DOGS Logo Geschichten, die nur mit Hund passieren

ANATOMIE Liebe geht durch den Magen

Sarah Heider

Das Verdauungssystem des Hundes ist ein Wunderwerk. Maulhöhle, Magen, Darm und Enzyme zerkleinern alles, was geschluckt wird. DOGS erklärt, was im Magen-Darm-Trakt passiert.

Maul und Speiseröhre

Anders als beim Menschen gehört die Maulhöhle nicht zum eigentlichen Verdauungsapparat. Der Hund nimmt seine Nahrung zwar darüber auf, schlingt sie aber ohne längeres Kauen herunter, sodass kein mechanischer Verdauungsprozess stattfindet. Im Speichel befinden sich im Gegensatz zum menschlichen auch keine entsprechenden Enzyme, er erleichtert jedoch das Rutschen des Futters durch die Speiseröhre, das durch nachfolgende Nahrung und Muskelkontraktion in den Magen befördert wird.

Magen

Die Verdauung der Nahrung beginnt im sackförmigen Magen. Die Drüsenzellen in der Magenwand produzieren Pepsinogen, das durch Salzsäure in das eiweißspaltende Enzym Pepsin verwandelt wird. Dieses spaltet nicht nur Eiweiße, sondern tötet auch die meisten Keime ab, die mit dem Futter aufgenommen werden. Damit der Magen sich nicht selbst verdaut, produzieren zahlreiche Zellen eine schützende Schleimschicht.

Dünndarm

Nach einigen Stunden gelangt das vorverdaute Futter in den Dünndarm, der sich in drei Abschnitte aufteilt: den Zwölffingerdarm, den Leerdarm und den Hüftdarm. Im Zwölffingerdarm ist eine Vielzahl von Verdauungsenzymen ansässig. In diesem Abschnitt findet auch der Hauptteil der Verdauung statt. Sowohl im Zwölffingerdarm als auch im folgenden Dünndarmabschnitt, dem Leerdarm, befinden sich Darmzotten, über die erste Spaltprodukte in den Körper aufgenommen werden. Der letzte Darmabschnitt ist der Hüftdarm. Er geht in den Blinddarm über und verhindert durch die Ileo-Zökalklappe, dass Darminhalt aus dem Dickdarm zurück in den Dünndarm fließen kann.

Dickdarm

Der Dickdarm setzt sich ebenfalls aus drei Teilen zusammen: dem Blinddarm, dem Grimmdarm und dem Mastdarm. Anders als im Dünndarm ist die Dickdarmwand fast frei von Verdauungsenzymen. Stattdessen zersetzen Bakterien die Reste und bilden dabei Vitamine, insbesondere die B-Komplex betreffenden. Der Blinddarm ist nicht gut ausgebildet, da nur ein geringer Teil der Nahrung dem Abbau und die Aufnahme der Spaltprodukte im Dünndarm entgeht. Anders sieht es beim Grimmdarm aus. Er ist der Hauptteil des Dickdarms und spaltet die letzten Reste des Futters. Seine Hauptfunktion ist jedoch die Rückgewinnung des Wassers. Bis zu der Ausscheidung wird das unverdauliche Material im Mastdarm gespeichert, wo ihm weiterhin Wasser entzogen wird.

Fun Fact zum Schluss

Kleinere Hunde haben in Relation zu ihrer Körpergröße einen größeren Verdauungskanal als größere Hunde. Machen bei kleineren Hunden Magen, Dünndarm und Dickdarm zusammen etwa sieben Prozent ihres Körpergewichts aus, sind es bei größeren Vertretern nur drei Prozent des eigenen Gewichts.

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