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training Hilfe für Leinenzieher

Text: Astrid Nestler

Gassi gehen heißt an der Leine gehen. Meistens. Damit der Spazierweg nicht zum Kraftakt wird, wenn Bello voranprescht, helfen Übungen, die Aufmerksamkeit und Gelassenheit vermitteln.

RUHE EINFORDERN

Hunde haben weder Skrupel noch Schuldgefühle, wenn sie ohne Rücksicht ihr Ding machen. Sie locken uns nicht zum Laternenpfahl, damit wir ihnen freudig folgen, nein, sie ziehen uns einfach dorthin. Sie nehmen etwas wahr, einen Geruch oder eine Bewegung, und die Reaktion folgt automatisch.

Sie brauchen eine fünf Meter lange Leine, Futterbeutel oder Spielzeug.

Schritt 1 Stellen Sie sich neben Ihren angeleinten Hund und treten Sie mit einem Fuß auf das Ende der Leine. Fordern Sie ihn zum Sitzen auf. Entspannen Sie bewusst alle Muskeln. Warten Sie jetzt so lang, bis Ihr Hund ebenfalls entspannt. Er sollte keine Erregung oder Erwartungshaltung zeigen. Sprechen Sie nicht. Ihre Hilfsmittel sind Zeit, innere Ruhe und eine entspannte Körperhaltung.

Schritt 2 Nehmen Sie den Futterbeutel oder das Spielzeug aus der Tasche. Falls Ihr Hund dadurch in Spannung gerät, warten Sie, bis er wieder in neutraler Stimmung ist. Erst dann werfen Sie den Gegenstand möglichst beiläufig wenige Meter zur Seite oder nach vorn. Achtung, möglicherweise springt er ein und es gibt einen Ruck an der Leine unter Ihrem Fuß. Kommentieren Sie dies gegebenenfalls mit einem Nein. Sobald er wieder neben Ihnen sitzt, entspannen Sie. Geben Sie Ihrem Hund Zeit, erneut zur Ruhe zu kommen.

Schritt 3 Blicken Sie auf den Futterbeutel beziehungsweise auf das Spielzeug. Beobachten Sie Ihren Hund aus dem Augenwinkel. Wohin wandert seine Aufmerksamkeit? Warten Sie, bis auch sein Blick auf dem Gegenstand ruht, und verharren Sie einige Sekunden, in dieselbe Richtung schauend. Nehmen Sie die Leine auf und treten Sie einige Schritte nach hinten. Die Leine darf sich dabei nicht spannen. Wenn Ihr Hund Sie anschaut, gehen Sie in die Hocke und laden ihn mit ausgebreiteten Armen ein zu kommen. Loben und streicheln Sie ihn. Danach gehen Sie gemeinsam das Spielzeug oder den Futterbeutel holen, und er darf daraus fressen oder damit spielen. Sollte er jedoch, statt Ihnen zu folgen, in Richtung Beute laufen, unterbrechen Sie ihn mit einem Nein und halten Sie ihn an der Leine fest. Anschließend beginnen Sie die Übung von vorn.

Ziel der Übung Damit die Leine locker bleibt, muss der Hund Selbstkontrolle üben und lernen, einen Impuls zugunsten der gemeinsamen Bewegung mit seinem Menschen zu unterdrücken. Gleichzeitig schult der Mensch Geduld und Beobachtungsgabe und übt, die Erregung des Hundes zu kontrollieren.

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