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Training Unterwegs mit Hund und Handy

Sarah Heider

Es ist Gassizeit und der Hund freut sich, vor die Tür zu gehen. Doch was ist, wenn das Smartphone immer dabei ist? DOGS weiß, wie der Spaziergang wieder beiden Spaß macht.

Der Spaziergang ist für die meisten Hunde das Highlight des Tages, wenn sie nach Stunden des Dösens rauskommen. Doch anstatt sich mit ihrem Hund zu beschäftigen, widmen manche Hundehalter ihre Aufmerksamkeit ihrem Smartphone. Hunde lernen schnell, in welcher Tasche das Handy steckt. Greift der Mensch hinein, wissen erfahrene Hunde, dass sie nun eine Weile unbeobachtet sind. Dass Hunde sich daraufhin von Herrchen oder Frauchen entfernen, ballspielende Kinder jagen oder sich in unappetitlichen Dingen wälzen, ist jedoch nicht die größte Gefahr. Fesselt das Smartphone den Blick des Halters, nimmt der die Körpersprache des Hundes und dessen Umwelt nicht mehr wahr. Er bemerkt den anderen Hund, der entgegenkommt, und die Reaktion seines Vierbeiners genauso wenig, wie er den Radfahrer sieht, der bremsen muss, weil der Hund ihm vor das Rad läuft.

Einige Hunde reagieren frustriert auf die fehlende Aufmerksamkeit und fangen an, Blödsinn zu machen. Sie beißen in die Leine, um das Augenmerk wieder auf sich zu ziehen. Andere Hunde werden unsicher, weil sie eine Führung brauchen, die wegen Herrchens oder Frauchens Handynutzung fehlt. Es kommt zu einem Kontrollverlust, wenn das Feedback des Halters ausbleibt, die Hunde müssen eigenmächtig Entscheidungen treffen, sie folgen eigenen Regeln. Dabei sind gerade die Spaziergänge die Zeit, die sich für Erziehung und Training eignet. Hier sind Tipps, wie das Smartphone nicht zum Hindernis wird.

Der Blickkontakt zum Hund sollte gehalten werden, daher sollte man beim Gassigehen auf das Schreiben von Nachrichten verzichten. Sollte während des Spaziergangs ein wichtiger Anruf kommen, spricht nichts dagegen, diesen entgegenzunehmen, solange der Hund und sein Umfeld weiterhin im Blickfeld bleiben. Es sollte jedoch nicht regelmäßig oder lange telefoniert werden.

Ein Handy dabeizuhaben, wenn man mit seinem Liebling draußen Zeit verbringt, ist durchaus sinnvoll. In Notfällen ist ein Handy wichtig, um Hilfe zu rufen.

Eine Trainingsapp mit Tipps für Spiele mit dem Vierbeiner kann bei Spaziergängen für Abwechslung sorgen. Denn dann wird niemandem langweilig! Dabei gibt es ein paar einfache Tricks, wie man die Spaziergänge abwechslungsreicher gestalten kann.

Dummy gefällig? Wenn Ihr Hund gern apportiert, nehmen Sie einen Dummy mit zum Gassigehen, werfen ihn unterwegs so, dass Ihr Hund es mitbekommt. Er soll jedoch nicht hinterherlaufen. Dazu können Sie ihn mit Kommando oder Leine bei sich halten. Drehen Sie nach zehn Minuten um und gehen denselben Weg wieder zurück. Machen Sie Ihren Hund nicht aufmerksam, sondern beobachten Sie, was geschieht, wenn Sie in die Nähe des Dummys kommen. Falls Ihr Hund keine Schwierigkeiten hat, sich zu erinnern, und den Dummy von sich aus sucht, können Sie entweder die Zahl der Dummys oder die Dauer steigern. Beides auf einmal sollten Sie nicht erhöhen.

Aus dem Stromern zwischen Bäumen und Sträuchern kann ein Kunststück werden, wenn der Hund statt um Bäume durch die Beine des Halters läuft. Zunächst muss dazu die Aufmerksamkeit des Hundes gewonnen werden, welcher die Hand des Halters bei dieser Übung als sein Target betrachten soll, dem es zu folgen gilt. Für jedes Anstupsen der Finger wird er daher belohnt. Folgt der Hund problemlos der Hand, die sich in großen Bögen um den Körper bewegt, wird diese durch die geöffneten Beine hindurchgeführt, während der Hund folgt. Nun können die Beine abwechselnd voreinander gesetzt werden, sodass der Hund sich im Slalom durch die Öffnung hindurchbewegt. Nach und nach wird die Hand als Hilfsmittel reduziert, sodass der Hund die geöffneten Beine als Startsignal der Übung erkennt.

Haben Sie einen Spurengeher, der bei jeder Gassirunde mit der Nase auf dem Boden klebt? Ziehen Sie ein Wäschestück oder ein Stoffdummy hinter sich her. Wenn Sie über eine Wiese gehen, kann Ihr Hund sich außerdem an Ihrer Fährte, dem Gras, das Sie niedertreten, orientieren. Markieren Sie den Anfangspunkt mit einem Stein oder einem Stöckchen. Holen Sie Ihren Hund und beginnen selbst in gebeugter Haltung zu suchen, als ob Sie gerade Ihre Kontaktlinsen oder Ihren Autoschlüssel in der Wiese verloren hätten. Koppelt sich Ihr Hund und beginnt ebenfalls mit tiefer Nase zu suchen? Wenn er sich auf der Spur eingefädelt hat, loben Sie ihn und lassen Sie ihn arbeiten. Probieren Sie dasselbe auf Asphalt oder in einem belebtem Umfeld.

Sie gehen durch ein Waldstück? Dann spielen Sie mit Ihrem Hund doch Verstecken. Läuft Ihr Hund ein Stück vor oder ist er abgelenkt, verstecken Sie sich hinter einem Baum außerhalb seines Blickfelds. Wenn er sich das nächste Mal umdreht, wird er verwundert zu der Stelle zurücklaufen, an der er Sie zuletzt gesehen hat, und sich suchend umgucken. Beim ersten Mal kann es durchaus etwas dauern, bis er Sie entdeckt. Sollte er Sie nach längerer Zeit immer noch nicht gefunden haben oder unruhig werden, rufen Sie ihn zu sich, so lernt er, wo er beim nächsten Mal suchen soll. Wenn Sie zu zweit mit Ihrem Hund gehen, kann Ihr Partner auch den Hund ablenken, während Sie sich verstecken. Als Steigerung könnte das Spiel dann abwechselnd gespielt werden. Erst verstecken Sie sich, und während Sie Ihren Hund dafür loben, dass er Sie gefunden hat, versteckt sich Ihre Begleitung.

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