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Familientauglich Die besten Hunde für Familien

Kate Kitchenham 05.05.2011

Wenn Eltern sich und ihren Kindern den Wunsch nach einem Hund erfüllen wollen, beginnt die Suche nach der richtigen Rasse. Welche Hunderassen werden für Familien empfohlen?

In Deutschland leben rund 5,5 Millionen Hunde, gut drei Viertel davon in Familien mit Kind. Sieht man sich die positive Wirkung des Hundes auf den Menschen und auf Kinder im Speziellen an, überrascht diese Tatsache kaum. Hunde können die Gesundheit positiv beeinflussen, sie fördern den Stressabbau, sorgen für regelmäßige Bewegung im Freien und sind Kindern ein verlässlicher Partner, der Struktur und Nähe fördert.

Die besten Hunde für Familien
Viele Kinder sehnen sich nach einem treuen, vierbeinigen Freund. Doch welcher Hund passt zur Familie? © Angela Lumsden

Eltern, die ihre Familie um einen Mitbewohner auf vier Pfoten erweitern möchten, stehen zu Beginn vor der wichtigsten Frage: Welche Rassen eignen sich für Familien? Körpergröße und Temperament spielen eine Rolle, aber auch der Zeitaufwand für die Beschäftigung und Pflege des Hundes sowie die daraus entstehenden Kosten sollten in die Entscheidung einfließen.

Es gilt der Grundsatz

Der Hund sollte zur Familie und die Familie sollte zum Hund passen. Nur dann ist ein erfülltes Miteinander für alle Beteiligten möglich. Gehören zum Beispiel kleine Kinder zum Haushalt, sollte der Hund Lärm und wildem Kinderspiel gelassen gegenüber stehen.

Ältere Kinder können bereits in die Versorgung des Hundes mit einbezogen werden und gemeinsam mit Hund und Eltern auf Abenteuersuche im Freien gehen. Auch die Wohnsituation der Familie entscheidet darüber, welche Hunderassen in Frage kommen. Eine Etagenwohnung im 3. Stock ist kein Ausschlusskriterium für einen Hund, spricht jedoch gegen die Anschaffung einer großwüchsigen Rasse.

Familienhunde sollten im Allgemeinen nervenstark und gutmütig sein, so dass sie dem Nachwuchs schon mal eine grobe Berührung verzeihen und sich von Hektik nicht aus der Ruhe bringen lassen. Ob ein Hund mit seiner Rolle als Familientier glücklich wird, liegt jedoch nicht nur an den Genen, sondern auch an seinen Menschen. Diese Regeln können helfen, dass das Zusammenleben klappt:

6 goldene Regeln für das Zusammenleben

1. Eltern tragen die Verantwortung für den Hund

Für ein harmonisches Zusammenleben sind Erwachsene zuständig. Sie müssen alle Konflikte regeln und greifen deshalb sofort ein, wenn der Hund Sohnemanns Kuscheltier stolz durch die Gegend trägt. Eltern vertreiben Kinder aus dem Hundekorb und verdeutlichen dem Welpen, dass zarte Kinderhände keine Kaustangen sind.

2. Eltern erziehen den Hund

Kinder und Hunde dürfen sich nicht gegenseitig disziplinieren. Deshalb wird jeder Versuch des Hundes, das Kind anzuknurren oder gar zu schnappen, sofort und deutlich verboten. Kinder lernen vom ersten Tag an, dass sie zwar lautstark um Hilfe rufen dürfen, falls der Hund etwas Verbotenes macht (siehe 5. Regel), sollten ihn aber nie selbst daran hindern.

3. Babysitterdogs gibt es nicht

Eltern muss klar sein: Hunde können zwar großartige Kumpel, dürfen aber niemals kostengünstige Babysitter sein. Eltern dürfen ihre Hunde mit Kindern nicht allein lassen. Nur so lässt sich Bello ersparen, dass ihm Ohren langgezogen oder Erbsen in die Nase gesteckt werden. Und der Hund lernt, seinen Erwachsenen zu vertrauen, er weiß, dass sie für ihn da sind und Konflikte mit den Kleinen für ihn regeln.

4. Zonen einrichten

Wir alle beanspruchen Rückzugsorte und Freiräume. Deshalb gibt es Bereiche und Gegenstände, die für andere tabu sind. Das Gleiche gilt für den Hund in der Familie. Für ihn gehört zum Beispiel das Körbchen als sicheres Refugium dazu, falls es ihm im Haus zu laut und stürmisch wird. Dies sollten alle Mitglieder der Familie respektieren, genauso wie der Hund lernen und berücksichtigen muss, dass die Pumps der Mutter, die Pantoffeln dem Vater und die Kuscheltiere den Kindern gehören.

5. Petzen erlaubt

Kinder dürfen zwar nicht eingreifen, sollen aber petzen, falls der Hund Hausregeln bricht. Die meisten Kinder finden das toll, fühlen sich sehr wichtig, und ihre Eltern können schneller reagieren, sobald das vierbeinige Familienmitglied auf die Idee kommt, die frisch angelegten Blumenbeete umzugraben oder das Aroma von Omas Perserteppich zu kosten.

6. Familienrat

Besonders in der ersten Zeit mit Hund läuft nicht immer alles nach Plan. Der neuen Barbie wird der Kopf zerkaut, die Tochter möchte den Welpen als Prinzessin verkleiden, und Papa findet betteln am Tisch nicht so schlimm und gibt dem Hund vom Leberwurstbrot ab, was wiederum die Mutter in Rage bringt. Im Familienrat kommt jeder zu Wort, darf sagen, was ihn nervt, und es kann diskutiert werden, wie alle es besser machen können. Auf diese Weise fühlen sich auch Kinder ernst genommen, und Hundeerziehung tut so ganz nebenbei viel für ein gutes Gemeinschaftsgefühl in der Familie – was wiederum dem Hund zugutekommt!

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