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Das Beste für den Hund Hundefutter: Die Qual der Wahl

Dr. B. Glöwing, J. Peschel-Paetzold und K. von der Leyen

Hundefutter ist ein sensibles Thema für Hundefreunde, schließlich gibt es dazu viele Meinungen. Wir nennen Vorteile von Trocken-, Nass- und Rohfütterung und helfen bei der Entscheidung für das richtige Hundefutter.

Das Hundefutter für zwischendurch: Leckerlis

Das Leckerli gilt als Ergänzungsfuttermittel und wird gern als Belohnung im Alltag an den Vierbeiner verfüttert. Genau wie beim Barfen oder der Fütterung von Trocken- und Nassfutter gilt es, auf die Zusammensetzung zu achten. Die zusätzliche Leckerei sollte zudem von der täglichen Futterration abgezogen werden, denn jeder zusätzliche Happen stellt eine weitere Energiequelle für den Hund dar.

Hundefutter mit Biosiegel

Genau wie bei der Ernährung des Menschen stellt sich auch beim Hundefutter die Frage nach der ökologischen Herkunft. Gerade aus Umwelt- und Tierschutzaspekten sollte die Wahl zum Bioprodukt tendieren. Schließlich handelt es sich hierbei um Fleisch, welches nicht aus der Massentierhaltung stammt. Die Zusätze wie Gemüse oder Getreide im ökologischen Hundefutter sind zudem frei von Pestiziden.

Doch es gibt große Qualitätsunterschiede in Sachen Hundefutter mit Biosiegel, denn schließlich hängt gutes Hundefutter von der Zusammensetzung aus Proteinen, Getreide und Nährstoffen ab. Deshalb sollte stets auf die Nährstoffangaben auf dem Hundefutter geachtet werden.

Hundefutter: Mit Diät zum Wunschgewicht

Nicht nur Menschen nehmen bei falscher Ernährung und zu wenig Bewegung zu, auch Hunde können unter Übergewicht leiden. Etwa die Hälfte aller Hunde hierzulande neigt zu Adipositas. Dies kann verschiede Ursachen haben. Zum Beispiel nehmen Hunde häufig nach einer Kastration zu, da diese hormonelle Veränderungen zur Folge hat. Genauso können Bewegungsmangel, Rasse und Alter ein Grund für die Dickleibigkeit des Hundes sein.

Übergewicht kann Krankheiten wie Diabetes zur Folge haben. Deshalb sollte möglichst schnell gehandelt werden. Im ersten Schritt ist es sinnvoll, das Hundefutter zu überdenken. Bei der Fütterungsempfehlung des Herstellers handelt es sich um Richtwerte. Die Futtermenge hängt jedoch auch von Faktoren wie Rasse, Alter, Aktivität, Haltung und Gesundheitszustand des Hundes ab.

Daher benötigt ein aktiver Welpe im Wachstum Hundefutter mit einem höheren Energiegehalt als ein ruhiger Senior von über zehn Jahren. Neben der Futtermenge ist die Bewegung relevant. Wenn Hunde zu viele Kalorien über das Hundefutter aufnehmen, aber zu wenig bewegt werden, dann leidet der Hund schnell an Übergewicht. In diesem Fall sollten die Futterrationen verringert werden und für mehr Auslauf gesorgt werden.

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Hundefutter: Unverträglichkeiten beim Hund

Leider kommt es bei manchen Hunden zu Unverträglichkeiten. Diese äußern sich durch Magen-Darm-Probleme, Juckreiz, Haarausfall, entzündete Ohren oder Pfoten und auch durch Verhaltensauffälligkeiten. Diese Unverträglichkeiten haben ganz unterschiedliche Ursachen: von Konservierungsstoffen und Fetten über Proteine und Kohlenhydrate bis hin zum Getreide oder einer bestimmten Fleischart wie Rind im Hundefutter.

Sobald Symptome auftauchen, gilt es zu handeln. Hier gibt es zwei Möglichkeiten: Zum einen kann eine Blutuntersuchung Aufschluss darüber geben, wo die Unverträglichkeit liegt. Zum anderen gibt es den Weg der Ausschlussdiät. Hierbei wird über Wochen auf einen bestimmten Zusatzstoff im Hundefutter verzichtet.

Die Konsequenzen von Nichtbeachtung einer Unverträglichkeit können sogenannte Folgeallergien sein. Andere Bestandteile im Hundefutter können dann ebenfalls allergieauslösend wirken, wenn trotz allergischer Reaktionen weiter gefüttert wird.

Getreide im Hundefutter – Ja oder nein?

Ein häufiger Bestandteil von Hundefutter ist Getreide. Die Meinungen von Experten, ob Getreide für die Ernährung der Hundes wichtig ist, sind gespalten. Generell brauchen Hunde kein Getreide, doch trotzdem hat der Darm des Hundes Enzyme, die das Getreide aufschließen können. Im Fertigfutter ist das Getreide zudem stark zerkleinert und durch Hitze aufgeschlossen. So können Hunde das Getreide besonders gut verdauen.

Doch Gebiss, Magen und Darm sind rein anatomisch auf tierische Proteine eingestellt. Trotzdem gilt: Hundefutter mit mehr Getreide oder Fleisch ist reine Geschmackssache. Und viel wichtiger als die Frage, ob mehr, weniger oder kein Getreide im Hundefutter, ist die Qualität und Zusammensetzung der Nährstoffe im Hundefutter.

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