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Sie suchen eine der wertvollsten Zutaten für gutes Essen: die Hunde im südfranzösischen Trüffelgebiet Drôme. DOGS hat zwei von ihnen bei der Arbeit zugesehen.

Als sie das kleine Jutesäckchen sehen, drehen Geena und Nicki vor Freude fast durch. Sie springen, eilen zur Haustür, zum Herrchen, jagen um den großen Tisch, dann wieder zur Tür. Wären sie Menschen, würde man sie wohl für verrückt erklären: So eine Party, weil es gleich an die Arbeit geht? Aber Geena und Nicki sind eben Labradore, die eine drei Jahre alt, die andere sieben Monate, und Arbeitstiere, nämlich Trüffelhunde. Wobei ihr Herrchen, der Trüffelbauer Gilles Ayme, gleich mal klarstellt: „Die Trüffelsuche ist wie ein Spiel für die beiden. Sie haben große Freude daran. Und sie lieben Trüffeln!“ Zum Beweis schneidet er zwei kleine Stückchen ab, Insekten haben ein bisschen daran genagt, deshalb sind sie nicht zum üblichen Preis verkäuflich. Überglücklich schlecken die Hunde die Leckerbissen von Gilles’ Hand.

Wir sind in der Drôme, einem Département in Südostfrankreich. Es liegt an der Rhône, etwa auf halber Strecke zwischen Lyon und Marseille, und erstreckt sich über eine Fläche von 6530 Quadratkilometern, das entspricht annähernd einem Zehntel Bayerns. Hier gibt es weite, lieblich ausschauende Weinberge im Norden, schroffe, bis zu 2500 Meter hohe Berge im Osten, märchenhaftes Hügelland im Süden, wo die Drôme in die Provence hineinragt. Und noch viel, viel mehr: wilde Flusstäler etwa wie am namensgebenden Strom, der Drôme, Obstplantagen und Olivenhaine, in denen feinste Früchte gedeihen. Oder die Eichenwälder, deren Böden edle Trüffeln beherbergen. So wie hier, bei Monsieur Ayme im provenzalischen Teil der Region.

Zwar sind die Trüffeln aus dem Périgord in Deutschland bekannter, doch 60 bis 85 Prozent der französischen Trüffeln gedeihen im Südosten, vor allem in der Drôme, und ihre Qualität ist exzellent. Besonders wertvoll sind die schwarzen Wintertrüffeln der Sorte Tuber melanosporum, sie schmecken sehr aromatisch, kommen aber viel seltener vor als andere Trüffeln. Geerntet werden sie von Dezember bis März, gehandelt auf Märkten, etwa im Dorf Saint-Paul-Trois-Châteaux, in idyllischer Umgebung unter Olivenbäumen. „Letzten Winter hatten wir eine schlechte Ernte, es gab nur wenige Melanosporum-Trüffeln, ein Kilo kostete 1500 Euro. In anderen Wintern liegt der Durchschnitt bei 600 Euro. Der Markt bestimmt den Preis“, erzählt Gilles Ayme, während wir gemeinsam durch seine Eichenwälder spazieren. Geena und Nicki streifen um uns herum, die Schnauzen ständig am Boden. Besonders Geena, die weitaus erfahrenere Trüffelsucherin von den beiden, wirkt geradezu ehrgeizig. Eiligen Schritts und zugleich hoch konzentriert, schnüffelt sie weitläufige Waldflächen ab.

Wer nicht weiß, dass Labradore liebend gern Aufgaben übernehmen, müsste Geena beobachten, schon hätte er verstanden. Aber auch die kleine Nicki, die erst seit ein paar Monaten im Trüffelbusiness unterwegs ist, gibt sich schon sichtbar Mühe. Ihre Lehre begann, als sie im Alter von neun Wochen auf den Hof kam. Heute ahmt sie nicht nur Geena nach und möchte Herrchen beeindrucken, sondern liebt auch selbst den Trüffelduft…

Mehr über die Trüffel suchenden Hunde in Südfrankreich lesen Sie in der neuen DOGS!
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