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Das Beste für den Hund Hundefutter: Die Qual der Wahl

Dr. B. Glöwing, J. Peschel-Paetzold und K. von der Leyen

Hundefutter ist ein sensibles Thema für Hundefreunde, schließlich gibt es dazu viele Meinungen. Wir nennen Vorteile von Trocken-, Nass- und Rohfütterung und helfen bei der Entscheidung für das richtige Hundefutter.

Neulinge in der Hundehaltung werden schnell von allen Seiten beraten, welches Hundefutter das richtige für den eigenen Hund ist. Und tatsächlich: Ob BARF, Trocken- oder Nassfutter, in Sachen Hundefutter gibt es viele Fütterungsvarianten. Jede Variante hat seine Anhänger und seine Vorteile. Doch genauso existieren auch Gegner der jeweiligen Fütterungsart und eventuelle Nachteile dieser Fütterung für den eigenen Hund.

Die Wahl in Sachen Hundefutter hängt in vielen Fällen von den Gewohnheiten des Menschen ab. Kriterien bei der Entscheidung sind dabei etwa Zeit, Lagerung des Futters und Kosten. Im Vergleich zum Fertigfutter ist die Variante BARF zeitaufwendiger, und Nassfutter ist im Gegensatz zu Trockenfutter etwas teurer.

Des Weiteren hängt die Wahl vom Hund selbst ab. So haben Welpen einen anderen Bedarf an Proteinen, Mineralstoffen und Vitaminen als erwachsene Hunde. Ein Hund, der sich im Wachstum befindet, frisst im Verhältnis zu seinem Körpergewicht tendenziell mehr als ein ausgewachsener Hund.

Hundefutter: Die Qual der Wahl
Welches Hundefutter ist für den eigenen Vierbeiner die richtige Wahl? Wir geben Informationen zu diesem Thema. © Maerzkind/Fotolia

Ein Vierbeiner, der lediglich gemütliche Spaziergänge unternimmt, benötigt anderes Hundefutter als ein Rettungshund. In diesem Fall kommt es auf den Energiegehalt im Hundefutter an. Dieser sollte bei einem wenig aktiven Hund niedriger sein als bei seinem sportlichen Kameraden. Auch Hundesenioren brauchen ein auf sie zugeschnittenes Hundefutter: Sie haben in der Regel einen geringeren Energiebedarf bei gleichem Nährstoffbedarf.

Darüber hinaus gibt es weitere Kriterien, die die Entscheidung für ein Hundefutter beeinflussen, schließlich gibt es Hunde, die Unverträglichkeiten zeigen oder schlicht an Übergewicht leiden. Wenn das Hundefutter eine mangelnde Qualität hat, kann sich das zudem in Durchfall oder großen Kotmengen niederschlagen. In diesen Fällen heißt es Handeln. Und dies funktioniert allein über das Hundefutter.

Schnell verliert der Neuling, aber auch der eingefleischte Hundeprofi, den Überblick in Sachen Hundefutter. Wir raten: Hundebesitzer sollten auf eine ausgewogene und qualitativ gute Zusammensetzung beim Hundefutter achten. Dies wird dann schnell belohnt: Der Vierbeiner hat glänzendes Fell, ist aktiv und hält sein Gewicht.

Hundefutter: Trocken- und Nassfutter

Laut einer Studie der Unternehmensberatung BBE kaufen rund 84 Prozent aller Hundebesitzer Fertigfutter für ihre Vierbeiner. Die Beweggründe hierfür sind ganz unterschiedlich. Mitunter sind es praktische Gründe. Schließlich befinden sich im Trocken- und Nassfutter sämtliche notwendige Nährstoffe.Die einfache Handhabung spart viel Zeit. Außerdem ist das Fertigfutter für jede Lebensphase des Hundes erhältlich und gewährleistet so die optimale Versorgung des Hundes. Inzwischen gibt es zudem Fertigfutter für unterschiedliche Hundetypen: Ob langes oder kurzes Fell, eine bestimmte Rasse oder ein bestimmtes Energielevel, vom Coach-Potato bis Rettungshund, die Auswahl an Hundefutter im Fertigfuttersegment ist groß.

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Hundefutter: BARF

Seit einigen Jahren hat sich ein ganz besonderer Trend in Sachen Hundefutter herauskristallisiert: BARF, die biologisch artgerechte Fütterung. Hierbei wird die Ernährung der Wölfe imitiert: Bei der Fütterung wird komplett auf Fertigprodukte verzichtet und nur rohes Fleisch und Fisch sowie Gemüse gefüttert. Die rohen Zutaten enthalten besonders viele Vitamine, Spurenelemente, Nährstoffe und Mineralien.

Deshalb ist BARF als Hundefutter sehr beliebt bei Allergien und Hautproblemen. Auch als Welpennahrung eignet sich BARF. Schließlich enthält das Eiweiß des Fleisches die optimale Aminosäure-Zusammensetzung. Dies ist wichtig für das Wachstum des kleinen Vierbeiners, der einen doppelt so hohen Energiebedarf wie ein ausgewachsener Hund hat.

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BARF – der Trend im Futternapf

Nassfutter, Trockenfutter oder Barfen? Letztendlich entscheidet der Geschmack des Hundes, welches Hundefutter in den Napf kommt.

Das Hundefutter für zwischendurch: Leckerlis

Das Leckerli gilt als Ergänzungsfuttermittel und wird gern als Belohnung im Alltag an den Vierbeiner verfüttert. Genau wie beim Barfen oder der Fütterung von Trocken- und Nassfutter gilt es, auf die Zusammensetzung zu achten. Die zusätzliche Leckerei sollte zudem von der täglichen Futterration abgezogen werden, denn jeder zusätzliche Happen stellt eine weitere Energiequelle für den Hund dar.

Hundefutter mit Biosiegel

Genau wie bei der Ernährung des Menschen stellt sich auch beim Hundefutter die Frage nach der ökologischen Herkunft. Gerade aus Umwelt- und Tierschutzaspekten sollte die Wahl zum Bioprodukt tendieren. Schließlich handelt es sich hierbei um Fleisch, welches nicht aus der Massentierhaltung stammt. Die Zusätze wie Gemüse oder Getreide im ökologischen Hundefutter sind zudem frei von Pestiziden.

Doch es gibt große Qualitätsunterschiede in Sachen Hundefutter mit Biosiegel, denn schließlich hängt gutes Hundefutter von der Zusammensetzung aus Proteinen, Getreide und Nährstoffen ab. Deshalb sollte stets auf die Nährstoffangaben auf dem Hundefutter geachtet werden.

Hundefutter: Mit Diät zum Wunschgewicht

Nicht nur Menschen nehmen bei falscher Ernährung und zu wenig Bewegung zu, auch Hunde können unter Übergewicht leiden. Etwa die Hälfte aller Hunde hierzulande neigt zu Adipositas. Dies kann verschiede Ursachen haben. Zum Beispiel nehmen Hunde häufig nach einer Kastration zu, da diese hormonelle Veränderungen zur Folge hat. Genauso können Bewegungsmangel, Rasse und Alter ein Grund für die Dickleibigkeit des Hundes sein.

Übergewicht kann Krankheiten wie Diabetes zur Folge haben. Deshalb sollte möglichst schnell gehandelt werden. Im ersten Schritt ist es sinnvoll, das Hundefutter zu überdenken. Bei der Fütterungsempfehlung des Herstellers handelt es sich um Richtwerte. Die Futtermenge hängt jedoch auch von Faktoren wie Rasse, Alter, Aktivität, Haltung und Gesundheitszustand des Hundes ab.

Daher benötigt ein aktiver Welpe im Wachstum Hundefutter mit einem höheren Energiegehalt als ein ruhiger Senior von über zehn Jahren. Neben der Futtermenge ist die Bewegung relevant. Wenn Hunde zu viele Kalorien über das Hundefutter aufnehmen, aber zu wenig bewegt werden, dann leidet der Hund schnell an Übergewicht. In diesem Fall sollten die Futterrationen verringert werden und für mehr Auslauf gesorgt werden.

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Hundefutter: Unverträglichkeiten beim Hund

Leider kommt es bei manchen Hunden zu Unverträglichkeiten. Diese äußern sich durch Magen-Darm-Probleme, Juckreiz, Haarausfall, entzündete Ohren oder Pfoten und auch durch Verhaltensauffälligkeiten. Diese Unverträglichkeiten haben ganz unterschiedliche Ursachen: von Konservierungsstoffen und Fetten über Proteine und Kohlenhydrate bis hin zum Getreide oder einer bestimmten Fleischart wie Rind im Hundefutter.

Sobald Symptome auftauchen, gilt es zu handeln. Hier gibt es zwei Möglichkeiten: Zum einen kann eine Blutuntersuchung Aufschluss darüber geben, wo die Unverträglichkeit liegt. Zum anderen gibt es den Weg der Ausschlussdiät. Hierbei wird über Wochen auf einen bestimmten Zusatzstoff im Hundefutter verzichtet.

Die Konsequenzen von Nichtbeachtung einer Unverträglichkeit können sogenannte Folgeallergien sein. Andere Bestandteile im Hundefutter können dann ebenfalls allergieauslösend wirken, wenn trotz allergischer Reaktionen weiter gefüttert wird.

Getreide im Hundefutter – Ja oder nein?

Ein häufiger Bestandteil von Hundefutter ist Getreide. Die Meinungen von Experten, ob Getreide für die Ernährung der Hundes wichtig ist, sind gespalten. Generell brauchen Hunde kein Getreide, doch trotzdem hat der Darm des Hundes Enzyme, die das Getreide aufschließen können. Im Fertigfutter ist das Getreide zudem stark zerkleinert und durch Hitze aufgeschlossen. So können Hunde das Getreide besonders gut verdauen.

Doch Gebiss, Magen und Darm sind rein anatomisch auf tierische Proteine eingestellt. Trotzdem gilt: Hundefutter mit mehr Getreide oder Fleisch ist reine Geschmackssache. Und viel wichtiger als die Frage, ob mehr, weniger oder kein Getreide im Hundefutter, ist die Qualität und Zusammensetzung der Nährstoffe im Hundefutter.

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