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REISEN Quer durch Europa: So geht die Einreise mit Hund

Wer mit Hund in eines unserer europäischen Nachbarländer reist, sollte die Einreisebestimmungen kennen. DOGS hat die wichtigsten Sonderregelungen zusammengefasst.

Seit dem 12. Juni  2013 regelt die EU-Verordnung Nummer 576/2013 die Ein- und Ausfuhr von Heimtieren zwischen EU-Mitgliedsstaaten sowie aus Drittländern – und damit auch den Reiseverkehr mit Hund. Sie schreibt vor, dass Heimtiere eindeutig identifizierbar und wirksam gegen Tollwut geimpft sein müssen. Doch den Regierungen vieler Mitgliedsländer reichte das nicht aus, sie machten ihren Einfluss geltend und sorgten für einige Sonderregeln.

Das gilt in allen Ländern der Europäischen Union

Identifikation: Alle Heimtiere müssen auch ohne einen geplanten Länderwechsel mit einem Chip elektronisch gekennzeichnet sein. Bei Hunden, die vor 3. Juli 2011 geboren sind, werden alternativ gut lesbare Tätowierungen akzeptiert.

Heimtierausweis: Bei Grenzübertritten muss der EU-Heimtierausweis mitgeführt und auf Verlangen vorgezeigt werden.

Tollwutimpfung: Die Impfung muss vom Tierarzt im Heimtierausweis attestiert werden. Welpen müssen bei der Erstimpfung mindestens drei Monate alt sein. Der Impfschutz wird als gegeben betrachtet, wenn die Impfung wenigstens 21 Tage zurückliegt. Wiederholungsimpfungen sollen erfolgen, und zwar bevor das eingetragene Gültigkeitsdatum abgelaufen ist.
Diese Bestimmungen sind in folgenden Ländern der Europäischen Union ausreichend: Bulgarien, Griechenland, Estland, Lettland, Litauen, Luxemburg, Österreich, Polen, Rumänien, Slowakische Republik und Zypern.

Europäische Länder mit weiteren Bestimmungen:

BELGIEN
Es gilt die allgemeine Leinenpflicht. Rassebeschränkungen: Die örtlichen Behörden können für gefährliche Hunde Maulkorbzwang anordnen.

DÄNEMARK
Es gilt die allgemeine Leinenpflicht. An vielen Stränden ist diese vom 1. Oktober bis 31. März aufgehoben. Rassebeschränkungen: Die Einfuhr von verschiedenen Rassen und deren Kreuzungen, die als gefährlich eingestuft werden, ist generell verboten, wenn diese nach dem 17. März 2010 angeschafft wurden. Dazu gehören American Staffordshire Terrier, Pit Bull Terrier, American Bulldog, Kangal, Argentinische Dogge. Hunde auf dieser Liste, die nachweislich vor dem 17. März 2010 angeschafft wurden, dürfen unter Leinenpflicht und mit Maulkorb einreisen.

DEUTSCHLAND
Rassebeschränkungen: Pit Bull Terrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier, Bullterrier und deren Kreuzungen dürfen nicht eingeführt werden. Sonstiges: Derzeit sind in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg und Hessen weitere Hunderassen und deren Kreuzungen untereinander oder mit anderen Hunden als gefährlich eingestuft, deshalb sollten länderspezifische Regeln beachtet werden.

FINNLAND
Parasitenschutz: Tierärztliche Bescheinigung über eine Behandlung gegen Bandwürmer mit „Praziquantel“, längstens dreißig Tage vor der Einreise, ist erforderlich.

FRANKREICH
Rassebeschränkungen: Hunde, die den morphologischen Merkmalen eines Pit Bulls (American Staffordshire Terrier, Staffordshire Terrier), Tosa Inu und Boerboels (Mastiff) entsprechen, dürfen nur eingeführt werden, wenn sie in einem vom internationalen Hundeverband zugelassenen Stammbuch eingetragen sind. Ähnliche Regelungen gelten für Hunde, die ihren morphologischen Merkmalen nach dem Rassehund Rottweiler vergleichbar sind. Die genannten Hunde sind in öffentlichen Verkehrsmitteln und Einrichtungen nicht erlaubt. Sie müssen von einer volljährigen Person an der Leine geführt werden und einen Maulkorb tragen.

GROSSBRITANNIEN
Parasitenschutz: Eine Behandlung gegen Bandwürmer muss zwischen ein bis fünf Tage vor der Einreise erfolgen und im Heimtierausweis dokumentiert werden. Sonstiges: Hunde und Katzen dürfen nur durch zugelassene Verkehrsunternehmen auf zugelassenen Routen in das Vereinigte Königreich eingeführt werden. Dies sind die Eisenbahnstrecke durch den Eurotunnel Calais-Folkstone (der Hund muss im Auto bleiben) sowie bestimmte Fähr- und Fluglinien. Rassebeschränkungen: In Großbritannien nicht zugelassene Hundetypen sind Pit Bull Terrier, Tosa Inu (Japanese Tosa), Dogo Argentino sowie der Fila Brasileiro. Übrigens: Vorsicht ist geboten, weil hier „Typen“, nicht Rassen gemeint sind, was den Behördenvertretern einen größeren Ermessensspielraum für eine Ablehnung der Einreise zumisst.

ITALIEN
Leinenpflicht: Hunde müssen in Städten und Parks an kurzer Leine geführt werden. Außerdem ist ein Maulkorb mitzuführen.

NIEDERLANDE
Es gilt die allgemeine Leinenpflicht. An vielen Strandabschnitten gibt es aber Ausnahmen, etwa zu bestimmten Tages- und Jahreszeiten.

PORTUGAL
Es gilt die allgemeine Leinen- und Maulkorbpflicht. Sonstiges: Hunde dürfen nicht mit in Restaurants, öffentliche Verkehrsmittel und an öffentliche Strände geführt werden.

SCHWEDEN
Das Tier muss beim Zoll angemeldet werden. Es gilt die allgemeine Leinenpflicht. Tollwutimpfung: Nachweis über ausreichende Tollwutantikörper wird gefordert. Die Blutprobenentnahme darf frühestens 120 Tage und spätestens 365 Tage nach der Tollwutimpfung erfolgen, und die Untersuchung muss bei einem zugelassenen Labor erfolgen. Bei Einhaltung der vorgeschriebenen Impfintervalle ist für spätere Einreisen kein weiterer Test erforderlich. Parasitenschutz: Entwurmung gegen Zwergbandwurm muss durch einen Tierarzt innerhalb von zehn Tagen vor der Einreise durchgeführt und im Heimtierpass des Hundes dokumentiert werden.

SLOWENIEN
Es gilt die allgemeine Leinen- und Maulkorbpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln. Sonstiges: Die Mitnahme von Hunden in öffentliche Gebäude, Geschäfte und Restaurants ist generell nicht gestattet.

SPANIEN
Leinenpflicht: Es gelten regional unterschiedliche Regelungen. Rassebeschränkungen: Besitzer von Hunden, die zu den als potenziell gefährlich eingestuften Rassen gehören (Pit Bull Terrier, Staffordshire Terrier, American Staffordshire Terrier, Rottweiler, Dogo Argentino, Fila Brasileiro, Tosa Inu, Akita Inu) sollten sich zwecks Registrierung und Einhaltung der Vorschriften an die zuständige Gemeinde des Hotels oder der Unterkunft wenden, da die Beschränkungen von Region zu Region unterschiedlich geregelt sind.

TSCHECHIEN
Leinenpflicht: Die Leinen- und Maulkorbpflicht werden von den Gemeinden in Ortsverordnungen geregelt. In öffentlichen Verkehrsmitteln und auf öffentlich zugänglichen Plätzen sowie in öffentlichen Gebäuden, Geschäften und Restaurants ist der Zutritt für Hunde in der Regel nicht gestattet.

UNGARN
Leinenpflicht: Auf öffentlichen Plätzen besteht Leinenzwang, in öffentlichen Verkehrsmitteln zusätzlich Maulkorbpflicht. Rassebeschränkungen: Sogenannte Kampfhunde (Bullterrier, Pit Bull, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier, Bullmastiff, Tosa Inu, Dogo Argentino, Bordeaux-Dogge, Fila Brasileiro und Bandog sowie Mischlinge der aufgeführten Rassen) dürfen generell nicht eingeführt werden.

 

R.Aurich

2018.03.05 um 17:09 Uhr

Die Bedingungen für die Einreise nach Schweden sind einfacher geworden. Es genügt der Heimtierausweis als Nachweis der Impfungen und der Wurmkur.Und der Hund muss gechipt sein.Der Antikörpertest und die Anmeldung beim Zoll ist nicht mehr nötig. Wir fahren seit 20 Jahren regelmässig nach Schweden .

DOGS Magazin

2018.03.05 um 17:49 Uhr

Vielen Dank für den Hinweis!

das DOGS Team

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