DOGS Logo Geschichten, die nur mit Hund passieren

SPIELFREUDE Spaß beim Spazieren

Konzept: Inge Büttner-Vogt, Text: Astrid Nestler

Wer möchte beim Gassigehen leicht und abwechslungsreich mit dem Hund spielen? Dabei die Gemeinsamkeit stärken und die Beziehung ausbauen? Dafür braucht es nicht viel. Mit kreativen Beschäftigungsideen lässt sich die Umgebung nutzen.

Im Zickzack springen lässt sich über alles, was niedrig genug ist. Das kann ein Geländer, eine Mauer, eine Hecke oder ein Baumstamm sein. Der Mensch geht bei der Übung rückwärts vor dem Hund her und weist deutlich die Richtung, abwechselnd links und rechts des Hindernisses. Der Hund sollte der Hand folgen und im vorgegebenen Tempo über das Hindernis springen. Diese Übung lernen Hunde im Allgemeinen schnell.

Die Balance halten müssen Hunde ebenso üben wie Kinder. Wie der Hund sich ausbalanciert, kann man an der Rute ablesen: Sie schwingt nach links, nach rechts und im Kreis, ähnlich wie unsere Arme, wenn wir das Gleichgewicht halten müssen. Ungeübte Vierbeiner beginnen am besten auf einem breiten, liegenden Stamm aus Fichtenholz. Dessen Rinde ist besonders krallengriffig. Leckerchen bringen ihn übrigens zwar vorwärts, lenken aber auch ab. Damit er langsam geht und sich konzentriert, laufen Sie am besten nebenher.

Genau zuhören fällt vielen Hunden schwer, besonders wenn sie schon zu wissen glauben, was als Nächstes kommt. Die meisten hüpfen daher gleich mit allen vier Pfoten auf den Baumstumpf. Hier sind Timing und Konzentration gefragt, denn es gilt, langsam und konzentriert zu arbeiten, um ihn rechtzeitig zu stoppen. Steht der Hund mit zwei Füßen oben, sollten Sie sich aufrichten, entspannt durchatmen und den Hund möglichst unaufgeregt loben. Absteigen sollte er ruhig und erst, wenn ihm das Signal dafür gegeben wird.

In der Bewegung innehalten, das geht auch andersherum. Der Hund steigt mit allen vier Pfoten auf einen Gegenstand hoch, wird dann aufgefordert, langsam herunterzukommen, und rechtzeitig gestoppt, bevor seine Hinterfüße das Podest verlassen. Die Schwierigkeit hierbei ist die Kommunikation, der schnelle Wechsel aus „Vorwärts“ und „Stopp“. Es kann helfen, diese Übung erst passiv zu machen, den Hund also in die entsprechende Position zu heben. Danach ist es meist einfacher, die Übungsabfolge auch in Bewegung zu gestalten.

Umrunden, egal was, ob Herrchen, Frauchen, Verkehrsschilder, Abfalleimer oder Holzstapel. Beginnen Sie, indem Sie den Hund mit einem Leckerchen in der Hand und deutlicher Gestik um einen Pfahl oder einen dünnen Baumstamm leiten. Das Futter erhält er genau bei der Umrundung. Nach ein paar Wiederholungen treten Sie einen Schritt zurück, schicken den Hund mit der entsprechenden Geste herum und geben ihm dann das Futter. Erst wenn es in einer Richtung klappt, üben Sie auch die andere und steigern dann langsam die Entfernung. Je mehr unterschiedliche Dinge der Hund umrundet, desto schneller generalisiert er und umkreist alles, worauf Sie schauen und mit der Handbewegung deuten.

Slalomlaufen kann man zu Hause üben, indem man ein paar Blumentöpfe oder volle PET-Flaschen auf dem Boden hintereinander aufstellt. Draußen eignen sich auch Metallpfosten oder Poller, die meist in der Stadt als Begrenzung in kurzen Abständen aufgereiht stehen. Zuerst wird der Hund mit einem Leckerchen und dynamischer Körpersprache um die Gegenstände herumgeführt. Machen Sie das so lang, bis Sie in aufrechtem Gang nur noch auf die Gegenstände zeigen müssen. Sobald es klappt, wechseln Sie Standort oder Gegenstände, damit der Hund generalisiert.

Aufräumen und Abfallsammeln ist eine sinnvolle Beschäftigung für Hunde, die gern apportieren. Das geht nicht nur zu Hause, auch im Park kann man achtlos weggeworfene Pappbecher, Plastikflaschen oder Dosen aufsammeln. Voraussetzung ist, dass der Hund gelernt hat, unterschiedlichste Gegenstände aufzunehmen und zu tragen. Nur wo der Abfalleimer steht und welche Gegenstände ungefährlich sind, muss der Halter dem Hund zeigen.

Langsam gehen, auch wenn es ihm schwerfällt, der Hund darf nicht überholen, selbst wenn Frauchen die Treppe im Zeitlupentempo beschreitet. Stürmischen Hunden fällt langsames Hinauf- erst mal leichter als Hinuntergehen. Beginnen Sie mit wenigen Stufen an der Leine! Überholt der Hund, bleiben Sie stehen, bringen ihn in die richtige Position, nehmen Blickkontakt auf und üben Stufe für Stufe weiter.

Sich klein machen können Hundehalter perfekt an Parkbänken trainieren. Anfangs ist es leichter, den Hund vor einer Seite der Bank ins Platz zu legen, selbst auf die andere Seite zu wechseln, in die Hocke zu gehen und den Hund mit einem Leckerli hindurchzulocken. Klappt das gut, können Sie auch hinter dem Hund stehen bleiben und ihn mit einem „Voran“ hindurchschicken.

Den Ball fangen gehört zu den Lieblingsübungen vieler Hunde. Hier wirft Herrchen oder Frauchen den Ball gegen eine Mauer, der Hund beobachtet genau die Flugbahn und fängt ihn dann möglichst mühelos auf. Ein perfektes Zusammenspiel von Mensch und Hund, von Konzentration und Dynamik, das gut an einer Häuserwand gespielt werden kann.

Conny

2018.06.04 um 11:16 Uhr

Tolle Spielideen fördern die Bindung zum Hund und trainieren Körper und Geist von Beiden:-) "Erzieht" vielleicht auch so manchen Hundehalter,mal das Smartphone zu Hause,oder zumindest in der Tasche zu lassen.

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