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Wesens-Check Was das Aussehen über einen Mischling verrät

29.09.2011

Hängende Rute oder kleiner Ringelschwanz? Anhand von Körperteilen kann der bayrische Hundeexperte Anton Fichtlmeier ziemlich genaue Rückschlüsse auf das Grundwesen eines Mischlingshundes ziehen.

Die Wolfskralle

Sie ist ein Überbleibsel, eine Art fünfte Zehe an den Hinterläufen, gleich welcher Rasse. Hunde mit Wolfskralle sind ähnlich wie nordische Rassen oder Bracken ursprünglich und instinktgebunden, was sich in der Kommunikation mit Artgenossen zeigt sowie bei der Ausformung ihrer Talente, zum Beispiel Herdenschutzhund-Typ.

Die Kopfform

Vorstehhund-Typen mit Himmelfahrtsnase tendieren zum Hochwindsucher. Ein Hund mit einem sogenannten Downface dagegen verliert sich schneller in einer trieblichen Handlung, neigt zur unkontrollierten Verselbstständigung, ist aber der bessere Arbeitshund. Downface nennt man eine Kopfform, bei der Stirn und Nase eine gerade Linie bilden, wie zum Beispiel bei Bullterriern.

Wichtig zu wissen!

Eine klare Beurteilung über das Wesen eines Mischlings ist nur möglich, wenn alle Komponenten der körperlichen Ausformungen als Einheit gesehen werden. Die einzelnen Ausformungen ergeben ein Gesamtbild. Läufe, Fell usw. ergeben eine individuelle Bewegungskoordination und ein individuelles Muster, wie auf Reize des Umfelds reagiert werden kann.

Sie möchten wissen, was „drin ist“?

Ein Erbguttest, bei dem die Erbinformationen entschlüsselt werden, macht es möglich, sogar mit Zertifikat. Bekannt sind solche Verfahren aus der Kriminalistik, dort werden Speichel- oder Haarproben ausgewertet, um Täter zu bestimmen. Beim Mischlingstest läuft es ebenso. Etwa achtzig Prozent aller in Deutschland registrierten Rassehunde wurden inzwischen genetisch erfasst, ihre Daten liegen in den Laboren vor. Die DNA eines Mischlings wird mit den Daten der Rassehunde abgeglichen und es wird entsprechend der prozentualen Häufigkeit eine Rangliste erstellt. Die Speichel- oder Haarprobe kann zu Hause genommen werden und wird ins Labor geschickt. Die Unternehmen CaniVaris und CanisMix bieten die Analyse für rund 90 Euro an.

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