welt des Aquarienfischs versetzt und kann sich in dessen Lebenswelt hineinversetzen. Auch ermöglicht der Blick in einen Spiegel, die Wahrnehmung eines Wellensittichs zu erleben. In diesem letzten Ausstellungsraum kommen Tierrechtler zu Wort, daneben hängen Jo Longhursts Fotos von Whippets, die von der Individualität eines jeden Hundes zeugen.

„Tierisch beste Freunde“ ist eine informative Ausstellung, die durch ein gelungenes Konzept und die kreativen Schauangebote besticht. Veranstaltungen wie der Vortrag des Philosophen Richard David Precht „Tiere denken! Vom Recht der Tiere und den Grenzen des Menschen“ (am 14. November, 19 Uhr) und der „Familiensonntag über unsere Haustiere“ (am 19. November um 10 Uhr) begleiten die Sonderausstellung.

Ort: Deutsches Hygiene-Museum, 01069 Dresden.
Zeit: bis 1. Juli 2018.
Eintritt: 8 Euro.
Hunde sind nicht erlaubt.
Näheres unter www.dhmd.de

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