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SCHLAUER HELFER Kelpie

Wenn die Kelpies bei der Arbeit über den Rücken der Schafe laufen, sieht das nicht nur lustig aus, sondern ist für den Schäfer auch richtig nützlich. Intelligenz und Ausdauer machen den Kelpie aus Australien zum perfekten Schäferhund.

Größe
Schulterhöhe 43 cm bis 50 cm
Gewicht 14 bis 21 kg
FCI-Klassifikation Gruppe 1: Hütehunde und Treibhunde (ausgenommen Schweizer Sennenhunde), Sektion 1: Schäferhunde, Standard Nr. 293
Verwendung Hütehund, Dienstgebrauchshund und Begleithund
Alter 12 bis 15 Jahre

Die Ohren. Riesig. Weit geöffnete Tüten, die aussehen, als ob sie ständig auf Empfang gestellt sind. Kelpies sind muskulöse, hellwache, schneidige Naturtypen. Sie halten die Hitze im australischen Grasland aus, sind die Allrounder der Farmer und Maskottchen der Nation. Jedes Jahr wird in Casterton, dem märchenumwobenen Geburtsort des Kelpie, ein Festival ausgerichtet. Mit Hochsprung, klettern, um die Wette rennen und treiben. Wer einmal da war, die Artistik und den Witz erlebt hat, mit der die Großohren über die Rücken der Schafe laufen, um sie zu dirigieren, der wünscht sich so einen Begleiter. Doch es ist wie in jedem guten Märchen. An den Wünschen testet die Fee, wer den Charakter zum Helden hat und wer nicht. Im Vergleich zum Cattle Dog, der immer wieder alles infrage stellt, sind Kelpies einfacher. Denn sie wollen gefallen, haben einen ungeheuren Will to please. Aber sie fordern Fantasie. Sie sind gut in Obedience, Fährtensuche, auch Tricktraining, Rolle machen, auf zwei Beinen gehen, was du willst. Hauptsache, Abwechslung.

Geschichte

Vorfahren des Australian Kelpie sind collieähnliche Hunde aus Großbritannien, die seit der Besiedelung Australiens im 19. Jahrhundert dort an kleinen Schafherden eingesetzt wurden. Als die Herden sich vergrößerten und die Hirten sich mit weitläufigen eingezäunten Weideflächen behalfen, wurde die Arbeit der Hunde wesentlich erschwert. Nur wenige kamen mit den halbwilden und weit verstreuten Tieren zurecht. Zudem wurden die zurückzulegenden Strecken länger und durch das heiße, trockene Klima beschwerlicher. Die Hunde der Familie Rutherford taten sich trotz dessen besonders geschickt hervor. John Rutherford besaß kurzhaarige Collietypen mit Stehohren, die er aus seiner Heimat, den Highlands von Schottland, mitgebracht hatte. Durch ihr Geschick im Umgang mit Schafen erfreuten sie sich großer Beliebtheit. So erwarb auch Mr Jack Gleeson einen Rutherford-Welpen und taufte ihn auf den Namen Kelpie. Als Kelpies gleichnamige Tochter in den 1870er-Jahren einen großen Sheepdog-Trial gewann, verbreitete sich ihre Zuchtlinie schnell. Die perfekte Anpassung der schottischen Hütehunde an die Bedingungen auf australischen Farmen lässt vermuten, Dingos wären eingekreuzt worden, jedoch wurde diese These noch bis vor Kurzem vehement bestritten. Aus den Working Kelpies grenzte sich im 20. Jahrhundert der Australian Kelpie als Showlinie ab. Nur dieser wurde 1973 in die FCI aufgenommen und erhielt dort einen offiziellen Rassestandard. Erst Anfang der 1980er-Jahre kamen erste Tiere nach Europa und Deutschland, vorher galten Kelpies hierzulande als eher unbekannt.

Charakter

Der kompaktere, schwerere Australian Kelpie besitzt sehr viel Energie, die er ganz und gar auf seine Aufgabe überträgt. Er ist auffallend aufmerksam, belastbar, unempfindlich und sehr intelligent. Der leichtere Working Kelpie ist bekannt für das sogenannte Backing beim Zusammentreiben und Sortieren der Schafe. Hierbei läuft er über die Rücken der Schafe, um sie bei Stocken anzutreiben oder weiter nach vorn zu gelangen, um Staus aufzulösen.

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