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training Hilfe für Leinenzieher

Text: Astrid Nestler

Gassi gehen heißt an der Leine gehen. Meistens. Damit der Spazierweg nicht zum Kraftakt wird, wenn Bello voranprescht, helfen Übungen, die Aufmerksamkeit und Gelassenheit vermitteln.

VERSTECKE NUTZEN

Hunde wollen sich vorwärtsbewegen, und zwar möglichst schnell dorthin, wo sie sich Spannendes erhoffen. Das Tempo an der Leine entspricht nicht ihrer üblichen Geschwindigkeit, und die Interessen von Mensch und Hund gehen oft weit auseinander. Der Mensch selbst und das gemeinsame Tun sind für Hunde oft nicht interessant genug.

Sie brauchen Futter in unterschiedlicher Qualität.

Schritt 1 Wählen Sie eine Gegend mit Verstecken und Abzweigungen. Entlassen Sie Ihren Hund wie gewohnt in den Freilauf. Sobald er nicht mehr auf Sie achtet, gehen Sie zügig in die Gegenrichtung. Verstecken Sie sich so, dass Sie ihn noch beobachten und notfalls heranrufen können. Hunde sind Bewegungsseher. Wenn Sie sich still an einen Baum lehnen und Ihre Kleidung weder Gelb- noch Blautöne aufweist, kann er Sie von der Umgebung kaum unterscheiden. Warten Sie, bis er sie gefunden hat.

Schritt 2 Seien Sie überraschend anders: Falls Sie ihn normalerweise schon für Kleinigkeiten überschwänglich loben, quittieren Sie sein Herankommen diesmal mit einem kurzen Blick oder einem beiläufigen „Fein“. Falls Sie Futter sonst sparsam verwenden, werfen Sie jetzt eine ganze Handvoll Lieblingsleckerlis in die Luft, die er aufsammeln und fressen darf, während Sie ihn bejubeln.

Schritt 3 Nutzen Sie Abzweigungen des Weges und ändern Sie die Richtung, jedoch ohne Ihren Hund vorher aufmerksam zu machen. Verstecken Sie sich, wenn es möglich und Ihr Hund abgelenkt ist. Bedenken Sie: Es ist sein Job, Sie im Auge zu behalten, nicht umgekehrt. Wenn er gelernt hat, Sie im Blick zu behalten, und herankommt, sobald Sie stehen bleiben, die Richtung wechseln oder ein Versteck ansteuern, loben Sie ihn, allerdings variabel, um seine Neugier zu wecken. Schenken Sie ihm mal mehr und mal weniger Futter, auch in unterschiedlicher Qualität. Wie beim Spiel mit dem einarmigen Banditen sollte Ihr Hund immer auf den nächsten Jackpot hoffen und daher ständig „am Hebel bleiben“.

Ziel der Übung Lernen Sie zu unterscheiden, wann der Hund aufmerksam ist beziehungsweise wann es angebracht ist, ihn in seiner Selbstständigkeit zu unterbrechen. Dies geschieht nicht wie sonst durch Rufen, sondern durch Bewegung und ungewohnte Verhaltensweisen. Es weckt sein Interesse und hält ihn wach.

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