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Aktiv mit Hund Lass laufen!

06.01.2018

Immer die gleiche Gassirunde? Schluss damit! Mit Hund leben heißt, sich zu bewegen. Ideen für mehr Action.

Auf zum Hundesport

Hundesport wird von Jahr zu Jahr beliebter, das zeigt eine Studie von Fressnapf. Die Zahl der Teilnehmer im organisierten Hundesport stieg demnach von 2012 mit 297.000 Teilnehmern auf mehr als 314.000 in 2014. Besonders beliebt ist dabei Agility, gut 70 Prozent der Hundesportler haben Spaß daran. Doch es gibt mehr Möglichkeiten, mit dem Hund aktiv zu sein. DOGS stellt die spannendsten Sportarten vor. Mehr über die Teilnahmemöglichkeiten am Hundessport erfahren Sie unter www.dvg-hundesport.de oder www.vdh.de/hundesport.

Springen und Fangen: Dog-Frisbee, auch Discdogging genannt, ist Teamsport mit einer Wurfscheibe, der Mensch und Hund fordert. In der einfachsten Variante wirft ein Mensch ein Frisbee und der Hund bringt es zurück. Als Geburtsstunde gilt die Einlage des Whippets Ashley, die 1957 in der Pausenshow eines Baseball­spiels mit ihrem Besitzer Alex Stein das Spielfeld eroberte. Der Vorteil beim Dog-Frisbee ist, dass man die Anforderungen individuell an den Hund anpassen kann. Es gibt keine festen Regeln, die den Schwierigkeits­grad festlegen. Jeder gesunde und motivierte Hund ist in der Lage, diesen Sport auszuführen.

Entscheidender als Rasse und Größe sind Spielfreude und ein moderater Beutetrieb. Zunächst wird ohne Hund eine Wurftechnik erlernt. Dann kommt der vierbeinige Trainings­partner ins Spiel. Grundregel: Je größer der Hund, desto weniger Sprünge sollte man einbauen, um die Gelenke zu schonen. Vor dem ersten Training sollte der Hund beim Tierarzt durchgecheckt werden und auch vor jedem Üben ist ein ausgiebiges Aufwärmen wichtig.

Flink durch den Parcours: Beim Agility überwindet der Hund einen aus mehreren Hindernissen bestehenden Parcours in einer festgelegten Reihen­folge und in einer gegebenen Zeit, der Hundeführer zeigt ihm mit Körper­sprache und Hörzeichen den Weg. Konzentration ist gefragt, denn erst die Genauigkeit macht Teams zu Champions. Agility wurde erstmals 1978 während einer Zuchtschau in England gezeigt. Neben einem guten Grund­gehorsam und Spaß an der Bewegung sollte ein Mindest­alter von zwölf Monaten beim Hund gegeben sein.

Beim Agility geht es um die saubere Ausführung jeder einzelnen Aufgabe, die der Parcours bietet. Kontakt­zonen regulieren das Tempo und sorgen dafür, dass die Hunde nicht aus jeder Höhe und Entfernung abspringen. Auf diese Weise reduzieren sie die körperliche Belastung und damit das Verletzungs­risiko. Eine modifi­zierte Wettbewerbs­form ohne Kontaktzonen­hindernisse ist das Jumping. Dabei wird die Lauf­geschwindigkeit erhöht, was nicht nur den Hunden, sondern auch den Hunde­führern Fitness abverlangt.

Für Teamgeister: Obedience ist die pure Harmonie eines Mensch-Hund-Teams, sagen Fans. Die Heraus­forderung ist dabei die exakte Kommuni­kation und deren perfekte Umsetzung. Beim Obedience, dem englischen Wort für Gehorsam, werden die klassischen Elemente der sogenannten Unterordnung zu einer Sport­disziplin ausgebaut.

Übungen wie zum Beispiel Sitz, Bleib, Steh, Freifolge und Apport werden zu einer Choreo­grafie kombiniert. Dabei kommt es auf Präzision, Schnellig­keit und Harmonie zwischen Mensch und Hund an. Besonderes Augenmerk wird auf die Kontrolle über eine größere Distanz gelegt. Voraus­setzung ist ein Mindest­alter des Hundes von fünfzehn Monaten. Des Weiteren schreibt der Verband für das Deutsche Hundewesen, VDH, eine erfolgreich absolvierte Begleithunde­prüfung vor.

Da Obedience keine athle­tischen Leistungen abverlangt, steht dieser Sport selbst Menschen und Hunden mit Behinderungen offen, auch betagte oder körper­behinderte Hunde können an Wettbewerben teilnehmen. Bestehende Handicaps werden von den Punkt­richtern bei der Bewertung berücksichtigt. Eine Besonderheit besteht darin, dass jedes Mensch-Hund-Team von einem Ringsteward durch den Parcours geleitet wird. Er gibt exakte Anweisungen, welche Übung als Nächstes zu bewältigen ist. Die Heraus­forderung für das Mensch-Hund-Team besteht unter anderem darin, die Anweisungen des Ringstewards schnell zu erfassen und dann exakt auszuführen.

Auftritt zu zweit: Dogdance. Es ist spektakulär, wenn Hund und Mensch sich gemeinsam rhythmisch zur Musik bewegen. Border Collies ebenso wie Chihuahuas oder Neufund­länder, für alle ist Dogdance geeignet. Für alte Hunde und gehandicapte gibt es spezielle Klassen, auch taube Hunde können tanzen. Beste Voraus­setzungen haben Tieren, die sich gut motivieren lassen und sich nicht gestresst fühlen, wenn um sie herum viel los ist.

Dogdance braucht viel Vertrauen und Harmonie aus positivem Training. Die meisten Dogdancer arbeiten mit dem Clicker, also dem akustischen Signal, das dem Hund anzeigt, dass er etwas korrekt ausgeführt hat. Eine Übung wird in viele Zwischen­schritte unterteilt, die intensiv mit Futter oder Spielzeug belohnt werden. Klappen die Einzel­schritte, setzt man sie zusammen.

Eine Choreo­grafie besteht aus zahlreichen Übungen, die miteinander verbunden werden. Man unterscheidet zwei Disziplinen: Freestyle und Heelwork to Music (HTM). Im HTM sind fast nur Führ­positionen erlaubt: vorwärts, rückwärts und seitwärts in verschiedenen Laufgeschwindig­keiten sowie technische Elemente wie eine Drehung auf der Stelle. Eine Choreografie im Freestyle darf aus Heelwork und allen anderen Tricks bestehen.

Hund vor Herrchen: Canicross. Wie Jogger schneller werden? Sie lassen sich von ihrem Hund ziehen! Das ist kein Scherz, sondern Canicross. Bei diesem Teamsport sind Mensch und Tier mittels Zuggeschirr, Leine und Laufgürtel verbunden. Durch die Zugkraft des Hundes ist der Läufer bis zu vier Stunden­kilometer schneller – gut für Oberschenkel und Kondition. Und für ein tolles Wirgefühl.

Das Querfeld­einlaufen macht nicht nur Laune, sondern hat auch das Potenzial zum Breitensport. Weil es einfach geht. Weil auch Königspudel und Cocker Spaniel dafür geeignet sind. Und weil sowieso jeder der sechs Millionen Hunde­besitzer in Deutschland mindestens zweimal täglich mit seinem Kumpel hinausgeht.

Gemeinsam ans Ziel: Reiten mit Hund. Viele Reiter haben Hunde. Doch was passiert, wenn ein Flucht­tier auf einen Beutejäger trifft? Damit aus dem Hund auch ein guter und verlässlicher Reitbegleiter wird, hat Sabine Lang, Pferde­trainer aus dem Allgäu, den Horse & Dog Trail erfunden, einen Hindernis­parcours, der die Zusammen­arbeit der Tiere fördert.

Gemeinsam geht es durch Weidetore und über Holzbalken, Übungen zum An- und Ableinen gehören dazu. So entsteht Harmonie zwischen Hufen und Pfoten. Eine hervor­ragende Voraussetzung, damit der entspannte Ausritt ins Grüne gelingt.

Ziehen erlaubt: Bikejöring. Glück, das sind fliegende Ohren im Fahrtwind. Wer einmal zugeschaut hat, wie sich ein Hund ins Zug­geschirr legt, will den Rausch der Geschwindig­keit sofort selbst erleben. Dazu braucht es ein Rad oder einen speziellen Tretroller (Dogscooter). So kann der Mensch beim fliegenden Galopp der Pfoten mithalten.

Bis zu 35 Stunden­kilometer schnell wird ein Mensch-Hund-Gespann beim Querfeldein­radeln, auch Bikejöring genannt, je nach Rasse, Gewicht und Untergrund. Weil es über Stock und Stein geht, ist gute Teamarbeit gefragt. Und weil die Trails teilweise steil sind, geht die Sache mächtig in die Beine. Fragt sich, wer sich da mehr anstrengen muss. Empfehlens­wert ist in jedem Fall ein Einsteiger­kurs, damit die Kommandos richtig sitzen.

Bis ans Ende der Welt: Dogtrekking. Einfach immer weiter gehen, auf hohe Berge laufen und an das Meer, Abenteuer erleben, das alles ist Dogtrekking.

In der noch jungen Szene treffen sich Hunde­menschen, deren Leidenschaft das Weitwandern ist und die sich deshalb schon jetzt den Termin für das nächste Zugspitz-Dogtrekking im Kalender notiert haben.

Je nach Leistungs­stand überwinden die Teilnehmer hier mehr als fünftausend Höhenmeter und bis zu siebzig Kilometer. Schlafen, essen, Blasen pflastern – und weiter. Für Einsteiger gibt es auch kürzere Strecken.

Für harte Hunde: Triathlon. Schwimmen, Biken, Laufen, das ist Triathlon. Gemeinsam mit dem Hund wird daraus ein Sport, der alles vereint, was mit Bewegung sein kann.

Dog-Triathleten bereiten sich und ihre Hunde monatelang auf die Wettkämpfe vor und reisen für den Wettkampf bis nach Österreich, zum Iron Dog, dem Vorreiter aller Hunde-Triathlons. Wer dort mitmachen möchte, muss mindestens an einem Canicross-Workshop teilgenommen haben und das wichtigste aller Kommandos beherrschen, das „Stopp“. Denn los wollen die Hunde inmitten der Energie eines solchen Wettbewerbs von ganz allein.

Dreck macht glücklich: Hindernislauf. Canicross trifft auf Matsch, Teamarbeit auf Herausforderung: Hindernis­läufe mit Hund sind eine schmutzige Symbiose aus Sport und Spaß. Mitmachen kann jeder, Schnellig­keit und Zeit spielen keine Rolle, wichtiger sind die Freude an der Bewegung und das Vertrauen in die Beziehung zum Hund.

Vorreiter dieses neuen Trends ist die Veranstaltung Tough Hunter, mittlerweile gibt es mit dem Strong Dog Wild & Dirty einen ersten Nachahmer. Was es dafür braucht? Neben Klamotten, die schmutzig werden dürfen, ein gut sitzendes Zuggeschirr – und Freude an Matsch­löchern.

Spuren im Schnee: Ski mit Hund. Es geht tief hinein in den Winterwald. Dorthin, wo sich Luchs und Reh Gute Nacht sagen. Hunde­trainer Michael Eichhorn nimmt seine Gäste mit auf eine Woche Skilang­lauf in den Nationalpark Böhmerwald. In dieser entlegenen Ecke Europas dürfen Hunde nämlich das, was ihnen sonst verwehrt bleibt: mit auf die Loipe.

Ein Erlebnis, das Lust macht auf Winter mit Hund. Winter ja, aber bitte mit mehr Tempo? Für alle, die lieber den Berg hinauf­laufen als die Loipe entlang, organisiert Eichhorn in Österreich zudem Trainings für Skitouren­geher. Wie führe ich den Hund, damit die Pfoten heil bleiben? Und was muss ich bei der Abfahrt beachten? Ein Praxistag, der in die Beine geht. In alle sechs.

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