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IN DER AKTUELLEN DOGS Vier Beine für ein Halleluja: wunderbares Südtirol

Sabine und Harald Braun streiten vor jeder Reise: Darf Vizsla-Dame Klärchen mit oder muss sie zu Hause bleiben? Bei Südtirol war die Sache völlig klärchen: So viel Natur, schicke Wanderwege und prima Essen ohne den Hund? Niemals!

Erster Tag in Meran in Südtirol, schon droht Ärger. Auf dem Programm steht ein geführter Tagesausflug mit dem E-Bike auf den romantischen Wegen des Meraner Lands. Meine Gattin strahlt bereits in vorfreudiger Erwartung (so ein E-Bike fährt quasi von allein, außerdem soll Wein ausgeschenkt werden!), da lese ich im Programm: Dauer sechs Stunden, Länge 34 Kilometer. Oha. Für uns beide ist das kein Problem, aber erklären Sie mal einem verwöhnten Magyar Vizsla wie unserem Klärchen, dass er innerhalb der nächsten sechs Stunden 34 Kilometer neben einem Rad herhetzen soll. „Das läuft nicht!“, sagt meine Frau, und da stimme ich ihr zu. Aber sechs Stunden und mehr im Hotelzimmer? Geht ja auch nicht.

Schon sind wir wieder an dem Punkt, der vor unseren Reisen stets ausführlich diskutiert wird: Können wir eine Region seriös erforschen, ohne dass der Hund uns ständig in die Quere kommt? Wir sind ja nicht zum Vergnügen hier, wir sind Reisejournalisten. Wir machen keine Ausflüge, wir haben Termine! (Wenn auch zuweilen wirklich nette.) Meine Frau neigt allerdings in dieser Frage störrisch zur partiellen Amnesie und verneint kategorisch, dass es mit dem Hund jemals zuvor ein Problem gegeben habe. Das hat letztlich dazu geführt, dass Klärchen in ihrem kurzen Leben mehr von Europa gesehen hat als die meisten Leute bis zu ihrer Pension und dass wir ständig sehr, sehr lange Strecken mit dem Auto zurücklegen.

Keine Ahnung, ob Klärchen das alles zu schätzen weiß. Momentan jedenfalls nicht. Sie schaut entrüstet auf den Beiwagen hinter meinem E-Bike und bockt. Da soll sie hineinsteigen? Kennt sie nicht, macht sie nicht. Na servus. Dabei hat ihr Gerd Locher, unser freundlicher Guide von „Sissi Tours“, extra eine Anhängerbox besorgt, damit wir die Genusstour um Meran herum alle gemeinsam unternehmen können.

Und ein Genuss ist die Tour auch wirklich gewesen: Wir verkosteten im Tschermser „Biedermannhof“ zwei vorzügliche Weine von Wirt Hannes, anschließend trafen wir die „Kräuterhexe“ Priska Weger auf dem „Oberhaslerhof“ bei Schenna. Dort hegt sie in ihrem jahrhundertealten Bauerngarten längst vergessene Kräuter und Gemüsesorten und bringt im kleinen Hofladen seltsame Gewächse in die Einkaufskörbe ihrer Kunden zurück, von denen ich noch nie gehört habe: Erdmandel, Okaknolle, Speisechrysantheme, Gartenmelde, Zucker- oder Haferwurz. Schmeckt das alles nur halb so gut, wie es klingt, müsste man es dringend mal probieren…

 

Mehr über die Reise durch Südtirol mit Hund lesen Sie in der aktuellen DOGS!

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