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WAS HUND ALLES KANN „Papa Moll und die Entführung des fliegenden Hundes“: Einsatz für Stunt-Hunde

Annina Arnold

Papa Moll, bekannt als liebenswerter Vater aus den Schweizer Comics, hat den Weg auf die Leinwand gefunden. Der tierische Star an seiner Seite heißt Katovl Hundini. Drei Dackel haben ihn gespielt.

Familie Moll mit Hund Katovl Hundini.

Katovl Hundini wird von drei Kurzhaardackeln gespielt, die extra für den Film von Tiertrainerin Tatjana Zimek gecastet wurden. Schon im Film ist der Name Katovl Hundini eher ungewöhnlich, im echten Leben überraschen die vierbeinigen Schauspieler aber auch mit ihren Namen: Zwieback, Bretzel und Croissant heißen sie.

„Wegen ihrer schönen braunen Farbe wollte ich zuerst in Richtung Schokolade gehen, aber zwei meiner Hühner heißen schon Nugat und Schoko. Dann fielen uns Bretzeln ein, die sind ja auch schön braun. Und dann sollte es eben in der Brotbranche bleiben“, erzählt Tatjana Zimek. Da die Rolle Katovls besonders intensiv war, waren alle drei Hunde für das Spielen nötig. Und nicht jeder Hund war für alle Szenen geeignet. „Zwieback ist besonders schlau und kapiert total schnell, was gebraucht wird. Sie spielt auch zu sechzig Prozent Katovl. Doch manchmal war sie etwas zu flott, lieber rennt sie mit den Kindern, als still dazusitzen. Für ruhigere Szenen habe ich deshalb ihren Bruder Bretzel eingesetzt. Der ist für einen Dackel typisch stur und nicht ganz so pfiffig wie Zwieback, aber gerade das haben wir manchmal auch gebraucht.“ Der Dackel Croissant kam erst kurz nach Drehbeginn dazu. Weil es im Film aufwendigere Szenen gibt, ist von der Filmversicherung vorgeschrieben, dass ein Stunthund eingesetzt wird. „Croissant ist sehr charakterstark, der kann schon mal ein Rohr runterrutschen oder – wie vom bösen Rasputin – sich im Nacken packen lassen. Solange er danach sein Leckerli bekommt, verzeiht er schnell“, erklärt Tatjana Zimek.

Das Tierwohl steht bei ihr an erster Stelle: Ausgedehnte Spaziergänge waren an der Tagesordnung genauso wie eine gute Vorbereitung auf die Rollen. Außerdem halfen Filmtricks. So schrie Rasputin nie Katovl wirklich an, wie im Film zu sehen ist. Stattdessen rief er stimmlos, machte nur die Mundbewegungen, um die Hunde nicht zu verstören, später wurde der Ton synchronisiert. Bevor diese drankamen, wurde immer mit einem Stoffdackel geübt, damit dann beim wichtigen Take alles saß.

Im Film „Papa Moll und die Entführung des fliegenden Hundes“ muss sich Vater Moll um die drei Kinder Evi, Fritz und Willy kümmern, während seine Frau sich ein Wellnessswochenende gönnt. Er beschließt, mit ihnen den Zirkus zu besuchen, Evi will unbedingt den fliegenden Hund Katovl Hundini sehen. Der scheint gar nicht glücklich zu sein, kurzerhand entführt Evi den Star der Show. Nun sucht die ganze Stadt nach dem entführten Hund. Beim Showdown gegen ihre Erzfeinde Jacky und Johnny müssen die Geschwister Moll um Katovl Hundini kämpfen, während Papa Moll die Schokoladenfabrik vor einer Explosion retten muss.

Katovl Hundini

Die heikelste Szene für die Stunthunde war eine, bei der Katovl Hundini ein Schlüsselbund klaut. Das war nicht so leicht, berichtet Tatjana Zimek. Bretzel erschrak beim Apportieren vom Klimpern der vielen Schlüssel, sodass er sie sofort fallen ließ. Was tun? Die Tiertrainerin hängte dem Dackel einfach ein paar Schlüssel um den Hals, um ihn an das Geräusch zu gewöhnen und zu signalisieren, dass ihm nichts dabei passiere. Nach drei Tagen sprang der Dackel wie eh und je herum, trotz Schlüsselbund. Auch andere Szenen waren nicht ohne Weiteres im Kasten. Als die Dackel in der Schokoladenfabrik die Haselnüsse, die für die Schokolade nötig sind, erspähten, ging es an das große Aufknacken und Fressen. „Auf meinem zwei Hektar großen Grundstück lieben es meine sechzig Hunde, Nüsse im Herbst zu sammeln und zu fressen. Da haben sich die Dackel natürlich gleich wohl gefühlt“, sagt die Hundetrainerin und lacht.

„Es war wirklich eine wunderschöne Zeit am Set! Dadurch dass ein altes Gasthaus gemietet wurde, konnte ich noch ein paar Hundefreunde der Dackel mitnehmen, dass sie sich nicht einsam fühlen. Auch das Team und die Kinder waren toll, es war eine schöne erste Filmerfahrung für meine Dackel!“, fasst Tajana Zimek zusammen.

Ein spannender Film für Kinder, der auch für erwachsene Begleiter sehenswert ist. „Papa Moll und die Entführung des fliegenden Hundes“ ist eine Hommage an die Fünfzigerjahre, wobei die Farben, Kostüme und das Setting authentisch angepasst wurden – alles natürlich mit einem Augenzwinkern. Gerade für „Papa Moll“-Fans bietet die deutsch-schweizerische Produktion eine märchenhafte Reise zurück zu den Anfängen der Comics

„Papa Moll und die Entführung des fliegenden Hundes“ ist ab 12. April 2018 in den Kinos zu sehen, 90 Minuten, Zodiak Pictures

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