DOGS Logo Geschichten, die nur mit Hund passieren

GESUNDHEIT Fertig zur Abfahrt

Jesko Wilke

Das Rudel ist an Bord, die Fahrt geht los: Dies sind die besten Tipps, damit der Hund die Autoreise gesund übersteht.

Reiseübelkeit: Leerer Magen reist besser

Empfindliche Hunde, die von Reiseübelkeit betroffen oder sehr nervös sind, sollten am Reisetag nichts mehr fressen. Für alle anderen gilt der Futterstopp ab vier Stunden vor Antritt der Fahrt. Für unterwegs lieber ein paar kleine Leckerlis einpacken als Feuchtfutter oder schwer verdauliche Kausnacks.

Zugluft: Wenn der Wind weht

Cabriofahren und bei offenem Fenster reisen macht Spaß, die meisten Hunde lieben es, ihre Nase in den Wind zu stecken. Aber zu viel davon macht krank. Während wir uns mit gut sitzenden Sonnenbrillen, Mützen oder ohrenbedeckenden Kappen schützen, bläst die kalte und schnelle Luft ungebremst in Wuffis Augen und Ohren. Das hat Folgen. Die teure Cabriobrille für den Hund sieht zwar lustig aus, ob unser Vierbeiner das auch so witzig findet, sei dahingestellt. Cabriofahrten mit Hund sollten daher eher kurz oder ganz ausfallen. Bei längeren Autofahrten gilt die Regel: Fenster öffnen nur so lange und weit, wie es auch für uns Menschen angenehm ist. Übrigens: Auch die Klimaanlage kann Hunde krank machen, vor allem, wenn das Gebläse direkt auf den Ruheplatz gerichtet ist. Fazit: Zum Abkühlen lieber öfter Pausen machen.

Gassipause: Weg von der Autobahn

Wie oft muss ein Zwischenstopp eingelegt werden? Die Faustregel lautet: Alle zwei bis drei Stunden sollten Mensch und Tier aussteigen, sich bewegen, ihren Bedürfnissen nachgehen können. Beiden tut es dann gut, die Autobahn zu verlassen und ein ruhiges Plätzchen in der Nähe zu suchen. Auf Autobahnraststätten gibt es oft nur begrenzten Auslauf, der Lärm ist allgegenwärtig, häufig wird Rattengift ausgelegt. Besser: eine wenig besiedelte Region abseits von Großstädten oder Gassiplätze entlang der Autobahnen ansteuern.

Tödliche Sonne: Hund im Auto sind ein No-Go

Schon bei Außentemperaturen von nur 20 Grad kann sich der Innenraum eines Pkws auf über 40 Grad erhitzen, in der prallen Sonne werden leicht 60 Grad erreicht – eine tödliche Gefahr für Hunde, die im Fahrzeug eingesperrt sind. Wer ein im Pkw eingeschlossenes Tier entdeckt, sollte umgehend die Polizei verständigen. Achtung: Schlagen die Ordnungshüter zur Befreiung die Scheibe ein, zahlt der Besitzer. Außerdem droht Strafe wegen Tierquälerei.

Bequem ein- und aussteigen

Weder große noch kleine Hunde sollten von der Ladefläche des Kombis herunterspringen. Dabei wirken nämlich enorme Kräfte auf Sehnen, Bänder und Gelenke, für ältere Vierbeiner droht akute Verletzungsgefahr. Hilfe bietet eine Rampe. Tipp: Beim Kauf auf eine rutschfeste, pfotenfreundliche Lauffläche und seitliche Sicherheitsschienen achten, damit der Hund nicht ins Leere tritt. Klapp- oder zusammenschiebbare Varianten erleichtern den Transport. Alternativ kann man den Hund hinein- oder herausheben. Aber Vorsicht, ab 15 Kilogramm Körpergewicht des Hundes könnte Herrchens Rücken auf Dauer Schaden nehmen! Hunde sollten auch nicht aus dem Auto springen, sobald sich nur eine Tür einen Spaltbreit öffnet. Schließlich befinden wir uns nach dem Halt im Bereich des fließenden Verkehrs, es besteht akute Unfallgefahr. Ein zuverlässig etabliertes „Bleib!“ ist ein Basic des Auto-Abc für Hunde.

Entspannt reisen, nicht rasen

Sportliche Ampelstarts und rasante Kurvenfahrten mit Vollbremsung vor dem nächsten Zebrastreifen sind Hunden ein Graus! Auf diese Weise durchgeschüttelt, hat schon manch ein Vierbeiner sein Frühstück zurückgehen lassen. Auch Hunde lieben das entspannte und komfortable Reisen. So lässt sich die vorbeiziehende Landschaft genießen und zwischendurch ein erholsames Schläfchen halten. Tipp: Die Tierschutzorganisation PETA empfiehlt, mitreisenden Haustieren klassische Musik in moderater Lautstärke vorzuspielen.

Die Mittagshitze meiden

Hunde können bekanntlich nicht schwitzen. Ihre Möglichkeit, die Körpertemperatur zu regulieren, ist auf das Hecheln begrenzt. Damit dem Hund im Auto nicht zu warm wird, verlegt man die Fahrt in den Sommermonaten am besten auf die kühlen Morgen- oder Abendstunden. So vermeidet man die Mittagshitze und sorgt für ein angenehmes Reiseklima für alle Passagiere. Tipp: Ein feuchtes Handtuch oder feuchtes ausgedientes T-Shirt, aufbewahrt in einer einer Plastiktüte und bei großer Hitze auf den Hund gelegt, kühlt.

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