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Hundezucht Sollte ich züchten?

Philip Alsen 02.06.2016

Um das zu beantworten, stellen Sie sich die Frage „Warum will ich züchten?“ Das klingt banal, wer aber vorher weiß, was auf einen gewissenhafte Züchter zukommt, lässt es manchmal sogar bleiben. Eine to-do-Liste in 5 Schritten

1. Mitglied im Zuchtverein werden

Die Welt der kontrollierten, verantwortungsbewußten Rassehundezucht ist hierachisch aufgebaut: Weltweiter Dachverband (mit Ausnahme von Nordamerika und England) ist die FCI, die in Belgien sitzende „Federation Cynologique Internationale“, die in den einzelnen Ländern Verbände, in denen die Zuchtvereine Mitglied sind. Dachverband in Deutschland ist der „Verband für das Deutsche Hundewesen“ (VDH). In ihm sind 175 Rassezuchtverbände organisiert. Beispiel: Wenn sie Französische Bulldoggen züchten möchten, werden Sie Mitglied im „Internationalen Klub für Französische Bulldoggen e.V.“ (IKFB) und sind dadurch automatisch Mitglied im VDH und in der FCI. Frage: „Kann ich nicht auch in einem anderen Verband Mitglied werden?“ Ja natürlich, aber: Von züchterischen Idealen und der Liebe zum Hund mal abgesehen, kann keiner alle Hunde eines Wurfes behalten und wird sie verkaufen wollen. „Mit Papieren zu züchten“ ist da ein Qualitätsmerkmal. Problem: in den vergangenen Jahren haben sich eine Vielzahl von Verbänden gegründet, die teils sehr lockere oder gar keine Zuchtvorschriften haben, und deren Papiere tatsächlich nur ideellen Wert besitzen. Wenn Sie am internationalen Ausstellungswesen teilnehmen möchten, brauchen Sie Papiere der FCI.

2. Die Zuchthündin auswählen

Rassen sind „mensch-gemacht“ und wer züchtet, tut das mit einem gewissen Ziel: Bei Arbeitshunden geht’s um Leistung, in der Schönheitszucht geht’s darum, dem vorgegebenen Standard möglichst nahe zu kommen. Ein hübscher, rassetypischer Hund ist tatsächlich eine züchterische Leistung. Egal wofür Sie sich entscheiden: Ihre Hündin muss den vom Verein vorgegebenen Zuchtvorraussetzungen entsprechen und zur Zucht „gekört“ werden. Bis Ihre Hündin soweit ist, dauert es mindestens 1,5 bis zwei Jahre.

3. Einen Zwinger beantragen

Ist die Hündin gekört, können Sie einen Zwinger beantragen. Das läuft über den Hundeverein. Ist der Papierkram erledidgt, bekommen Sie Besuch vom Zuchtwart des Vereins. Er guckt sich die Räumlichkeiten an, denn Welpen brauchen Platz, frische Luft und spätestens ab der dritten Woche (bis dahin stimuliert die Hündin die Verdauung der Welpen, und macht auch „sauber“), kommt die Verdauung der Welpen in Gang und die Welpenbox im Wohnzimmer wird nicht mehr reichen. Ist die sogenannte „Zwinger-Abnahme“ geschafft, könnten Sie Hunde züchten.

4. Einen passenden Rüden finden

Haben Sie bisher vielleicht noch nicht wirklich gewusst was der Hundeverein für Sie tun kann, spätestens jetzt erfahren sie es: bei der Zucht spielen Anlagen eine Rolle, vor allem aber geht es um Gesundheit – und dafür brauchen Sie die Datenbank des Vereins. Denn der Rüde, der ihre Hündin belegen soll, muss äußerlich und »innerlich« passen. Stammbaum, medizinische Daten, erbrachte Leistungen – der hinter den Daten stehende Genpool ist der wahre Schatz der Vereine. Vor der Verpaarung werden so Inzuchtkoeffizienten berechnet und eine Nachkommenanalyse erstellt.

5. Die Welpen kommen

Ist die Hündin belegt, kann der Tierarzt nach drei Wochen sehen ob sie aufgenommen hat, und nach durchschnittlich 63 Tagen fallen die Welpen. Spätestens jetzt müssen sich Züchter damit auseinandersetzen, Welpenkäufer zu finden. Bis zur Abgabe vergehen mindestens acht Wochen, und die sind mit Arbeit angefüllt. Denn die Welpen durchlaufen nach der Geburt verschiedene Phasen, und in jeder ist der Züchter gefragt: Sauber machen, umsorgen, prägen, sozialisieren und für eine gute Zukunft sorgen. Das ist die Arbeit eines Züchters. Vielleicht viel mehr, aber auf keinen Fall weniger.

Sabine

2016.06.06 um 18:10 Uhr

Ich finde den Ansatz für den Artikel grundsätzlich gut, allerdings wird viel zu kurz gegriffen. Dieses Thema "in 5 Schritten" abfertigen zu wollen, vermittelt doch sehr den Eindruck, als sei das etwas für Jedermann. Das Thema sollte viel umfangreicher behandelt werden.

Jochen

2016.06.14 um 22:25 Uhr

Schwachsinn.

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