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Was Huskys gefällt Gutes Leben für die Nordischen

Andrea Mertes 21.07.2016

Wer mit einem Husky zusammenleben will, sollte sportlich und gern draußen sein. Auch bei kaltem und nassem Wetter. Wer Huskys sind und was sie brauchen

Wer Huskys sind

Als „Hunde vom Urtyp“ bezeichnet der internationale Dach­verband FCI die nordischen Schlittenhunde. Die bekannteste Rasse dieser Kategorie ist der Siberian Husky. Auch der Alaskan Malamute, der Samojede und der Grönlandhund zählen dazu. Gemeinsam ist den nordischen Schlittenhunden ihr großer Arbeitswille. Es sind mittelgroße, muskulöse Tiere, charakterstark und sehr selbstständig, freundlich gegenüber Menschen, aber nur bedingt auf sie bezogen, weshalb sie sich nicht als Wachhunde eignen. Ihr Jagdinstinkt ist stark ausgeprägt.

Huskys haben einen sehr hohen Bewegungsbedarf
Huskys haben einen sehr hohen Bewegungsbedarf © Eldad Carin/ Stocksy

Wie Huskys leben

Aufgrund ihrer ausgeprägten Instinkte und ihres Sozialverhaltens ist das Leben im Rudel für die Nordischen sehr wichtig. Der Mensch ist kein Rudelersatz. Diese Tiere brauchen das Leben in der Gruppe, um geistig nicht zu verkümmern. Zudem ist ihr Bewegungsdrang sehr groß. Eine Wohnungshaltung ist deshalb problematisch, Martin Eigentler lehnt sie generell ab. Er ist sich sicher: „Es ist nicht möglich, einen Schlittenhund artgerecht nur als Haushund zu halten.“

Was Huskys brauchen

Arbeit, Arbeit, Arbeit! Schlittenhunde haben einen sehr hohen Bewegungsbedarf, vor allem in den kühleren Jahreszeiten. Die meisten Hundehalter möchten jedoch gerade in den warmen Sommermonaten möglichst viel mit ihrem Vierbeiner unternehmen. Ist es kalt, nass und matschig, geht man lieber nur kurz vor die Tür. Die Nordischen lieben es jedoch genau umgekehrt: Je kälter, desto agiler und lebensfroher werden sie. In der Szene heißt es deshalb: „Im Sommer steht der Schlittenhund.“ Was bedeutet, dass Musher ihre Tiere in den heißen Monaten nicht einspannen und trainieren. Die Saison beginnt, wenn die Temperaturen unter zehn Grad sinken.

Wie das Zusammenleben gelingt

Die Nordischen sind Naturburschen, die einen aktiven, sport­lichen Besitzer wollen. Mit einem guten Trainingsplan lassen sich die Tiere jenseits von Mushing und Schlittenhundesport so auslasten, dass sie geistig und körperlich gesund bleiben.

Martin Eigentler hat für DOGS einen Trainingsplan entworfen. Er empfiehlt:

Zweimal die Woche eine Fahrradtour zum Trainieren und Auspowern (45 bis 60 Minuten), am Wochenende eine lange Radtour, danach zwei Tage Pause. Je regelmäßiger die Trainingszeiten, desto besser kann sich der Hund darauf einstellen. In den Pausenzeiten: Joggen, Gassigänge, soziale Kontakte mit anderen Hunden. Unter dem Stichwort Bikejöring finden sich online spezielle Zuggeschirre und –leinen für Radtouren.

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