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training Hilfe für Leinenzieher

Text: Astrid Nestler

Gassi gehen heißt an der Leine gehen. Meistens. Damit der Spazierweg nicht zum Kraftakt wird, wenn Bello voranprescht, helfen Übungen, die Aufmerksamkeit und Gelassenheit vermitteln.

POSITION BESTIMMEN

Das Schwierigste an der Leinenführung ist nicht die Technik, sondern das Führenwollen an sich. Wir haben Verständnis dafür, dass der Hund schneller laufen oder einen Artgenossen begrüßen möchte. Ihn konsequent einzugrenzen, fällt schwer. Hat der Hund aber gelernt, die Einschränkung seiner Freiheit zu akzeptieren, ist er eher bereit, sich angeleint uns anzupassen.

Sie brauchen eine Umgebung mit einer natürlichen Begrenzung und gegebenenfalls eine Schleppleine.

Schritt 1 Suchen Sie einen geeigneten Weg, der idealerweise rechts und links eine natürliche Begrenzung hat, etwa ein Gewässer sowie einen Steilhang, eine Mauer oder dichten Bewuchs. Sollte es das in Ihrer Umgebung nicht geben, wählen Sie eine Strecke, die zumindest auf einer Seite das Überholen erschwert.

Schritt 2 Stellen Sie sich so hin, dass der Vierbeiner hinter Ihnen ist. Richten Sie den Oberkörper auf und gehen Sie in selbstbewusster Haltung los. Das Tier sollte Respekt vor Ihrer Ausstrahlung haben, aber sich nicht bedroht fühlen. Falls Ihr Hund versucht, sich vorbeizudrängeln, drehen Sie sich um und drängen ihn zurück, bis er mindestens zwei Meter Abstand hält. Hierzu bewegen Sie sich frontal auf ihn zu, sodass er weichen muss. Sobald die Distanz groß genug ist, loben Sie ihn und sagen Ihr Hörzeichen, etwa „Hinten“. Anschließend gehen Sie in Laufrichtung weiter. Achten Sie darauf, dass Ihr Hund hinter ihnen bleibt und auch nicht bei Fuß läuft.

Schritt 3 Falls er Sie doch überholt, drehen Sie um und gehen in die Gegenrichtung, schon sind Sie wieder vorn. Manche Hunde sind durch die ungewohnte Bewegungseinschränkung verunsichert, schleichen in geduckter Haltung oder legen sich hin. Treiben Sie ihn in Zukunft weniger druckvoll nach hinten. Für den Moment helfen aufmunternde Worte, bleiben Sie in der Sache jedoch unnachgiebig: Lassen Sie sich nicht überholen.

Ziel der Übung Überholen ist verboten. Der Hund darf sich im Freilauf auf ein Hörzeichen hin nur hinter Ihnen bewegen. Üben Sie, bis Ihr Hund entspannt hinter ihnen läuft. Wenn Sie möchten, können Sie ihn nun an die lange Leine nehmen. Diese Übung fördert Respekt, weil die Leine den Bereich vor Ihnen zur Tabuzone erklärt, gleichzeitig lässt sie dem Hund Raum, seinen Bedürfnissen auf dem Spaziergang in Ruhe nachzugehen.

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