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Test für Hundehalter Habe ich Hundegefühl?

Astrid Nestler 06.07.2016

Der Test des Trainers Michael Stephan enthält Fragen und Übungen, die sich am besten in der Gruppe durchführen lassen. Laden Sie also Hundehalter ein oder fragen Sie in der Hundeschule, wer Lust hat mitzumachen

Wissen Sie, wie Ihr Hund aussieht?

Erkenne ich ihn am Pfotenabdruck?

Teilnehmerzahl: 10 bis 15 Hunde und ihre Besitzer Machen Sie von jedem Hund einen Pfotenabdruck auf einer Karteikarte, am besten mit einem Stempelkissen. Schreiben Sie den Namen des Hundes auf die Rückseite der Karte. Mischen Sie die Karten. Nacheinander soll jeder Teilnehmer bestimmen, welcher Pfotenabdruck zu seinem Hund gehört.

Erkenne ich ihn am Geruch seiner Haare?

Teilnehmerzahl: 8 bis 12 Hunde und ihre Besitzer Schneiden Sie jedem Hund ein kleines Büschel Haare ab oder bürsten Sie einige aus. Stecken Sie die Haare in ein sauberes Schraubglas. Jeder Teilnehmer soll nun versuchen, die Haare seines Hundes erst am Aussehen zu erkennen und anschließend noch mal mit verbundenen Augen am Geruch.

Würden Sie Ihren Hund am Pfotenabdruck oder am Geruch erkennen?
Würden Sie Ihren Hund am Pfotenabdruck oder am Geruch erkennen? © Imago

Erkenne ich ihn an seinen Schritten?

Teilnehmerzahl: 8 bis 12 Hunde und ihre Besitzer Der Testperson werden die Augen verbunden. Ein Helfer auf Socken führt verschiedene Hunde nacheinander durch den Raum. Erkennt der Halter seinen Hund am Gang?

Tipp des Trainers: „Lassen Sie während der Übung eine Video­kamera laufen. Man sieht ganz oft: Der Hundehalter beginnt bereits zu grinsen, sobald die Tür sich öffnet. Das Unterbewusstsein bekommt­ mit: Jetzt kommt mein Hund.“

Erkenne ich ihn an seinem Fell?

Teilnehmerzahl: 8 bis 12 Hunde und ihre Besitzer Wieder werden der Testperson die Augen verbunden. Ein Helfer nimmt ihre Hand und streicht damit über den Rücken verschiedener Hunde. Welches Fell gehört dem Hund der Testperson?

Erkenne ich ihn, ohne ihn zu sehen, zu hören oder zu riechen?

Teilnehmerzahl: ab 6 Hunde und ihre Besitzer Drei Hundeboxen werden mit Tüchern verhängt. In jeder Box sitzt ein Hund. Die Besitzer kommen in den Raum und sollen zu der Box gehen, zu der sie sich hingezogen fühlen. Welcher Hund sitzt dort in der Box?

Tipp des Trainers: „99 Prozent aller Menschen laufen geradewegs auf die Box zu, in der ihr Hund ist. Dafür habe ich keine Erklärung. Wir sind zwar wunderbar vernetzt mit Google und der ganzen Welt, gucken dauernd auf das Smartphone, aber was vor unseren Füßen passiert, übersehen wir mittlerweile. Wir haben gelernt, diese­ Dinge als unwichtig zu erachten. Ich möchte, dass die Leute wieder Zugriff haben auf das, was da verschüttgegangen ist.“

Erkenne ich ihn am Geräusch, das er beim Trinken macht?

Teilnehmerzahl: 8 bis 12 Hunde und ihre Besitzer Der Testperson werden entweder die Augen verbunden oder sie sitzt mit dem Rücken zum Geschehen. Mischen Sie etwas Leberwurst in eine Wasserschüssel und lassen Sie nacheinander verschiedene Hunde daraus trinken. Wer erkennt seinen Hund am Schlabbergeräusch?

Können Sie ihn gut einschätzen?

Ich sehe was, das du nicht siehst!

Teilnehmerzahl: 5 bis 6 Hunde und ihre Besitzer Jedem Hund werden nacheinander sechs unterschiedliche Dinge gezeigt, zum Beispiel ein Schweineohr, ein Spielzeug, ein anderer Hund, ein ungewöhnlich aussehender Mensch (beispielsweise mit einer Papiertüte über dem Kopf), ein Gegenstand, den er nicht kennt (eventuell ein großes Plüschtier), ein komischer Geruch (wie verdünntes Teebaumöl, das mit einem Zerstäuber in seine Richtung gesprüht wird). Der Besitzer des Hundes weiß zwar, welche Gegenstände seinem Tier gezeigt werden, aber er weiß nicht, in welcher Reihenfolge dies geschieht. Die Übung wird dafür so aufgebaut, dass der Besitzer zwar seinen Hund sehen kann, er aber nicht sieht, was dieser sieht. Der Mensch soll jetzt die Reihenfolge der Gegenstände anhand der Reaktionen seines Hundes bestimmen.

Ich weiß, was ich an dir habe!

Teilnehmerzahl: mindestens 6 Hunde und ihre Besitzer Drei Hundeboxen werden im Raum verteilt. Die erste enthält eine Schale mit Katzenfutter, in der zweiten ist ein Hund, in der dritten der Besitzer des Hundes, der als Nächstes getestet wird. Die Boxen sind verschlossen. Bevor der Hund hereingebracht wird, soll sein Besitzer vorhersagen, wie sein Hund sich verhalten wird, wenn er sich frei im Raum bewegen darf.

Tipp des Trainers: „Die Teilnehmer erfahren, wie groß die Bindung des Hundes zu ihnen ist. 99 Prozent der Besitzer denken, ihr Hund sei nicht vom Katzenfutter wegzukriegen oder würde eine Spielaufforderung beim Hund machen oder ihn vermöbeln wollen. Doch fast immer besteht kein Interesse am Inhalt von Box 1 oder 2, sondern der Hund zeigt pure Freude bei seinem Halter. Da pas­siert beim Menschen ganz viel, wenn er diese Erfahrung macht.“

Weitere Übungen finden Sie auf der DVD „Erlebnistiefe Verbundenheit“ (Lana-Film, 39,95 Euro) und in den Erlebnisseminaren von Hundetrainer Michael Stephan, www.mensch-hund-systeme.de.

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