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Darauf müssen Sie achten Die richtige Versicherung für meinen Hund

Juliane Peschel-Paetzold 16.10.2013

Damit Mensch und Hund im Ernstfall abgesichert sind, sollten beide richtig versichert sein. Wir erklären, welche Versicherungen für den Hund notwendig sind und wo mögliche Fallstricke lauern.

Die richtige Versicherung für meinen Hund
© plainpicture/mia takahara

Die Hundehaftpflicht ist mittlerweile in fünf Bundesländern vorgeschrieben. Hunde-Operations- oder Hunde-Krankenversicherungen helfen, unkalkulierbare Tierarztkosten in den Griff zu bekommen, Spezialversicherungen wie die Hunde-Reiseversicherung oder die Vergiftungsversicherung bringen zusätzliche Sicherheit.

Jeder Deutsche hat im Durchschnitt bis zu fünf Versicherungsverträge abgeschlossen. Doch sind wir damit auf der sicheren Seite? „Die vielen Verträge von Mensch oder Hund bedeuten nicht automatisch ausreichend Sicherheit“, sagt Bianca Boss vom Bund der Versicherten. Tatsächlich sind viele Policen veraltet, die wirklichen Gefahren werden oft nicht abgesichert, wie etwa die Haftung, die der Halter für den Hund jederzeit trägt. Es gibt also viele Gründe, die eigene Hundeversicherung mal wieder genauer unter die Lupe zu nehmen.

1. Hundehalter-Haftpflicht abschließen
Eltern haften für ihre Kinder, Halter für ihre Hunde. In einer Schrecksituation oder völlig unbeabsichtigt: Verursacht Bello einen Schaden, haftet im Sinn der Gefährdungshaftung sein Halter. Das Risiko, das die Gefährdungshaftung birgt, erläutert Christina Schlehufer, Marketingchefin bei der Uelzener Versicherung, anhand eines Beispiels aus der Praxis: „Stellen Sie sich vor, Ihr Hund, der vielleicht sonst aufs Wort gehorcht, reißt sich los und rennt auf die Straße. Die Fahrerin eines PKW erschrickt, bremst, und es fährt ein Reisebus hinten auf ihr Auto. Im Reisebus verletzen sich mehrere Insassen schwer, zwei sogar so schwer, dass sie zu Pflegefällen werden. Für all das muss dann der Hundebesitzer aufkommen.“

Dabei ist die Haftung nicht beschränkt wie bei Kindern, sondern gilt in unbegrenzter Höhe. Der Hundefreund zahlt dann sein Leben lang, ein unkalkulierbares finanzielles Risiko. Schutz bietet eine Haftpflichtversicherung. Die private Haftpflichtversicherung des Menschen hilft zwar bei Schäden durch Hamster, Katze, Wellensittich und andere Haustiere. Der Hund benötigt jedoch genau wie ein Pferd eine eigene Haftpflichtversicherung. Jedoch: Fast ein Drittel der Hunde in Deutschland sind nicht versichert. Die Botschaft der Versicherer scheint also bei vielen Hundehaltern noch nicht angekommen zu sein. Sowohl die tatsächliche Gefahr, die direkt von einem Hund ausgeht, etwa wenn ein Tier den Postboten beißt, als auch die sogenannte potenzielle Gefahr, wenn die Chihuahuahündin etwas zu weit auf die Straße läuft und ein Autofahrer deshalb gegen einen Baum lenkt, werden mit der Haftpflichtversicherung abgedeckt.

Checkliste für die Halter-Haftpflicht

Bianca Boss vom Bund der Versicherten empfiehlt, folgende wichtige Fragen an eine Hundehalter-Haftpflichtversicherung unbedingt anzulegen:

  • Gibt es eine Zeitbegrenzung für weltweite Auslandsaufenthalte?
  • Sind Mietsachschäden an Wohnräumen, auch Beschädigungen der gemieteten Wohnung, mitversichert?
  • Ist privates Hüten fremder Hunde mit abgedeckt?
  • Ist der gewollte Deckakt abgesichert?
  • Sind Welpen in der Obhut des Muttertiers sechs Monate mitversichert?

Seit Langem setzen sich Versicherungen, der Verband für das Deutsche Hundewesen, VDH, und der Tierschutzbund deshalb für eine Zwangsverpflichtung zur Hundehalter-Haftpflicht ein. Bisher haben Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen die Pflicht gesetzlich verankert. „In Baden-Württemberg, Bayern und Mecklenburg-Vorpommern besteht keine Versicherungspflicht. In allen übrigen Ländern ist sie eingeschränkt für die Halter bestimmter Hunderassen vorgeschrieben“, sagt Udo Kopernik vom VDH.

Die Regelungen sollen einerseits das finanzielle Haftungsrisiko für die Hundebesitzer so gering wie möglich halten, andererseits den durch Hunde Geschädigten mehr Sicherheit bieten. Positiver Nebeneffekt wäre nach Aussage von Marius Tünte, Pressesprecher des Tierschutzbundes, ein verändertes Verantwortungsbewusstsein.

Bis zur Einführung einer Zwangsversicherung könnte es dauern. Die Versicherungen haben jedoch reagiert und innerhalb der Hundehalter-Haftpflicht die Möglichkeit einer sogenannten Forderungsausfalldeckung hinzugefügt. Die greift, wenn im Schadenfall der Verursacher keine Hundehalter-Haftpflichtversicherung hat – wenn also die Joggerin mit Hund bei einer Beißattacke durch einen fremden Hund schwer verletzt wird und später sogar berufsunfähig ist und der Besitzer des fremden Hundes nicht für die Folgekosten aufkommen kann. Übrigens: Die Hundehaftpflicht springt grundsätzlich nicht ein, wenn ein Schaden absichtlich herbeigeführt wurde. Auch Schäden, die das eigene Tier zu Hause verursacht, sind von der Versicherung nicht abgedeckt.

2. Hundehalter-Haftpflicht aktualisieren
Wer viel verreist, sollte bei der Hunde-Haftpflicht auf den Schutz bei längeren Auslandsaufenthalten achten und zusätzlich sogenannte mobile Mietschäden absichern. Das können Schäden an Ferienwohnungen sein – wenn sich ein Hund zum Beispiel aus lauter Langeweile in die Möbel des gemieteten Domizils verbissen hat.

Durch die steigende Beliebtheit von Hundeschulen oder Agility-Kursen, ja sogar Hundeschlittenrennen wurden diese neuen „Aktivitäten mit Hund“ ebenfalls in die moderne Haftpflicht für Hunde aufgenommen. So werden beispielsweise Hundetrainer, die mit den gepolsterten Armen Verbrecher spielen, durch die Haftpflichtversicherung abgesichert. In manchen Verträgen findet sich eine Beschränkung auf das Führen an der Leine. Das macht wenig Sinn, denn der Hundeliebhaber möchte ja nicht ohne Absicherung sein, wenn er seinem treuen Freund den artgerechten Auslauf gönnen will. Auch Fremdbetreuung des Hundes sollte enthalten sein, ohne dass gleich der Versicherungsschutz fehlt.

„Das Wichtigste ist allerdings die Höhe der Deckungssumme. Wir empfehlen eine Summe von 15 Millionen Euro“, sagt Kerstin Heinrich, Hundeversicherungsexpertin bei der Uelzener Versicherung. Bianca Boss vom Bund der Versicherten benennt eine Mindestdeckungssumme von fünf Millionen Euro. „Der Beitragsunterschied ist dabei wirklich gering. Sparen kann man an anderer Stelle“, so die Versicherungsberaterin. Bei der Wahl der Deckungssumme ist die Größe oder Rasse des Hundes nicht von Bedeutung. Ein kleiner Hund sollte genauso abgedeckt sein wie ein großer. Grundsätzlich sind zurzeit auf dem deutschen Versicherungsmarkt Deckungssummen bis zu 20 Millionen Euro realisierbar.

3. Den Krankheitsfall individuell absichern
Während die Haftpflichtversicherung vor existenzbedrohenden Schadensforderungen schützt, geht es bei der Hundekrankenversicherung um vergleichsweise überschaubare Kosten, die durch die Behandlung oder eine Operation des Tiers entstehen. Wenn der Hund sich beim Toben auf dem Stoppelfeld den Hinterlauf verrenkt und der Halter sich am Behandlungstisch des Tierarztes wiederfindet, sind die 2.500 Euro für die Operation des Kreuzbandrisses bei einer abgeschlossenen OP- oder Krankenversicherung kein Problem. In Schweden, dem Geburtsland der Hundekrankenversicherungen, haben fast fünfzig Prozent der Hunde auch eine Krankenversicherung. Auch in England ist eine Krankenversicherung für den Hund nichts Außergewöhnliches. Hierzulande kommt es immer noch vor, dass Halter schweren Herzens wegen der für sie nicht tragbaren hohen Kosten einer Operation ihre Tiere einschläfern lassen müssen.

Eine Absicherung des Wort-Case-Szenarios bietet eine OP-Versicherung. Deutlich mehr Absicherung verspricht eine komplette, aber kostspielige Krankenversicherung des Hundes. Praktisch: Beträge können oft schon bequem zwischen Tierarzt und Versicherung abgerechnet werden. Eine solche Hunde-Kranken-Police offerieren derzeit aber nur noch drei große Versicherer. Die Agila hat sowohl eine umfangreiche Tierkrankenversicherung, die sogar Impfungen und Wurmkuren einschließt, als auch die abgespeckte Variante einer OP-Versicherung im Angebot. Bei dieser Form trägt der Versicherte die Kosten von Behandlungen selbst, außer wenn es sich um operative Eingriffe und deren Nachbehandlung handelt. „Für die Krankenversicherung gibt es bei uns eine Einteilung der Hunde in Gruppen, nach denen der Beitrag berechnet wird. Grundsätzlich kann man sagen, dass größere Hunde in der Krankenversicherung oft teurer sind“, erläutert Marketingleiter Marco Brandt von der Agila. Das liegt zum einen an der vermehrten Anfälligkeit vieler großer Rassen, aber auch einfach am höheren Medikamentenverbrauch größerer Hunde.

Gespart werden kann durch die Option der Selbstbeteiligung. Ähnliche Modelle finden sich bei Allianz und Helvetia. „Wir bieten keine Krankenversicherung mehr an“, macht Julia Heinrich von der Uelzener deutlich. „Die Alternative zum hohen Beitrag ist eine Absicherung mit Leistungskürzungen. Dieses widerspricht jedoch unserer Einstellung. Wir wollen gute Lösungen ohne versteckte Einschränkungen bieten.“ Sie bietet nur den Operationskostenschutz.

4. Rechtschutz: Doppelversicherung vermeiden
Vor einem Rechtsstreit ist niemand gefeit. Schnell wird aus einem freundlich-nachbarschaftlichen Gutenmorgengruß ein Zwist, den am Ende keiner der beiden Parteien mehr überblickt. Ob es das Urinieren an den Zaun ist, das die lang gepflegte Thuja-Hecke angeblich eingehen lässt, oder der Rechtsstreit, weil das Ordnungsamt aus dem bulligen Familienmischling einen „Kampfhund“ gemacht hat. Manchmal gilt es, der angeblich begangenen Ordnungswidrigkeit wie dem Führen ohne Leine entgegenzutreten. In vielen Fällen hilft die eigene Rechtschutzversicherung weiter. Der Tierhalter-Rechtschutz springt ein, wenn der Hund einen Rechtsstreit auslöst.

Hat man eine private Rechtschutzversicherung, ist ein Extra-Hunderechtschutz meist überflüssig. Die Uelzener bietet darüber hinaus eine Rechts-Infoline, unter der Versicherte eine anwaltliche Erstberatung rund um den Hund bekommen. Aber Vorsicht vor Überversicherung! Auch die Hundehalter-Haftpflicht trägt schon die Aufgaben einer Rechtschutzversicherung. Sie soll unberechtigte Ansprüche abwehren.

5. Hundeversicherungen kombinieren
Manche Tierversicherer bieten eine Kombination aus verschiedenen Angeboten an. Das kann zum Beispiel die Krankenversicherung oder die OP-Versicherung zusammen mit der quasi unabdinglichen Haftpflichtversicherung sein. So kann der Hundehalter zum Beispiel bei der Agila bis zu 33 Prozent sparen. Die Uelzener empfiehlt Haftpflicht, OP-Schutz, Rechtschutz und Unfall-Krankenhaustagegeld im Viererpack. Das Unfall-Krankenhaustagegeld ist eine Art Hotelgarantie für Bello, wenn durch einen Unfall ein Krankenhausaufenthalt des Halters notwendig wird. „Der Vorteil dieser Kombiprodukte ist der Extra-Bündelrabatt, durch den Abschluss mehrerer Versicherungen¿, sagt Vanessa Schouten, Versicherungsmaklerin von der iak GmbH (www.vergleichen- und sparen.de) und fügt hinzu: „Sie haben außerdem den Vorteil, dass alle Leistungen direkt bei einem Anbieter abrufbar sind“. Manchmal müssen nämlich alle Räder, in diesem Fall die der unterschiedlichen Versicherungsverträge, zusammenwirken. Wenn zum Beispiel Frauchen, die Frühsommerluft genießend, auf dem Rad und mit Hund an der langen Leine, einen Unfall mit einer Fußgängerin hat. Die Haftpflicht regelt dann den Krankenhausaufenthalt der älteren Dame mit den Einkaufstüten. Die OP-Versicherung die Splitterbruch-Operation vom verunglückten Hund und die Rechtschutzversicherung die Kosten für das Verfahren um die lange Leine auf dem Fußgängerweg.

Kompliziert könnte es werden, wenn man verschiedene Anbieter hat, die sich in einem solchen Schadensfall gegenseitig den schwarzen Peter zuschieben. Kombiprodukte sind praktisch und bequem. Trotzdem stellt sich für jeden Hundebesitzer die Frage, ob er so viele Sicherheiten auch für sich selbst bereithält. „Viele schließen große Hunde-Kombiprodukte ab, ohne an die eigene Berufsunfähigkeitsversicherung zu denken“, gibt Verbraucherschutzexpertin Bianca Boss zu bedenken.

6: Rabatte und Sonderkonditionen prüfen
Eine jährliche Beitragszahlung kann gegenüber monatlichen Abrechnungen eine Ersparnis bis zu 10Prozent bringen. Bei mehreren Vierbeinern sind bei einigen Anbietern sogar Rabatte von bis zu 50 Prozent möglich (Mehrhunderabatt). Ein Arbeitsplatz im öffentlichen Dienst beschert bei manchen Versicherten Sonderkonditionen und auch Senioren erhalten mitunter für Hundeversicherungen Rabatte. Bei der Uelzener gibt es außerdem noch einen Rabatt von 10 Prozent für Therapiehunde, Blindenhunde, Rettungshunde und Hunde mit Begleithundeprüfung bzw. VDH-Hundeführerschein. Mit einer Selbstbeteiligung von bis zu 150 Euro kann der Versicherte ebenfalls sparen. Herrchen übernimmt alle Rechnungen unter der vereinbarten Summe, wie zum Beispiel die zerrissenen Schnürsenkel des Nachbars und wird dafür für den geringeren Verwaltungsaufwand von den Versicherungen belohnt.

Mit den Laufzeiten ist das so eine Sache. Kurze Laufzeiten kosten mehr. Lange Laufzeiten sind aber nicht bei allen Versicherungen sinnvoll, wenn nach einem Jahr bessere Verträge möglich sind.

7. Tarifvergleich mit Versicherungsrechnern
Drum prüfe, wer sich lange bindet – und zwar im Jahresrhythmus. Die meisten Versicherungen aktualisieren in regelmäßigen Abständen ihre Verträge. Bestehende Verträge werden aber nicht automatisch angepasst. Oft ermöglichen neue Abschlüsse besser zugeschnittene Lösungen. Zum besseren Vergleich von Angeboten lohnt sich ein Blick in einen der zahlreichen Vergleichsrechner für Versicherungen im Internet (www.vergleichen-und-sparen.de, www.check24.de und andere). Dort lässt sich auf einen Klick erkennen, was der gewählte Tarif bietet und was der vielleicht etwas teurere noch als Zusatzleistung gewährt. Doch Achtung, nicht alle Rechner haben alle Anbieter und Tarife im Programm oder können die tägliche Aktualisierung leisten. „Bei Versicherungen, die man namentlich nicht einordnen kann, sollte man das Kleingedruckte ganz genau lesen“, gibt Marco Brandt von der Agila zu bedenken. „Sonst hat man vielleicht eine Überraschungspackung gekauft.“ Auch Kerstin Heinrich rät, beim Kleingedruckten ganz genau hinzuschauen. „Einige Vergleichsrechner für Versicherungen rechnen oft nur die günstigsten Beiträge aus, ohne auf den Versicherungsumfang hinzuweisen, und bieten keine individuellen Lösungen.“ Besser ist es, sich erst einen Überblick im Internet zu verschaffen, um sich dann beim Berater seines Vertrauens einen Vertrag zusammenstellen zu lassen.

8. Überversicherung bei der Zusatzversicherung vermeiden
Brauche ich eine Vergiftungsversicherung für meinen Hund? Was ist mit Unfall-Krankenhaustagegeld? Ist das nicht alles schon bei meiner Haftpflicht enthalten? Es gibt ein schier unendliches Angebot an Policen, die jedes vorstellbare, aber auch jedes unvorstellbare Lebensrisiko abdecken. Was ist sinnvoll, was überflüssig? Eine Vergiftungsversicherung erscheint in einer idyllischen Kleinstadt mit netten Nachbarn vielleicht übertrieben, kann aber in einigen Berliner Stadtbezirken sinnvoll sein – man hört ja so einiges. Das Unfall-Krankenhaustagegeld zahlt die Unterbringung des Hundes, wenn der Hundehalter unfallbedingt ins Krankenhaus muss. Das kann Sinn ergeben, wenn man im Fall eines plötzliche Krankenhausaufenthaltes nicht wüsste, wohin mit Bello. Die Hunde-Reise-Rücktrittsversicherung springt ein, wenn eine gebuchte Reise nicht angetreten werden kann, weil der Waldi krank ist. Beim Planen sehr teurer Reisen und einem anfälligen Hund ist das keine unnötige Investition. Die Hunde-Reisekrankenversicherung garantiert dazu noch die Kostenübernahme für tiermedizinische Versorgung auch im Ausland. Übrigens: Eine Lebensversicherung für den Hund wird nicht mehr angeboten, diese Police hat sich offenbar für die Versicherer nicht gelohnt.

9: Sonderfälle beachten
Jagdhunde leben gefährlich. Ein falscher Schuss oder ein wild gewordenes Wildschwein und das war’s. Jagdhunde sind darum meist von den normalen Versicherungsverträgen für Vierbeiner ausgeschlossen. Deshalb gibt es für die Waidgenossen spezielle Jagdhunde-Versicherungen. Die Jagdhunde-Unfallversicherung ist eine Art Lebensversicherung. Die Jagdhund-Haftpflichtversicherung springt ein, wenn der Hund Schäden während der Jagd verursacht.

Auch Listenhunde bekommen bei vielen Versicherern nur Sonderverträge. Bei den beiden großen Tierversicherungen in Deutschland, Agila und Uelzener, ist das allerdings nicht so. Hier sind alle Hunde gleich. Züchtern und Hundehaltern mit mehr als einem Hund steht eine zusätzliche sogenannte Zwinger-Haftpflichtversicherung zur Verfügung. Sie umfasst die Hundehalter-Haftpflicht, kombiniert und deckt die Schäden durch eine größere Gruppe an Hunden inklusive Jungtieren ab. Alle anderen Hunde (Behindertenhunde, Arbeitshunde, Zuchttiere) werden, soweit sie nicht gewerblich genutzt werden, wie jeder normale Familienhund versichert. Das Versichern eines sehr alten Hundes kann bei Kranken- oder OP-Versicherung aber trotzdem problematisch werden. In den meisten Fällen erhöhen sich die Beiträge für einen Senior beträchtlich.

10: Umhören und mehrere Angebote prüfen
Ob sich eine Police als Mogelpackung entpuppt oder ob aus dem freundlichen Versicherungsvertreter ein pingeliger Pedant wird, der im Schadensfall nicht zahlen will, erfahren Menschen meist erst, wenn etwas passiert ist. Billig ist nicht immer günstig. Oft bleibt dem Versicherten nach einer bitteren Erfahrung nur der Versicherungswechsel. Hier gilt es sich umhören, auch mal beim Gassigang und Gesprächen mit anderen Hundefreunden. Auf welche Versicherung kann man sich verlassen? Welche zahlt ohne Umschweife und hat ein offenes Ohr für die Sorgen des Versicherungsnehmers? Bei Unzufriedenheit sollte gewechselt werden. Und wichtig zu wissen: Erhöht sich beispielsweise der Tarif, ist eine fristlose Kündigung des Vertrags möglich.

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