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training Hilfe für Leinenzieher

Text: Astrid Nestler

Gassi gehen heißt an der Leine gehen. Meistens. Damit der Spazierweg nicht zum Kraftakt wird, wenn Bello voranprescht, helfen Übungen, die Aufmerksamkeit und Gelassenheit vermitteln.

FÜHREN LERNEN

Ist der Hund an der Leine, ruht sich der Mensch gern darauf aus, ihn sicher an einer Schnur zu haben. Festhalten ist jedoch nicht führen! Wer einen Hund an der Leine wirklich führen will, muss bereit sein, Tempo und Richtung zu bestimmen und dabei ständig Entscheidungen zu treffen: Ja, du darfst hier schnuppern, oder nein, wir gehen weiter.

Sie brauchen acht bis zehn Eimer sowie einige Futterstücke.

Schritt 1 Sie brauchen etwas Platz, etwa auf einer Wiese oder in einem Hof. Verteilen Sie ca. zehn umgestülpte Eimer oder ähnliche Gefäße locker auf der gesamten Fläche. Legen Sie auf fünf Eimer jeweils ein kleines Leckerli oder bitten Sie jemanden, dies für Sie zu tun – je später Sie und Ihr Hund wahrnehmen, ob Futter auf dem Eimer liegt, desto schneller müssen Sie reagieren.

Schritt 2 Gehen Sie nun mit Ihrem angeleinten Hund kreuz und quer zwischen den Eimern spazieren. Überlassen Sie ihm dabei keinesfalls die Führung, sondern bestimmen Sie zielgerichtet den Weg. Das heißt: Blick und Oberkörper sind nach vorn gerichtet und weisen nicht auf einen der Eimer. Jedes Mal, wenn Sie an einem der mit Futter bestückten Eimer vorbeikommen, entscheiden Sie: Ja, du darfst das Futter nehmen, oder nein, wir gehen vorbei oder ändern die Richtung. Bei Ja lassen Sie sich nicht zum Futter hinziehen, sondern geben mehr Leine. Ist der Eimer tabu, vermeiden Sie, dorthin zu schauen. Achten Sie auch darauf, bei Nein nicht an der Leine zu rucken, sondern mit deutlicher Körpersprache eine Richtung vorzugeben. Die Leine dient nur dazu, den Hund notfalls daran zu hindern, sich die Futterstücke ohne Erlaubnis zu schnappen.

Schritt 3 Tauschen Sie die Leine gegen eine dünne Schnur, die bei einem Ruck reißen könnte. Möglich ist etwa ein Wollfaden oder eine Papierluftschlange. Je mehr Ehrgeiz Sie entwickeln, das Band nicht reißen zu lassen, umso deutlicher werden Ihre Signale.

Schritt 4 Probieren Sie die Übung ohne Leine. Wenn Sie durch den Parcours kommen, ohne dass der Hund das Leckerli frisst, ist Ihre Körpersprache richtig. Genau so sollten Sie auch mit dem angeleinten Hund umgehen. Die Leine wird dann zur Nebensache.

Ziel der Übung Der Mensch lernt, blitzschnell zu entscheiden sowie sein Ja und sein Nein deutlich mit dem Körper auszudrücken. Dabei muss er seinem Hund Raum geben oder nehmen, beschleunigen oder bremsen, sich selbst dabei anspannen oder entspannen. Das alles zur richtigen Zeit und in der richtigen Dosierung.

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